o4U Tagebuch


Integrität. Authentizität. Verletzlichkeit. Offenheit. – Diese und ähnliche Stichworte fallen oft, wenn wir darüber sprechen, auf welche Art und Weise wir Menschen inspirieren und helfen wollen. Wir wollen keine Rolle spielen, um jemandem irgendetwas aufzuschwatzen, sondern wir selbst sein – und dadurch weiterhelfen.
Deswegen findest Du hier unser gemeinsames Tagebuch. Jede Woche wird jeder von uns vier (Johannes, Anselm, Valérie und Elias) ein kurzes Update über. U sein Leben geben.
Viel Spaß beim Lesen.


Valérie #38 

Freiburg am Mittwoch, 30. April 2022 

 

Heute ist vorerst mein letzter Blogpost... Denn ich habe mich dazu entschieden bei o4U auszusteigen. Ich weiß nicht, ob das eine Entscheidung für immer ist, aber es hat sich richtig angefühlt, jetzt erstmal komplett raus zu sein. Nur weil es sich richtig anfühlt, heißt es aber nicht, dass es sich gut anfühlt. Ich bin auch sehr traurig und zwischendurch war ich ein bisschen ängstlich, weil ich ja keine Ahnung hatte, was als Nächstes kommen wird... 

 

Aber jetzt steht schon wieder viel bei mir an und ich möchte einige wichtige Entscheidungen treffen und dafür brauche ich viel Zeit, Ruhe und Achtsamkeit mit mir selbst. :-)

 

xoxo 

Anselm #38

Freiburg am Dienstag, 19. April 2022

Letztens habe ich noch festgestellt, dass alles, was uns passiert, ein „blessing in disguise“ ist – also ein Segen in Verkleidung. Unsere Aufgabe ist, herauszufinden wie und warum – ich persönlich glaube, dass nichts, was passiert, per se  schlecht ist, sondern es darauf ankommt, was wir daraus machen.

Passend dazu ist mir gestern meine Kniescheibe rausgesprungen (zum zweiten Mal). Deswegen beende ich jetzt diesen Beitrag und versuche herauszufinden, warum genau das das Beste ist, was mir je passiert ist. 😊

Valérie #37 

Freiburg am Mittwoch, 13. April 2022 

 

Letzte Woche habe ich mich gegen einen Blog-Post entschieden, weil so viel los war. Und diese Woche eigentlich auch wieder. Trotzdem fühlt es sich richtig an, mal wieder ein kurzes Update zu geben: 

 

Wir sind wieder in Freiburg und happy hier. Es fühlt sich total gut und richtig an, hier zu sein. Gleichzeitig ist auch immer viel los, wenn ich wieder aus dem Ausland komme und dann ist es so wichtig für mich, nicht gleich wieder zu viel zu machen und viele Pausen einzulegen (was mir oft schwerfällt). 

 

Wir renovieren gerade Mamas Miet-Wohnung und momentan ist sogar der Plan, dass Malte und ich da einziehen. Dann hätten wir auch direkt einen Garten, um mehr im Selbstversorgungs-Stil zu leben, yay!  

 

Ansonsten mache ich immer noch meinen Kakao-Zeremonie Kurs (& love it!!), hatte letzte Woche einen schönen Geburtstag mit Sauna usw. und versuche so viel Zeit wie möglich draußen in der Natur und mit Malte und meinen Freund*innen zu verbringen.  

 

<3  

Anselm #37

Freiburg am Dienstag, 12. April 2022

Heute gibt’s einen kurzen Eintrag und zwar zum Thema Fasten. Ich habe letztens Lust bekommen, noch mehr in das Thema reinzugehen. Was ich sowieso schon seit längerer Zeit mache, ist zwischen meiner letzten Mahlzeit und der ersten am nächsten Tag möglichst viel Zeit ohne Essen zu verbringen (circa 14-16 h). Dabei geht es mir vor allem um guten Schlaf und die Prozesse, die mein Körper anfängt, wenn er fertig verdaut hat.

Jetzt habe ich aber angefangen, einmal die Woche 24 Stunden zu fasten. Der Grund? „Hormesis“. Das ist etwas, was wir in verschiedensten Bereichen bewusst oder unbewusst nutzen, um gesünder, besser, stärker etc. zu werden. Das Prinzip: Ich setze mich einer eigentlich ungesunden Sache in einer Dosis aus, in der es mich nicht umbringt und werde im Nachhinein dadurch stärker. Zum Beispiel in die Sauna zu gehen oder ein Eisbad zu nehmen, hat einen hormetischen Effekt. Was viele nur als mental Abhärtung kennen, hat einen mittlerweile längst belegten positiven biologischen Einfluss auf unseren Körper.

Genauso auch das Fasten, was ich übrigens nicht mache, um abzunehmen, sondern sogar eher das Gegenteil: Dadurch wird der Körper effizienter im Umsetzen und Verarbeiten von Kalorien.

Außerdem finde ich es total interessant zu sehen, wie sich meine Wahrnehmung, Hungergefühl, Geschmack- und Geruchsinn verändern, wenn ich mal einen Tag nichts esse (Trinken tue ich übrigens ganz normal).

Fazit: Der Beitrag ist jetzt doch nicht so kurz und das Fasten will ich auf jeden Fall beibehalten und kann es nur empfehlen. Bei Fragen gerne an mich wenden, ich werde dann an den Experten Elias vermitteln. 😊

Anselm #36

Freiburg am Dienstag, 05. April 2022

Gleich treffe ich mich mit Elias, der aktuell in Freiburg ist. Da fällt mir mal wieder auf, wie verrückt sich alles entwickelt hat, aber zeitgleich auch wie viel von dem, was mittlerweile eingetreten ist, wir schon irgendwann mal als Plan oder Idee ausgesprochen, aufgeschrieben oder festgehalten haben. Allerdings habe ich nicht das Gefühl, dass wir Sachen machen nur weil wir es irgendwann mal gesagt oder uns darauf festgelegt haben. Vielmehr ist es so, dass mir jetzt ab und zu auffällt oder in Erinnerung gerufen wird, dass eine Sache, die wir aktuell machen oder gemacht haben, vor ein paar Jahren schonmal als loser Gedanke existiert hat. Dieses „Alignment“ aus meinem Vergangenheits-Ich und mir in der Gegenwart bestätigt mich immer wieder darin, mutig auf das zu hören, was in mir drin ist, was mir meine Intuition sagt. Und es bestätigt mich darin, mir selbst (und anderen) weniger Grenzen zu setzen und mich mehr zu trauen, Träume, Wünsche und Ideen auszusprechen und tatsächlich auch zu verfolgen. Im Zweifel stellt sich heraus, dass andere Sachen wichtiger sind, aber ich habe es noch nie bereut, einer Sache nachgegangen zu sein – wenn dann umgekehrt.

So, jetzt hat Elias geklingelt und ich höre auf. Bis nächstes Mal.

Johannes #36

Freiburg, am Sonntag, 3. April 2022, 8.14 Uhr

In den letzten Tagen kam bei mir mehrmals der Gedanke auf, wie dankbar ich bin für alles was sich gerade so entwickelt.

Insbesondere all die neuen Menschen lösen immer wieder den Gedanken in mir aus, dass ich jetzt noch mehr committed und motiviert und inspiriert bin. Und das obwohl ich jedes Mal denke, mehr geht gar nicht.

Wie man sich täuschen kann. Irgendwie entsteht doch immer wieder ein neues Level an Inspiration, von dem ich vorher gar nicht wusste, dass es dieses gibt.

Alleine die letzte Woche war verrückt im Bezug auf neue Leute und tiefe Connection zur Vision.

Am letzten Wochenende hatte ich mit Nelly telefoniert, die über Karina in Kontakt zu uns kam und an dem Tag, an dem Karina ihr wegen o4U geschrieben hat gerade ihren alten Job gekündigt hatte. Instant connection und ein tiefes Gefühl der Verbundenheit und Dankbarkeit, selbst wenn man sich nichtmal gesehen hat (das ist der Grund, warum ich normal Zoom bevorzuge für ein erstes Kennenlernen).

Montag waren dann Hannah und Ansi in der WG. Hannah hatte Manu über Instagram gefunden und ihn kontaktiert. Stellt sich heraus, dass sie nur ein paar Minuten weiter wohnt und wie Manu so schön sagte, „eine Legende“ ist. True that. 😊

Und dann waren da am Mittwoch und Donnerstag noch ein Call mit Celina aus Frankfurt und ein Treffen mit Maya. Bei beiden bin ich mir sicher, dass sie sehr schnell ein großer Teil von o4U werden und viel Zeit und Energie investieren werden. Zu groß war die Synchronität, als dass es nicht so kommen könnte.

Nun ja, ihr seht: Es menschelt. Und zwar in einem total positiven Sinne. 😍

Und ich kann es nicht anders sagen als: Ich bin dankbar 😊
Dankbar und super vorfreudig, was die nächsten Wochen & Monate (aber auch Jahre & Jahrzehnte) so bringen werden.

Valérie #35 

Mérida (Mexiko) am Mittwoch, 30. März 2022 

 

Alles ganz schön busy gerade. Morgen fliegen wir zurück nach Deutschland und sind gerade damit beschäftigt online check-ins durchzuführen, unsere PCR Test Ergebnisse abzurufen, ein Lufthansa Rail & Fly Ticket zu organisieren usw. Danach wird Vesper für den Flug vorbereitet und das gröbste schonmal gepackt. Mittlerweile sind wir Pack-Profis und ein unschlagbares Team wenn’s um sowas geht!  

 

Die letzten Tage waren ganz nice in Mérida, aber ich kann’s kaum erwarten wieder in der Natur zu sein... Ich merke einfach immer wieder, dass ich kein Stadt-Mensch bin! Der ganze Beton ödet mich an!  

 

Momentan hören wir täglich ein paar Minuten/Stunden das (Hör)buch “Unsichtbare Frauen” an - 10/10, wirklich! Ein wirklich wichtiges und spannendes Buch für jedermann und jederfrau!  

 

Wie gesagt, heute stehen noch einige Sachen an, deshalb war’s das eigentlich schon von mir für heute. Kurz und knackig, haha! <3  

Anselm #35

Freiburg am Dienstag, 29. März 2022

Heute gibt es ohne große Struktur oder Einleitung zwei Erkenntnisse meines heutigen Tages.

1) Krähen als Spiegelbild

Aktuell ist hier wieder Krähenzeit. Es ist kaum zu überhören und noch weniger zu übersehen, denn die Häufchen der Tiere sind nicht ganz klein und manchmal hat man fast das Gefühl, dass sie gemeinsam ein Auto überfallen beziehungsweise komplett mit ihrem Kot bedecken wollen.
Vor ein paar Monaten hatte ich mal einen Zeitungsartikel gelesen, in dem es darum ging, dass Krähen oft zu Unrecht Abneigung bekommen, weil sie vieles von dem, was ihnen vorgeworfen wird, gar nicht machen (Passanten angreifen, andere Vogelbabys essen, Müll durchwühlen). Ich weiß nicht genau warum, aber irgendwie mag ich Krähen und fühle mich ihnen verbunden.

Als ich gestern mehrmals Leute darüber sprechen gehört habe, wie schrecklich diese Vögel doch seien, ist mir klar geworden wie sinnbildlich das für uns Menschen und unser Verhältnis zur Erde ist. Wir müllen alles voll, kümmern uns kein bisschen darum, ob unser Handeln Konsequenzen für andere Erdenbewohner hat, pflastern alles mit Häusern, Straßen, Städten und Beton zu, fahren mit brutal lauten, stinkenden Autos durch die Gegend und beschweren uns dann allen Ernstes über ein paar Vögel, die zu laut krächzen und auf ein Auto sch****n?! Das ist wirklich völlig absurd und meine erste Erkenntnis des Tages.

2) Gefühle aus Zukunft und Vergangenheit

Nummer zwei ist (noch) ein wenig philosophischer. Ich lese aktuell das Buch „Way Of The Peaceful Warrior“ (auf Deutsch: „Pfad des friedvollen Kriegers“) von Dan Millman, was ich sehr empfehlen kann. Im rahmen einer sehr schönen Geschichte werden enorm viele Weisheiten an den Mann und die Frau gebracht.
Im gestrigen Teil ging es um unsere Aufmerksamkeit und dass unsere schlechten Gefühle nie im Hier und jetzt existieren, sondern immer aus der Zukunft oder der Vergangenheit kommen. Bevor ich das weiter ausführe, beende ich den heutigen Beitrag einfach mit dem entsprechenden Abschnitt aus dem Buch:

„You can do nothing to change the past and the future will never come exactly as you expect or hope for. (…) Your sorrow, your fear and anger, regret and guilt, your envy and plans and cravings live only in the past or in the future. (…) Action always happens in the presnt because it’s an expression of the body which can only exist here and now. But the mind is like a phantom that lives only in the past or future. Its only power over you, is to draw your attewntion out of the present.“

Johannes #35

Freiburg, am Sonntag, 27. März 2022, 14.33 Uhr

Wieder knapp vorbeigeschrammt am Vergessen des Tagebuch-Eintrags. 😁

Glücklicherweise gibt’s meinen Daily Recap und eine entsprechende Checkliste dazu. Da plane ich immer den nächsten Tag und übertrage alles, was heute nicht fertig geworden ist auf morgen.

Oder ich merke eben, dass es noch nicht zu spät ist und setze mich direkt dran, wie jetzt. Hat geklappt.

Heute früh habe ich unsere Landing-Page für das Crowdfunding (fast) fertig geschrieben. Zumindest einen ersten Entwurf, den man veröffentlichen kann. Fühlt sich gut an!
Ich bin gespannt, was sich dadurch in den nächsten Wochen und Monaten so entwickeln wird.

Auf einer Skala von 1-10 bin ich 12 überzeugt, dass dieses Crowdfunding, wenn wir in 10 oder 20 oder 50 Jahren auf die o4U-Geschichte zurückblicken, einer der größten Meilensteine gewesen sein wird.
Der Punkt, ab dem das Momentum nicht mehr aufzuhalten war.

Mal schauen ob’s so kommt. 😊


 Valérie #34 

Mérida (Mexiko) am Donnerstag, 24. März 2022 

 

Ui, gestern war einfach ein zu voller Tag. Deshalb habe ich mich dafür entschieden, meinen Blog-Post erst heute zu schreiben, so here we go!😊  

 

Als erstes Mal noch ein ‘Nachtrag’ von letztem Mal: Ich habe mit Laura (IG: @kakaozauber) gesprochen und sie meinte, ich darf sehr gerne meine Gedanken und das, was ich im Kurs lerne, hier im Blog teilen... Also hier noch ein paar Sachen, die ich letztes Mal eigentlich schon teilen wollte, dann aber wieder gelöscht hatte, weil ich ihre Arbeit nicht spoilern wollte:  

 

“Wir haben viel darüber geredet, was Kakao zu Zeremoniellem Kakao macht, was genau Theobromin ist und was das mit unserem Körper macht, wie genau Kakao wächst und wie er verarbeitet wird (fermentiert, geröstet, etc.) und dass es eigentlich gar keinen rohen Kakao gibt, obwohl oft damit geworben wird! 

 

Und hier sind die ‘Teil-Antworten’ (bzw. die Sachen, die ich mir merken konnte) zu all den Themen: 

 

1) Zeremonieller Kakao ist dann zeremoniell, wenn er mit der Intention dafür angepflanzt, geerntet und verarbeitet wurde. Manche Kakao-Produzenten haben tatsächlich auch schon bei den Kakao-Verarbeitungs-Prozessen eine Art zeremonielles Ritual (wie z.B die Kakao Pflanze mit Tabak anzupusten und somit von schlechten Energien zu reinigen). Gleichzeitig gilt aber auch: wer wirklich mit dem Spirit von Kakao verbunden ist, braucht auch nicht unbedingt ein riesen Act drum herum zu machen. Da ist die Verbindung da, und das reicht! Außerdem wird zeremonieller Kakao normalerweise von Hand verarbeitet, und bleibt so unberührt und so wenig ‘processed’ wie möglich. Die ganze Bohne wird verwendet und die Kakaobutter wird nicht vom Rest getrennt o.Ä., was bei normaler Schokolade oder normalem Kakao-Pulver oft passiert. Keiths Kakao (der "Kakao Schamane" aus Guatemala - hier mehr zu ihm: https://www.keithscacao.com/) sorgt außerdem dafür, dass gammlige Kakaobohnen ganz sorgfältig ausgelesen werden, damit die später nicht im Kakao landen. (PS: Bei normaler Schokolade, Erdnüssen, Kaffee und sogar bei Tomaten für Fertig-Tomaten-Sauce etc. passiert das meistens nicht! Da werden gammlige Nüsse, Tomaten, Bohnen einfach drin gelassen, weil’s zu viel Arbeit wäre, die alle rauszusuchen... Was natürlich super ungesund ist, aber in Erdnussbutter, Kaffeepulver, oder eben auch Fertig-Tomaten-Sauce schmecken wir das nicht unbedingt, vor allem weil Kaffee und herkömmliche Schoki meist eh bis zum geht, nicht mehr geröstet wird, dass alles was wir schmecken nur noch das ‘Röst-Aroma’ bleibt).  
 

2) Theobromin ist ein Alkaloid und wirkt sich hauptsächlich auf unser Kardiovaskuläres-System aus (aka Herz-Kreislauf-System). Blutgefäße weiten sich, “die Blutpumpe geht ab” und damit fließt mehr Blut durch unseren Körper. Daher haben wir auch das Gefühl, dass sich unser Herz in einer Kakaozeremonie ‘öffnet’ und wir leicht in einen ‘flow state’ kommen... Weil genau das tatsächlich auf einer physischen Ebene passiert. Außer Theobromin hat Kakao natürlich auch Koffein. Zeremonieller Kakao „sollte“ allerdings nur ganz wenig Koffein und sehr viel Theobromin enthalten. Koffein geht nämlich aufs Nervensystem und über-stimuliert dieses (und somit unsere Nebennieren was auf lange Sicht zu ‘adrenal fatigue’ führen kann) schnell mal. Außerdem finden wir in Zeremoniellem Kakao (der eben kaum verarbeitet ist und dadurch noch etliche Vitamine, Minerale etc. in sich trägt) ganz viel Magnesium, was super ist, da Magnesium ein top “Entspannungs-Mineral” ist.   

 

3) Kakao wächst oft neben Kaffee Pflanzen und mag es im Normalfall schattig, weshalb Kakao-Pflanzen gerne unter größeren Bäumen wachsen und warum die Kakao-Pflanze selbst auch große Blätter hat. Deshalb ist für die Kakao-Pflanze, wie für eigentlich jede Pflanze, eine Permakultur optimal! Kakao wächst in vielen Ländern... Süd- und Mittelamerika, Bali, usw.  
 

4) Da Kakao eigentlich immer (es gibt wenige Ausnahmen) fermentiert und dann geröstet wird, gibt es eigentlich keinen rohen Kakao, denn alleine bei dem Fermentier-Prozess kann die Temperatur über 48 Grad Celsius steigen (was die offizielle Grad-Zahl ist, unter der Lebensmittel/Pflanzen als roh gelten). Das heißt, wenn ihr irgendwo ‘rohen Kakao’ seht – ist das wahrscheinlich einfach nur ein mieser Marketing-Trick. Für die meisten Menschen, die sich nicht roh ernähren, ist das eigentlich egal. Aber für die Menschen, denen eine rohe Ernährung wichtig ist, ist das ganz schön blöd!”   

 

Nach wie vor liebe ich das Training bei Laura und habe das Gefühl, dass die Herzensmedizin Kakao ganz schön viel in mir auslöst. Die Gruppe ist auch toll und ich freue mich immer auf den Mittwochs-Call, in dem wir uns über unsere Erfahrungen und Kakao-Rituale austauschen und noch mehr lernen! 

 

Morgen ist der zehnte Todestag meines Papas. Ganz schön krass. 10 Jahre schon... Manchmal fühlt es sich an, als hätte ich meinen Papa seit mindestens 3 Jahrhunderten nicht mehr gesehen, oder eigentlich gar nie richtig gekannt, und manchmal habe ich das Gefühl, es ist erst vorgestern passiert & er ist mir noch ganz nahe. 

 

Neulich hat Ansi am Ende eines Calls eine kleine ‘Übung’ mit uns gemacht: Wir sollten uns einen schönen Moment à la FDP-Regel vorstellen. (FDP steht glaube ich für fokussiert, detailliert und präsent - @JFK / @Ansi, stimmt doch so, oder? 😀 Bitte gerne verbessern!) Auf jeden Fall kam mir sofort die letzte Umarmung mit meinem Papa in den Kopf. Das war ein Tag bevor er gestorben ist. An dem Tag haben wir uns heftig gestritten, und zwar umarmt, aber nie richtig vertragen. Das macht mich heute noch traurig, aber ich weiß auch, dass er mir bestimmt längst verziehen hat.  

 

Meine Mama schaltet morgen eine ‘Erinnerungs-Anzeige’ in der Zeitung, das finde ich schön. Ich mag den Gedanken, dass mein Papa in unseren Herzen und Gedanken irgendwie doch noch weiterlebt. Eine der Sachen, die mir nach seinem Tod am meisten geholfen hat, war, wenn ich über ihn sprechen und erzählen konnte. Ein “Mein Beileid” bringt meistens wenig, auch wenn’s nett gemeint ist, aber wenn jemand wirklich daran interessiert ist, zu wissen, wie mein Papa so war, was er gemacht hat, wo wir unsere Urlaube gemeinsam verbracht haben, … das hat mich wirklich erfreut – und erfreut mich heutzutage immer noch! Und genau das löst eben dieses Gefühl von “er lebt eben doch noch in unseren Gesprächen und Gedanken und Herzen weiter”. 

 

Ich finde es blöd zu appellieren, was andere Menschen tun sollen. Aber wenn ich die Chance hätte, würde ich meinem Papa jeden Tag sagen, wie lieb ich ihn habe und wie dankbar ich ihm bin. Meiner Mama sage ich das oft und ich bin froh, dass sie da ist und ich ihr zeigen und sagen kann, wie lieb ich sie habe.  

 

Bis zum 31.3 sind wir noch in México und gerade überlegen wir, ob wir zurück nach Deutschland kommen. Ich möchte vllt. ein Praktikum als Hebamme machen und mich dann im Januar 2023 für ein Hebammen-Studium in der Schweiz bewerben. Gleichzeitig möchte ich nichts überstürzen und erst recht keine Entscheidungen aus einer Angst heraus treffen, deshalb bin ich gespannt, was wir uns in den nächsten Tagen einfallen lassen & wie es dann tatsächlich für uns weiter geht.  

Anselm #34

Freiburg am Dienstag, 22. März 2022

Letzte Woche gab es kein Update von mir. Ich war zwar coronabedingt in Quarantäne, aber habe mich trotzdem dazu entschieden, keinen Beitrag zu schreiben. Es wäre jetzt leicht gewesen, zu schreiben, dass ich nicht dazu gekommen bin, aber wie ich es heute selbst in unser Werte-Board eingetragen habe: Wir treffen immer eine Entscheidung – auch wenn wir es nicht bewusst tun. Wenn ich mich nicht aktiv dafür entscheide, einen Blog zu schreiben, dann entscheide ich mich dagegen.

Das „Werte-Board“ erstelle ich im Rahmen des Projektes „o4New“. Angestoßen von der Umstrukturierung unserer GmbH haben wir uns überlegt, was wir anders machen würden, wenn wir o4U einmal einstampfen und wieder neu starten würden. Diese Sachen wollen wir jetzt umsetzen, auch ohne alles Bestehende komplett abzubrennen.

Ein wichtiger Grundpfeiler davon ist eine absolute Klarheit in den Werten und Leitlinien, von denen wir uns leiten lassen wollen. Wenn wir unsere Leitsterne nicht kennen, irren wir nur durch die Gegend. Was bei uns allzu oft passiert ist, war, dass kleinste Anlässe uns viel Zeit und Aufwand gekostet haben, weil wir in dieser Hinsicht nicht synchronisiert waren.

Deswegen presche ich aktuell vor, was unsere Leitsterne angeht und entwerfe mit dem Advice der anderen ein Konzept. Natürlich nicht mit der Idee, dass das für immer so bleibt, aber mit der Intention, dass wir das als Grundlage nutzen können, um in der nächsten Zeit handlungsfähiger zu sein.
In gewissen Abständen werden wir diese Sachen immer wieder aufrollen, aber in der Zwischenzeit sind sie fest und geben uns Klarheit für unsere tägliche Arbeit.

Hier findest Du einmal ein Bild von unserem Wertekompass und einen Screenhot vom gesamten Miro-Board, das wir nutzen, um all das festzuhalten und gemeinsam weiterzuarbeiten.





Johannes #34

Freiburg, am Sonntag, 20. März 2022, 11.32 Uhr

Ich halte es mal wieder kurz, da ich mich heute Morgen brutal an der Dreisam „verquatscht“ habe und heute David letzter Tag in der WG ist (aka sein kurzer Kur-Aufenthalt ist Morgen zu Ende).

Zwei Dinge, die ich gerne teilen würde:

Der Grund dafür, dass ich mich verquatscht habe war, dass ich beim Joggen jemanden auf der anderen Dreisam-Seite gesehen hatte, mit der ich schon lange nicht mehr gesprochen habe.
Bei der letzten Brücke habe ich den Impuls bemerkt, auf der anderen Seite zurückzulaufen als sonst, um ihr noch über den Weg zu laufen. Dann kam der Kopf und der Impuls war wieder verworfen.
Bis ich ans gestrige Gespräch mit Samet gedacht habe und sein Tool/Experiment „24h lang jedem ersten Impuls folgen“.

Kurzum: Ich bin doch auf die andere Seite gegangen, wir hatten ein super Gespräch und o4U hat vermutlich bald ein neues Mitglied. 🎉🎉

Das erste was ich im Gespräch geteilt hatte und was vermutlich auch dazu beigetragen hatte, dass ich doch auf die andere Seite gegangen bin, war folgendes:

Karina (relativ neues o4U-Mitglied aus Berlin) ist mit uns ihre Kontakte durchgegangen, um herauszufinden, wer mit o4U große Schnittmengen haben könnte.
Eine Person kam dabei auf, die zwar eine hohe Qualität (= Eigenverantwortung + Motivation + etc.) mitbringen würde, jedoch gerade einen anderen Job hat und daher auf den ersten Blick kein besonders hohes „zeitliches Potential“.

Auf die Frage, ob ihre Freundin vermutlich ihren Job niederlegen würde, wenn o4U sie gleich gut bezahlen könnte, meinte sie aber „definitiv“ und hat ihr am Abend gleich geschrieben.

Die Antwort?
Sie hatte ein paar Stunden zuvor ihren Job gekündigt und war super interessiert, mehr zu erfahren.

Manchmal gibt Zufälle, die gibt’s gar nicht.
Und wenn man es wirklich schafft, (fast) immer auf das eigene Bauchgefühl (die eigene Intuition) zu hören, dann werden solche „Zufälle“ regelrecht zum System.

Und wie sagte Hermann Gerland eins so schön: „Immer Glück ist auch Können“.


Valérie #33 
Mérida (Mexiko) am Mittwoch, 16. März 2022 

 

Heute war mal wieder Kako-Zeremonie Facilitator Training und es war super schön & spannend. Wir haben viel darüber geredet, was Kakao zu Zeremoniellem Kakao macht, was genau Theobromin ist und was das mit/in unserem Körper macht, wie genau Kakao wächst und wie er verarbeitet wird (fermentiert, geröstet, etc.) und dass es eigentlich gar keinen rohen Kakao gibt, obwohl oft damit geworben wird! Ich könnte so viel dazu schreiben, weil heute echt viel bei mir hängen geblieben ist, ich will aber irgendwie auch nicht zu viel von Lauras Arbeit Preis geben und spoilern...


Also, falls ihr das ganze Thema + die Arbeit mit der Pflanzenmedizin Kakao wirklich in seiner wahren Tiefe verstehen und erlenen wollt, dann kann ich euch nur den Kurs von Laura empfehlen! Hier findet ihr sie auf IG: https://www.instagram.com/kakaozauber/. Sie macht wundervolle Arbeit und ist ein wunderbarer Mensch und ich kann sie nur wieder und wieder empfehlen! PS: das hier ist unbezahlte Werbung haha, ich steh einfach mit ganzem Herzen hinter ihr und ihrer Arbeit/Passion für Mama Kakao!

 

Ansonsten merke ich echt, dass ich weniger Laptop/Bildschirm Zeit brauche und mir mehr Zeit in der Natur wünsche, was in Mérida aber leider schwer ist. Ich habe eigentlich noch kein Stück Natur gesehen, seit wir hier sind 😀 Das laugt mich aus! Normalerweise ziehe ich ganz ganz viel meiner Energie aus der Natur, dem Wald, dem Meer, … Und ich merke immer noch, dass ich ganz schön gestresst bin, mir beziehungsweise immer wieder zu viel auflade, weil ich Lust darauf habe, aber teilweise eben nicht die Kapazitäten, um alles gleichzeitig zu machen. Das macht sich aber spürbar und deshalb möchte ich da wieder mehr drauf achten und liebevoller mit mir + meinem Körper umgehen. 

 

Mein Fokus in nächster Zeit wird unter anderem auch deshalb sein: ‘cycle syncing’. Da geht’s darum, das Leben wieder ein bisschen mehr an den Zyklus anzupassen. Mehr auf die verschiedenen Phasen zu hören (Menstruationsphase, Follikelphase, Eisprung/Ovulation, Lutealphase und dann wieder von vorne) und ganz genau hinzuspüren, was es in jeder Phase braucht, wie sich die Energie-Level, der Schlaf, der Appetit, etc. verändern und sich dann daran ‘anzupassen’. Die Logik dahinter ist, dass wenn wir immer mehr im Rhythmus mit unserem Körper (und somit auch der Natur) leben, haben wir mehr Energie, fühlen wir uns verbundener, werden Stress-resilienter und PMS los, usw.  

 

Jetzt ist Digital Shutdown und Yin Yoga Zeit. Gute Nacht :) 

Johannes #33

Freiburg, am Montag, 14. März 2022, 9.06 Uhr

Jetzt habe ich doch tatsächlich gestern vergessen, meinen Tagebuch-Eintrag zu schreiben…
Aber macht nix, hiermit wird der Fehler repariert und damit quasi zu einem eigenen Win gemacht.

Die Tage sind aktuell nicht ganz so konstant und strukturiert. Fühlt sich einerseits gut an, weil viele spontane Gespräche mit David stattfinden und daraus einiges entsteht. Andererseits spüre ich auch, dass ich die gleichen spontanen Gespräche auch haben könnte, wenn ich gleichzeitig meine Struktur(en) mehr ehren würde. Nicht genauso wie vorher (also ohne David in der WG), aber doch mehr als es jetzt aktuell der Fall ist.
Sprich: Die Ja-Und Lösung finden.

Ansonsten freue ich mich sehr, wenn Anselm bald wieder in Freiheit ist (er hatte Corona und wird über die letzte Woche bestimmt morgen in seinem Eintrag sprechen) und wir hier vor Ort wieder mehr gemeinsam machen können.

Habe Lust auf ein paar lange Gespräche, gemeinsame Kochsessions & Spaziergänge und einige „Creative Teamworks“ in der WG mit Karteikarten & Whiteboards.

Lasst Euch überraschen, was daraus entstehen wird in den nächsten Wochen! 😊
Ich habe das starke Gefühl tief im Inneren, dass da etwas „auf Euch“ zukommt.

Bis nächste Woche 🤟

Valérie #32 

Mérida (Mexiko) am Mittwoch, 9. März 2022 

 

Ich bin total low energy heute und fühle mich müde, emotional und in mich gekehrt. Habe meine Tage vorhin bekommen und spüre noch den Stress der letzten Woche(n) in mir. 

 

Ich habe mich dafür entschieden, einiges erstmal zu pausieren und noch klarere Prioritäten zu setzen, weil ich in den letzten Wochen einfach auf zu vielen Hochzeiten gleichzeitig tanzen wollte, und das im Endeffekt zu Stress und ‘Lähmung’ geführt.  

 

Wir haben uns ein bisschen an Mérida gewöhnt, haben aber noch nicht so ganz herausgefunden, warum das die schönste Stadt Mexikos sein soll. Ich glaube, wir waren noch nicht an den richtigen Orten...  

 

Unsere Unterkunft ist allerdings sehr schön, sauber, stilvoll eingerichtet, und hat einen Pool.  

 

Gerade wäre eigentlich Kakao Zeremonie Facilitator Training aber wir haben WLAN-Probleme, deshalb kann ich nicht live dabei sein & schaue mir heute Abend einfach das Replay des Zooms an. 

 

Ansonsten finde ich die Hitze ganz schön ermüdend und anstrengend, bin aber dankbar für die viele Sonne, die wir dadurch abbekommen.  

 

Gestern habe ich einen Podcast mit meiner Tante Claudia aufgenommen. War ein spannendes Gespräch! Wir haben über ihre 30-jahrelange Erfahrung mit Polyamorie, den Frauen(kampf)tag und R-CS gesprochen. Hier ist der Link zum Podcast: https://open.spotify.com/episode/4PMAYIN06wdcIKQa1amCrF?si=V_uSMVTqTta2k3sILtAfhg&nd=1 


Anselm #32

Freiburg am Dienstag, 08. März 2022

Time Stacking

„Time Stacking bedeutet, mehrere Dinge zu verbinden, die man sonst getrennt voneinander mit mehr Zeitaufwand machen würde. Also quasi Tetris mit dem Terminkalender spielen. Das habe ich heute auch gemacht, weil ich diesen Blog damit verbinde, dass ich selbst interviewed werde. Und zwar von David, der aktuell bei Johannes wohnt und für das Crowdfunding mit jedem Teammitglied einzeln spricht.
Hier liest DU jetzt einfach seine Fragen samt einer Kurzversion meiner Antwort. Viel Spaß dabei!

Was kommt Dir spontan zum Thema Testimonial in den Kopf?

Dass ich gerne meine Unterstützung und Überzeugung zeigen würde, ohne dass es fake oder übertrieben wirkt. Weil so fühlt es sich überhaupt nicht an!

 

Was ist Deine o4U-Vision?

Einen Raum zu schaffen, indem Menschen sich in ihrer Gänze individuell einbringen können und Ziele verfolgen, die sie wirklich begeistern und erfüllen.

 

Wie hast Du o4U kennengelernt?

Schwierig zu sagen, weil ich ja quasi einer der Gründer bin. Den Namen „o4U“ habe ich bei der Suche nach einem geeigneten Namen für unsere Unternehmung kennengelernt und wie das so oft ist, hat er mich jetzt nicht direkt begeistert. Aber nach und nach eingegrooved und mittlerweile ist er absolut selbstverständlich und akzeptiert, auch wenn es am Anfang nur eine von vielen Ideen war.

 

Welche Gefühle löst o4U in Dir aus?

Positive Aufregung, auf Englisch würde ich es „Excitement“ nennen. Die positive Seite der Ungewissheit, die o4U bis jetzt immer begleitet hat. Denn wenn wir eins wissen, dann dass wir nicht genau wissen, was daraus entstehen wird. Und ich freue mich, es herauszufinden.

 

Wie kann/wird o4U die Welt ein Stück besser machen?

Als kleiner Stein in einem großen Mosaik der neuen Art der Zusammenarbeit, siehe mein letzter Blogbeitrag hier. 😊

 

Wie hat o4U Dich persönlich entwickelt/verändert?

Ich bringe meine positiven Qualitäten mehr zum Vorschein und traue mich, Dinge mehr zu hinterfragen – und den Normen der Gesellschaft nicht immer blind zu folgen, wenn sie mir nicht richtig erscheinen. Insgesamt bin ich deutlich gelassener und selbstbewusster geworden.

 

Wie kann o4U anderen die Möglichkeit geben, sich zu entwickeln?

Als Katalysator für positive Entwicklung, die wahrscheinlich sowieso bei den meisten irgendwann stattfindet. Aber durch o4U passiert das vielleicht früher, schneller, besser und nachhaltiger.

 

Welche Ängste und Zweifel hattest Du zu Beginn in Bezug auf o4U? Wie sieht es mittlerweile damit aus?

Zu Beginn habe ich meine eigenen Ängste und Unsicherheiten auf o4U projiziert (bin ich überhaupt gut genug etc.) und dadurch, dass ich mir selbst mehr vertraue, sind auch diese Ängste zurückgegangen.

 

Wie ist Dein Vertrauen zu/in o4U?

Das ist für mich ein Spiegel von meinem generellen Vertrauen in den Verlauf der Dinge. Ich kann nicht kontrollieren, was passiert und ich freue mich darauf mein Bestes zu geben und herauszufinden, wie die Dinge sich ergeben werden

Johannes #32

Freiburg, am Sonntag, 6. März 2022, 8.26 Uhr

Bei mir wird es heute anders als bei Valérie super kurz:

Anfang der Woche war ich etwas „krank“ (irgendwas gegessen, was ich nicht vertragen habe vermutlich) und hatte daher „Recovery“ zu meinem Job gemacht in den letzten Tagen.

Inzwischen geht es wieder super und daher möchte ich die Zeit viel nutzen, um mit David Zeit zu verbringen, der gerade in Tobi’s Zimmer in der WG wohnt, solange der reisen ist im März.

Und da auch der Bock aufs anstehende Crowdfunding riesig ist (einer der Gründe warum David hier wohnt), werden meine Prios in den kommenden Wochen wohl sehr klar verteilt sein.

Ich freue mich und bin echt schon sehr sehr gespannt. 😊

Valérie #31

La Crucecita (Mexiko) am Mittwoch, 2. März 2022

Heute könnte ich gefühlt ein Buch schrieben, über all die Themen die ich ‘mitgebracht’ habe... Mal schauen, wie viel ich davon wirklich aufschreiben kann und will, denn es ist schon 19 Uhr und wir wollen noch ein bisschen packen (morgen geht’s nach Mérida), Yin Yoga machen und nicht allzu spät ins Bett gehen.

Ich möchte mit meinem Highlight des Tages beginnen: ich habe heute einen Intensivkurs beziehungsweise ein ‘Training’ angefangen. Und zwaaaaar - drum rooooolll - ein Kakao-Zeremonie Facilitator Training (basically um mich mehr mit Mama Kakao und ihrer herzöffnenden Medizin zu verbinden und mein Wissen über ‘space halten’ in Zeremonien zu vertiefen). Das Ganze geht 2 Monate lang & wird von einem der schönsten Menschen ever geleitet und begleitet: Laura (auf Insta zu finden unter @kakaozauber).

Die Zeremonie zum Neumond heute war wunderschön und ich kann nächste Woche kaum abwarten, weil ich mich so auf mehr freue! Meine Intention für das Training ist, mich wieder mehr mit meinem Herzen zu verbinden, und mehr Raum für meine Intuition und Ruhe zu schaffen. Das ist in den letzten zwei Jahre Stück für Stück immer weniger geworden. Unter anderem, weil ich eine sehr heavy Phase (“Dark Night of the  Soul”) durchgemacht habe, und weil ich einige Routinen habe schleifen lasse, und weil ich wenig Kontakt mit ein paar “key” Menschen in meinem Leben hatte, die mich immer sofort näher zu mir selbst bringen, wenn ich mit ihnen zusammen bin oder mit ihnen spreche.

Ich spüre in letzter Zeit generell ein großes Verlangen, wieder mehr schamanische und spirituelle Sphären zu erleben und erkunden. Deshalb habe ich auch wieder angefangen, das Material von meinem Schamanen aus Hawaii zu ‘studieren’ und zu wiederholen. Ich brauche gerade viel Begleitung, Unterstützung und weisen Input, um mich an meine eigene Kraft und Weisheit zu erinnern... Um meine innere Stimme wieder mehr wahrzunehmen. 

Was ich mir im Zuge dessen vorgenommen habe, ist eine Journal-Übung, die ich eine Zeitlang jeden Morgen gemacht habe, wieder einzuführen: “What’s my message for the day?” Und dann alles aufschreiben, was hochkommt. Das ist eine potente Übung! Bei mir kam da früher immer echt viel bei rum! 

Allerding wird alles langsam auch ein bisschen viel. Ich passe sehr darauf auf, was meine Prios sind, um mich nicht zu übernehmen... o4U, Schamanismus Kurs wiederholen, Optimize Coach Programm machen, Kakao Zeremonie Facilitator Training, reisen und ständig neu eingewöhnen (spannender fact: umziehen zählt zu einem der stressvollsten Erlebnisse, die wir durchmachen können... Beziehungsweise ich weiß nicht, wie sehr das ein Fact ist, aber ein befreundeter Arzt von mir hat mir das mal gesagt haha), jeden Tag kochen, einkaufen und Sport / Yoga machen, Zeit mit Malte verbringen & Freund*innen und Familie anrufen, Zeit am Strand verbringen und präsent in der fremden Kultur sein. It’s a lot sometimes.

Ui gerade ist mir noch ein anderes Highlight eingefallen, und zwar das der letzten Woche: Maltes Bruder Jonas und seine Freundin Ramona waren uns ein paar Mal besuchen und das war richtig schön. Es tat gut mal wieder mehr Kontakt mit anderen Menschen in Person zu haben und sich auszutauschen, gemeinsam zu essen usw. auch wenn ich vor dem Kennenlernen echt aufgeregt war!

Bevor ich meinen heutigen Blog-Post angefangen habe, habe ich kurz in Ansis letzten Post gespickelt (das Bild war einfach zu ansprechend lol) … Und ja oh man, I feel him! Ich glaube arg viel mehr brauche ich zur Ukraine Krise nicht sagen. Schockierend. Beängstigend. Surreal. Abartig..

Uff, ja was kann ich noch sagen, nach so einem Thema? Eigentlich gerade nichts mehr, um ehrlich zu sein.

Ich will nur noch ein paar Empfehlungen & Einladungen aussprechen und dann war’s das von mir für heute:

-        1) Monday Meditation 18 Uhr (bis ca 18.30 / 19 Uhr): Ich biete die nächsten 3 Montage (+ eventuell danach jeden Montag) im Rahmen von o4U eine Meditation an. Ihr seid alle herzlich eingeladen (ist kostenlos & ihr braucht nichts vorzubereiten). Wenn jmd. mehr Infos oder den Zoom Link möchte (ist der gleiche Link, den wir für alle o4U Zooms benutzen), gerne bei mir melden (valerie.frick@web.de).

-       2) Meine absolute neue Lieblings-Podcast-Episode: https://open.spotify.com/episode/3p0oKfqp8J47ECMU0SKRxN?si=14715d71e7dd4837 Francis Weller (Mark Groves Gast in dieser Episode) hat mein Herz sofort geöffnet, als er angefangen hat zu reden. Ich habe so viel Weisheit und Wärme von ihm gespürt und die Folge hat mich zutiefst berührt! Can’t recommend enough! 😊

Anselm #31

Freiburg am Dienstag, 01. März 2022


Vor ein paar Tagen habe ich die Tagesthemen geschaut und als über den Ukraine-Krieg berichtet wurde, habe ich ein richtiges körperliches Unwohlsein in meinem Bauch gespürt. Auch Stunden danach hat es mich noch beschäftigt und ich habe vor allem überlegt, warum genau das mich so trifft. Und ich habe mich gefragt, was ich machen kann. Wie ich etwas dazu beitragen kann, dass das Ganze besser wird. Und die Antwort auf beide Fragen ging in eine ähnliche Richtung. Mir kam immer wieder die Antwort, dass ich durch o4U als evolutionäre Organisation helfe. Dass meine (unsere) Aufgabe ist, zu zeigen, dass es auch andere, neue, bessere Wege der Zusammenarbeit gibt, die wenigere Raum für Krisen und Unglück auf Mikro- und Makro-Ebene lassen.

Denn was mich am meisten schockiert hat, war, dass Putin, scheinbar legitimiert durch Wahlen, Diplomatie etc. schalten und walten kann wie er will, während sich die restlichen Staatschefs erst mit ihren Ministern besprechen müssen, die sich davor noch mit ihren Beratern besprechen müssen, bevor dann nach viel zu langer Zeit rauskommt, dass praktisch nichts passiert, weil es ja dann doch zu jeder Sanktion einen Nachteil gibt, den man lieber nochmal abwägen sollte.

 Da stimmt doch was mit dem System nicht. Der eine macht, was er will und die anderen quetschen sich durch einen Entscheidungsengpass nach dem anderen. Und genau daraus resultiert bei mir das Gefühl, dass es grundlegende Veränderung braucht.
Denn auf so vielen Ebenen verhindern wir Probleme nicht, sondern schieben sie nur immer weiter auf (oder ignorieren sie, weil sie nicht vor unserer Haustür passieren). Und so türmen sich Klimawandel, gesellschaftliche und politische Probleme immer weiter auf und das Schlimmste ist, dass ein Großteil davon eigentlich zu verhindern wäre. Und deswegen habe ich das Gefühl, etwas verändern zu wollen.

Das hört sich jetzt vielleicht an, als würde ich im Captain-America-Style mit o4U-Schild auf die Jagd nach dem Bösen gehen. Das wäre vielleicht übertrieben, auch wenn es sicher lustig aussähe. Ich will als Mensch und als Teil von o4U, das wiederum nur ein ganz kleines Teil in einem großen Mosaik ist, etwas Positives bewirken. Mich trauen, das zu tun, was sich richtig anfühlt, Verantwortung übernehmen und anderen helfen, das Gleiche zu tun. Weil wenn sich alle verstecken, dann bleibt am Ende wenig übrig. Wer kein Teil der Lösung ist, der ist ein Teil des Problems und ich bevorzuge ersteres – egal in welcher Hinsicht.


Valérie #28

La Crucecita (Mexiko), Mittwoch, 09. Februar 2022

 

Da ich die letzten zwei Wochen nicht dazu kam / vergessen habe, meinen Blog-Post zu schreiben, hier nun eine kleine Recap der letzten Tage/Wochen:

 

Nach einem halben Jahr in Ecuador mussten wir das Land verlassen, weil unser 2tes Touri-Visum rum war & wir nicht so leicht ein weiteres Visum bekommen hätten. Richtig schade! Ich wäre gerne noch länger in Ecuador geblieben... Ich habe mich sehr in das Land verliebt!

 

Also sind wir am 27.1 nach Mexiko geflogen. Dummerweise haben wir uns Corona eingefangen (wahrscheinlich in der PCR Test-Station in Quito) und Malte lag ein Tag nach unserer Ankunft flach. Ich dann einen Tag später.

 

Ich habe mir Corona echt anders vorgestellt… Ich dachte, ich würde Husten + Schnupfen bekommen, aber wir hatten stattdessen insane Glieder- und Kopfschmerzen, Fieber und ständige Müdigkeit. Die meisten Symptome waren ca. 2 Tage später wieder weg, aber müde bin ich immer noch. Alles fällt mir noch richtig schwer, mein Gehirn funktioniert nicht wirklich und ich fühle mich einfach 24/7 schwach und träge. Die Hitze in Mexiko macht das Ganze nicht wirklich besser. Aber immerhin geht’s uns Tag für Tag besser!

 

Ich merke sogar, wie schwer es mir gerade fällt, diesen Text hier zu schreiben. Mein Kopf ist einfach voll benebelt und schwer… Nervig!

 

Ich habe dadurch total das Gefühl, voll hinterher zu sein, was zu verpassen, nicht gut genug zu sein. Optimize läuft weiter, Projekte bei o4U stehen an, meine Morgen- und Abendroutine wollen mal wieder gelebt werden, usw. Das Ganze testet wirklich meine Geduld und irgendwie auch meine Selbstliebe. Kann ich mir erlauben, langsam zu machen? Kann ich mich lieben, auch wenn ich nicht produktiv und aktiv bin? Kann ich Verständnis für mich selbst und meine Situation haben? Habe ich genug Vertrauen, um zu wissen, dass ich nichts verpasse nur weil ich mal 2-3 Wochen außen vor bin, oder selbst wenn ich was verpasse, dass das auch nicht schlimm ist?

 

Mein Highlight diese Woche war unser FLINTA* Circle. Heute waren wir eine kleine Gruppe, und wir hatten ein richtig schönes Gespräch.

 

Okay mein Kopf will und kann nicht mehr, deshalb sage ich Tschüss für heute J

 

PS: Meine absolute Lieblings-Sendung momentan, die mich durch Corona getragen hat (lol), ist Streetphilosophy mit Ronja von Rönne von Arte. Sehr empfehlenswert! Die Folgen sind immer 25-30 Minuten lang + einfach schön gemacht!

Johannes #31

Freiburg, am Sonntag, 27. Februar 2022, 8.58 Uhr

In den letzten Tagen ist es mir gleich mehrfach passiert, dass sich ein aktuelles „Problem“ (= eine Herausforderung im Kontext o4U) plötzlich in Luft aufgelöst hat.

Plötzlich war einfach die Lösung da und ich „musste“ sie auch nur noch niederschreiben. Einfach so, ohne intensives Überlegen, ohne stundenlanges Grübeln, ohne hitzigen Austausch mit anderen. Einfach da.

Warum das passiert?
Meine (ganz persönliche) Meinung: Weil ich es nicht verhindere.

Weil ich mir die Zeit nehmen, meinem Gehirn den Raum zu geben, alle täglichen Informationen auch wirklich zu verarbeiten. Weil ich mich nicht ständig voll lade mit „unnötigen“ Fakten, News, etc. Weil ich nur die Dinge an mein Bewusstsein heranlasse, die ich auch wirklich verarbeiten möchte.

Und gerade fühlt es sich hervorragend an, nicht nur kognitiv zu verstehen, welchen positiven Effekt das hat, sondern es auch zu spüren und (zumindest teilweise) darauf zurückführen zu können.

Für ähnliche Probleme hätte ich früher Stunden gebraucht, um sie zu lösen. Und wäre vermutlich nicht annähernd auf so gute, kreative Lösungen gekommen.
Jetzt passiert ist (zumindest ab und zu) in wenigen Minuten.

Meine Lehre für heute (und als Erinnerung für die Zukunft):
Gerade in schwierigen Zeiten (!) sich den Raum nehmen, abzuschalten, Pausen und Spaziergänge zu machen und geduldig zu sein.

Es lohnt sich. 😊

Anselm #30

Freiburg am Dienstag, 22. Februar 2022

Was wären meine N°1-Tipps an mein fünf Jahre jüngeres Ich?

Ich habe mir gerade gedacht, dass das ein ganz lustiger Aufhänger für den heutigen Blogbeitrag sein könnte.
Bevor ich aber auf meine Gedanken zur Frage eingehe, die Herausforderung an Dich: Was würdest DU Deinem zwei, fünf oder zehn Jahre jüngerem „Du“ mit auf den Weg geben. Welche Dinge kommen Dir in den Sinn?

Bei mir sind es vor allem zwei Punkte. Vertrauen und Spaß (bzw. Freude).
Vertrauen auf die Dinge und mich selbst. Vertrauen auf das, was sich für mich richtig anfühlt. Vertrauen, das sowieso alles so kommt wie es kommt und ich die Dinge sowieso nicht kontrollieren kann. Früher habe ich aus meiner jetzigen Perspektive zu oft gedacht, alles im Griff haben zu müssen und noch dazu unrealistisch hohe Erwartungen an mich und mein Leben.

Und das bringt mich zu meinem zweiten Punkt. Denn wenn sowieso alles so kommt wie es kommt, muss ich dabei nicht verkrampfen, sondern kann auch einfach Spaß daran haben, zu schauen, wie es sich so entwickelt. Mittlerweile bin ich der Ansicht, dass das eine Entscheidung ist. Jede*r kann selbst entscheiden, ob er oder sie schlecht gelaunt und angespannt ist, weil noch nicht klar ist, was morgen oder übermorgen oder in einem Jahr passiert und wie sich die Dinge entwickeln. Es liegt aber auch innerhalb unserer Kontrolle, das Ganze als lustiges Abenteuer voller Überraschungen zu sehen und uns darauf zu freuen, herauszufinden, was als nächstes passiert.

Meine persönliche Meinung: Viele nehmen nicht war, dass sie diese Entscheidung treffen können oder wollen es nicht wahrhaben. Denn wenn ich einsehe, dass es in meiner Hand liegt wie es mir geht (indem ich auf die Dinge reagiere), dann habe ich auch mehr Verantwortung. Und das kann unangenehm sein. Zumindest im ersten Moment. Vielleicht auch noch im zweiten oder dritten, aber mittlerweile kann ich voller Überzeugung sagen, dass es auf Dauer deutlich mehr Spaß macht, die Kontrolle über alle äußeren Dinge abzugeben (oder einzusehen, dass man sie nie hatte) und sich dafür mehr um sich selbst zu kümmern und wie man mit diesen äußeren Dingen umgeht.

Das bedeutet nicht, dass mir alles egal ist und ich nur untätig herumsitze – im Gegenteil. Ich versuche immer, mit aller Energie richtig zu handeln UND ich weiß, dass ich nicht kontrollieren kann wie es letztendlich wird UND ich habe Spaß dabei herauszufinden, was denn dann passiert.

Genug von mir selbst und noch eine Frage zum Abschluss:
Was glaubst Du, würde Dir dein zukünftiges Ich dir mit auf den Weg geben, wenn es Dich jetzt gerade sehen würde?

Und mit dieser wunderbaren Abschlussfrage wünsche ich eine wunderbare Woche!

Johannes #30

Freiburg, am Sonntag, 20Februar 20228.48 Uhr

Puh, das war eine interessante Woche.

Seit Ewigkeiten hatte ich nicht mehr so viel Zeit. Bzw. genau genommen hatte ich natürlich jede Woche gleich viel Zeit, nur gab es diesmal fast keine Prioritäten die „wichtig & dringend“ waren und so scheinbar die Zeit weniger werden lassen.

Die Konsequenz?

Viel investierte Zeit für Dinge, die zwar enorme wichtig sind, aber „leider“ nie dringend und daher oft hinten runterfallen. Zum Beispiel folgende Sachen:

-          Aufräumen und Neu-Strukturierung des Schreibtischs/ Büros

-          Wiederholen alter Karteikarten (auf denen wahnsinnig viele gute Ideen zu finden sind)

-          Aneignen neuer kleiner Gewohnheiten (zB. tägliche Visualisierung)

All die Dinge (und natürlich noch viele mehr) bin ich diese Woche angegangen.
Und tatsächlich fühle ich mich jetzt super gewappnet für die nächsten Wochen, Monate und Jahre.
Egal wie viele „wichtig & dringenden“ Dinge auch kommen mögen, wenn die flexiblen Systeme so funktionieren, wie ich es mir gerade vorstelle, dann kann im Grunde alles kommen, ohne dass es mich überfordert.

Was mich noch zu einem letzten Gedanken führt:
Leute erzählen mir oft, dass sie bewundern, wie produktiv ich bin und wie viele Dinge ich gleichzeitig auf die Reihe bekomme. Oft bezieht sich das auf Sachen von der „Arbeit“ (wenn man das überhaupt so nennen kann
😁).

Worauf ich in solchen Momenten allerdings am meisten stolz bin, ist gerade nicht das. Sondern der Fakt, dass es nicht zulasten meines Schlafs, meiner Bewegung oder meiner Ernährung passiert, was mich langfristig auch in Sachen Produktivität wieder einholen würde.

Auch an den Tagen (bzw. gerade an den Tagen!) an denen es vermeintlich am stressigsten ist, werde ich meine 8-10 Stunden im Bett sein, 30 Minuten Meditieren und Yoga machen.

Und da es in den vergangenen Monaten (soweit ich gerade weiß) keinen Tag gab, an dem ich das verpasst habe, kann ich mir auch nicht vorstellen, dass es in Zukunft passieren wird.
Ein Ausrutscher kann natürlich immer passieren. Aber eines meiner Lieblings-Mottos von Optimize zum Thema habits/Gewohnheiten besagt Folgendes:

„Never miss a day! But if you do miss a day, don’t miss twice.“

Und genau das ist der Schlüssel für die Sachen, die man dann „nach außen hin“ wahrnimmt und auf die mich andere ansprechen.

Fundamentals for the win. 😊

Valérie #29

La Crucecita (Mexiko), Mittwoch, 16. Februar 2022 

Gerade, während ich mir Gedanken darüber mache, wovon ich heute erzählen möchte, liege ich in der Hängematte in unserer Draußen-Küche und spüre nochmal in den heutigen Tag und die letzte Woche hinein…

So viel passiert momentan – vor allem innerlich in mir – dass ich gar nicht weiß, wo ich anfangen soll, bzw. was davon ich erzählen möchte…

Auf der einen Seite genieße ich Mexiko und vor allem das Meer. Auf der anderen Seite versuche ich einen Rhythmus zu finden, der es mir erlaubt, aktiv bei o4U dabei zu sein und gleichzeitig nicht für Überforderung sorgt. Außerdem sind wir immer noch im Recovery-Modus nach Covid (die Hitze hier macht das nicht unbedingt einfacher), und versuchen bei Optimize wieder einzusteigen & mitzukommen. Dazu kommen etliche Zukunfts-Gedanken, vielleicht sogar Sorgen und Ängste: Wie geht’s weiter? Was kommt nach Mexiko? Will ich nochmal studieren? Oder lieber eine Ausbildung, ein Volontariat oder ein Praktikum machen? Oder lieber gleich all-in bei o4U gehen und diese ‚Welle reiten‘? In welches Land oder in welche Stadt will ich überhaupt? Und wohin will Malte? Können wir einen gemeinsamen Nenner finden? Was, wenn ich, sobald ich zurück in Europa bin, sofort wieder weg will?

Gestern hatte ich richtig Kopfschmerzen vor lauter Fragen und „was wäre, wenn“ Gedanken, dass ich auf einen Satz zurückgekommen bin, der mir früher schon mal sehr geholfen hat: „Die Frage leben!“ (& ich glaube, dass ich’s da neulich auch mit Ansi von hatte…)

Die Frage leben… Im Endeffekt bedeutet das für mich, immer wieder zurück zu rudern, wenn ich krampfhaft nach Antworten und Lösungen suche. Darauf vertrauen, dass allein die Frage (ganz ohne Antworten + Lösungen) schon eine neue Ausrichtung mit sich bringt, auch wenn die Veränderung minimal ist. Zu wissen, dass das Universum (oder Gott, oder wer/was auch immer), mir die Antworten irgendwie, vielleicht ganz unbemerkt schon zeigen wird. Dass ich, wenn ich achtsam bleibe, früh genug spüren werde, was sich richtig anfühlt (und was nicht).

 Ich habe das Gefühl, ich könnte das noch viel besser, schöner und ausführlicher erklären, aber ich merke, wie müde ich heute schon wieder bin nach einem langen Tag, vielen Zooms und Gesprächen, und der Hitze. Ich hoffe, ihr fühlt, was ich mit dem Satz „Die Frage leben“ ausdrücken will.

 Wir machen gleich Abendessen, schauen uns den Sonnenuntergang an und dann geht’s bald ins Bett.

Anselm #29

Freiburg am Dienstag, 08. Februar 2022


Was genau wir bei o4U eigentlich machen, ist (besonders Außenstehenden) nicht sehr leicht zu erklären. Am Anfang waren es halt Blogartikel und Videos. Zumindest von außen war das leichter einzuordnen, als wenn wir jetzt sagen: „Wir wollen eine Organisation aufbauen.“ (oder sowas in der Art). Eine Organisation für was denn? Wollt ihr was verkaufen oder erreichen oder was ist genau euer Ziel?

Die meisten Leute wollen nämlich immer gleich das „Was“ wissen. Würden wir Regenschirme verkaufen oder Kühlschränke reparieren wäre das schnell geklärt. Das ist allerdings nicht der Fall. Um o4U zu verstehen ist es wichtiger mit dem „Warum“ und dem „Wie“ anzufangen. Denn das steht im Zentrum und nachdem diese beiden geklärt sind, ist das „Was“ fast schon egal.

Für unser „Warum“ haben wir vor ein paar Monaten mal ein paar Sätze erarbeitet, die den Nagel auf den Kopf treffen.


„Wir vertrauen darauf, dass alle Menschen im Kern gutherzig, vollkommen und vertrauenswürdig sind. 
 Wir wollen einen gemeinsamen Raum kreieren, in dem Menschen sich gegenseitig unterstützen, als Individuum aufzublühen und sich (in ihrer Einzigartigkeit) in/für die Gemeinschaft einzubringen.“
 – o4U


Aus unserem Menschenbild ergibt sich unsere Mission – unser Warum.

Jetzt zum „Wie“. Dafür habe ich in einem Buch, was ich aktuell lese, ein schönes Bild. Die meisten Organisationen und Unternehmen sind wie Ampeln aufgebaut. Der ganze Verkehr wird von oben herab geregelt und die einfachen Verkehrsteilnehmer haben keine Ahnung warum sie wann grün oder rot haben. Das Ganze funktioniert zwar, aber optimal ist es nicht – denn um die Ampelschaltung zu perfektionieren, müsste man den Verkehr durchrechnen und das ist schlichtweg unmöglich. Es gibt zwar Tendenzen und Wahrscheinlichkeiten, aber richtig und falsch eben nicht. Deswegen stehe ich manchmal an der roten Ampel, obwohl weit und breit kein anderes Auto zu sehen ist. Denn mir als normalem Verkehrsteilnehmer wird durch die Ampel unterstellt, dass ich selbst nicht in der Lage wäre, richtig zu handeln und deswegen nimmt mir die Ampel diese Verantwortung ab.

Das stimmt aber nicht mit dem ersten Satz von unserem „Warum“ überein – und deswegen wollen wir keine Ampeln bauen, sondern Kreisverkehre. Diese regeln zwar den Verkehr, aber ohne den Menschen das Denken abzunehmen. Der Kreisverkehr ist eine Struktur, in der der komplexe Straßenverkehr sich selbst regeln kann und die Verantwortung gleichmäßig verteilt ist. Das Ganze kostet auch deutlich weniger Geld, ist billiger instand zu halten, funktioniert bei viel und wenig Verkehr gleichermaßen und ist nicht sehr anfällig für Stromausfälle.

Auf Unternehmen und Organisationen übertragen heißt das: Fast alle kämpfen heutzutage mit Unzufriedenheit. Auch wenn der Umsatz oft stimmt, hadern viele mit der Menge an Bürokratie, langen Entscheidungs- und Prozessketten, die man sowieso nicht durchblickt und wo am Ende meistens eine Person entscheidet. Das liegt daran, dass der klassische Unternehmensaufbau schon ziemlich alt ist und sich die restliche Welt rasend schnell weiterentwickelt hat und die Komplexität der Organisation meist weit voraus ist.

Wir wollen versuchen, Kreisverkehre zu bauen. Möglichst viel Verantwortung verteilen und Strukturen schaffen, die nicht starr sind, sondern möglichst flexibel, sodass wir schnell reagieren und handeln können. Konkret heißt das sowas wie, dass jede*r ihr/sein Gehalt selbst festlegt, sich selbst managed und für das Unternehmen Investitionen in jeglicher Höhe treffen kann. Denn wir gehen ja davon aus, dass alle imkern gut sind und wollen ihnen die Möglichkeit bieten, sich einzubringen.

Und damit sind wir beim „Was“ angekommen und da gibt es eben nicht nur eins, sondern ganz viele, die bei allen unterschiedlich sind. Bei mir wäre es zum Beispiel genau diese Strukturen zu schaffen, dass andere sich einbringen können (Onboarding), eine Fußballschule aufzubauen und Workshops an Schulen abzuhalten. Das ist MEIN „Was“ und nicht das von o4U.

Und um o4U zu verstehen, sind „Warum“ und „Wie“ deutlich wichtiger.

Bis nächste Woche (in der ich mich kürzer halten werde)! 😉

 

 

Johannes #29

Freiburg, am Sonntag, 13. Februar 2022, 9.07 Uhr

Vor ein paar Tagen lag ich bei starkem Wind unten auf „meiner“ Bank an der Dreisam, um meinen täglichen Nap zu machen (der, wenn es nicht gerade regnet oder super kalt ist, fast immer draußen stattfindet).

Da es (zumindest von meinem Gefühl her) bei starkem Wind unter Bäumen nicht ganz ungefährlich ist, habe ich mir angewöhnt, immer nach oben zu schauen, wenn mal wieder eine Böe aufzieht (spürt und hört man ja zum Glück schon vorher). Bis jetzt ist noch was passiert, kein Ast – zumindest kein großer – heruntergestürzt, aber ich wäre jedenfalls bereit gewesen, wenn es doch passiert wäre. 😁

Nun ja…

Tatsächlich habe ich dieses Mal den Gedanken bei mir beobachtet, dass o4U inzwischen selbst dann nicht mehr aufzuhalten wäre, wenn ich jetzt von einem großen Ast für immer ausgeknockt werden würde (muss natürlich trotzdem nicht sein 😁).

In der Vergangenheit hatte ich schon öfter die Frage im Kopf, was mit o4U passieren würde, wenn ich plötzlich weg wäre oder für eine lange Zeit außer Gefecht (super Wortwendung mal wieder, die sich da in unseren Sprachgebrauch „eingeschlichen“ hat). Und mir kam auch schon öfter der Gedanke, dass die Vision/Mission auch ohne mich fortgesetzt werden würde.

Was allerdings das Besondere war dieses Mal: Ich habe es wirklich geglaubt!

Zuvor war es immer eher ein Wunsch, dass die Bewegung o4U bereits von mir unabhängig ist und ich hätte nicht mit voller Überzeugung sagen können, dass es sie wirklich so weiter geben würde. Ich hätte auch nicht das Gegenteil behauptet, aber jedenfalls wäre jegliche Aussage in der Hinsicht mit Zweifeln und Unsicherheiten belegt gewesen.

Diesmal nicht.

Es hat sich einfach und richtig angefühlt. Und auch mit ein paar Tagen Abstand würde ich den Gedanken noch genauso unterschreiben (nochmal: muss nicht passieren 😁 – geht nur um den Teil, dass es ohne mich weitergehen würde).

Warum?
Keine Ahnung, wenn ich ehrlich bin. Aber ich kann spekulieren…

Mein Gefühl ist, dass in den letzten Wochen zum ersten Mal wirklich mehrere andere Leute voll nach vorne „gesteppt“ sind und wirklich 100%ige Verantwortung übernommen haben. Dass nicht mehr erwartet wird, dass ich die Entscheidungen für andere / o4U treffe, sondern dass viele selbstbestimmt vorangehen und die Probleme & Chancen zu ihrem Eigen machen.
Egal, ob man es „Commitment“, 100% Verantwortung oder Identifikation nennt. Es hat sich etwas getan in den letzten Wochen und ich bin froh, dass sich o4U immer weiter von mir als Person löst und eine Eigendynamik entwickelt, die nicht aufzuhalten ist.

Soo…

Jetzt setze ich mich wieder an mein Journal und denke weiter darüber nach, wie ich mich selbst möglichst gut überflüssig machen kann. 😊
In allen Belangen…

Weil erst, wenn es mich wirklich nicht mehr „braucht“, kann ich wirklich meinen größten Wert in o4U einbringen. Erst dann „kann“ ich eine bewusste, proaktive Entscheidung dazu treffen, wo meine Qualitäten am besten in den Gesamtkontext investiert sind. Win-Win.
Desperation als Antrieb gestrichen, Inspiration als Antrieb verbleibt.
😍

 

Valérie #28

La Crucecita (Mexiko), Mittwoch, 09. Februar 2022

 

Da ich die letzten zwei Wochen nicht dazu kam / vergessen habe, meinen Blog-Post zu schreiben, hier nun eine kleine Recap der letzten Tage/Wochen:

 

Nach einem halben Jahr in Ecuador mussten wir das Land verlassen, weil unser 2tes Touri-Visum rum war & wir nicht so leicht ein weiteres Visum bekommen hätten. Richtig schade! Ich wäre gerne noch länger in Ecuador geblieben... Ich habe mich sehr in das Land verliebt!

 

Also sind wir am 27.1 nach Mexiko geflogen. Dummerweise haben wir uns Corona eingefangen (wahrscheinlich in der PCR Test-Station in Quito) und Malte lag ein Tag nach unserer Ankunft flach. Ich dann einen Tag später.

 

Ich habe mir Corona echt anders vorgestellt… Ich dachte, ich würde Husten + Schnupfen bekommen, aber wir hatten stattdessen insane Glieder- und Kopfschmerzen, Fieber und ständige Müdigkeit. Die meisten Symptome waren ca. 2 Tage später wieder weg, aber müde bin ich immer noch. Alles fällt mir noch richtig schwer, mein Gehirn funktioniert nicht wirklich und ich fühle mich einfach 24/7 schwach und träge. Die Hitze in Mexiko macht das Ganze nicht wirklich besser. Aber immerhin geht’s uns Tag für Tag besser!

 

Ich merke sogar, wie schwer es mir gerade fällt, diesen Text hier zu schreiben. Mein Kopf ist einfach voll benebelt und schwer… Nervig!

 

Ich habe dadurch total das Gefühl, voll hinterher zu sein, was zu verpassen, nicht gut genug zu sein. Optimize läuft weiter, Projekte bei o4U stehen an, meine Morgen- und Abendroutine wollen mal wieder gelebt werden, usw. Das Ganze testet wirklich meine Geduld und irgendwie auch meine Selbstliebe. Kann ich mir erlauben, langsam zu machen? Kann ich mich lieben, auch wenn ich nicht produktiv und aktiv bin? Kann ich Verständnis für mich selbst und meine Situation haben? Habe ich genug Vertrauen, um zu wissen, dass ich nichts verpasse: nur weil ich mal 2-3 Wochen außen vor bin, oder selbst: wenn ich was verpasse, dass das auch nicht schlimm ist?

 

Mein Highlight diese Woche war unser FLINTA* Circle. Heute waren wir eine kleine Gruppe, und wir hatten ein richtig schönes Gespräch.

 

Okay mein Kopf will und kann nicht mehr, deshalb sage ich Tschüss für heute J

 

PS: Meine absolute Lieblings-Sendung momentan, die mich durch Corona getragen hat (lol), ist Streetphilosophy mit Ronja von Rönne von Arte. Sehr empfehlenswert! Die Folgen sind immer 25-30 Minuten lang + einfach schön gemacht!

 

Anselm #28

Freiburg am Dienstag, 08. Februar 2022

Mein Blog wird immer professioneller. 😊 Letztes Mal habe ich sogar mit einem waschechten Cliffhanger aufgehört. Die Auflösung gibt es heute:

Ich hatte von einer Glaskugel geschrieben, die in tausend Stücke zerspringt und damit unsere Gesundheit gemeint. Denn in einem Podcast, den ich gehört habe, wurde über ein Modell gesprochen, das ich sehr inspirierend fand. Bevor Du gleich versuchst, den Fehler im Modell zu finden, ein Zitat aus einem Buch, das mich sehr angesprochen hat:

„Alle Modelle sind falsch. Manche sind hilfreich“ – Aaron Dignan / Brave new Work

Das Glaskugelmodell geht davon aus, dass wir alle drei Kugeln haben. Eine steht für unsere Gesundheit, eine für unsere zwischenmenschlichen Beziehungen und Familie und die dritte stellt unser berufliches Leben, unsere Arbeit dar. Wir alle versuchen, sie möglichst groß zu bekommen und trotzdem alle zu balancieren und keine Kugel fallenzulassen. Wenn ich nur noch am Arbeiten bin, geht das auf Kosten meiner Gesundheit und Familie. Wenn ich nur in der Sauna liege, schlafe und esse, dann bleiben Familie und Beruf auf der Strecke (außer ich bin ein professioneller Saunatester).

Der entscheidende Punkt ist aber, woraus die Kugeln sind. Die „Arbeitskugel“ ist aus Gummi. Einmal fallengelassen geht sie nicht kaputt, sondern springt vielleicht sogar direkt wieder hoch, sodass man sich nicht mal bücken muss, um sie aufzuheben. Natürlich will man sie nicht verlieren, aber das ist trotzdem kein Weltuntergang, solange man sie nicht zu weit weg wirft.

Die „Beziehungskugel“ ist ziemlich massiv und schwer – aus Stein oder Keramik. Es ist nicht ganz leicht, sie dauernd zu tragen. Aber herunterfallen sollte sie nicht allzu oft, denn erstens ist das Aufheben eher stressig, zweitens können nach und nach Teile abbrechen und drittens kann es sein, dass sie irgendwann ganz kaputt geht. Reparieren ist nicht ganz leicht, funktioniert aber bis zu einem gewissen Punkt noch ganz gut.

Die dritte, unsere „Gesundheitskugel“ ist aus Glas und hier gilt besondere Vorsicht. Ein, zwei Stürze und wenn man Glück hat, gibt es nur ein paar kleinere Risse und Kratzer. Aber irgendwann wird sie instabil und dann reicht eine kleine Erschütterung aus und das Ding zerspringt in tausend Stücke, was eher ungünstig wäre, weil eine Reparatur nicht mehr möglich ist.

Die Moral von der Geschichte? Jonglieren will gelernt sein. Spaß beiseite – ich will niemandem was vorschreiben, sondern wollte einfach eine Geschichte teilen, die mir selbst hilft. Was Du damit machst ist dann Deine Sache und ich wünsche viel Spaß dabei. Bis nächste Woche.

 

Johannes #28

Freiburg, am Sonntag, 6. Februar 2022, 12.39 Uhr

Heute super fix. 😊
(Kann es sein, dass ich das zurzeit öfter schreibe und es dann trotzdem meist ziemlich „normal lang“ wird?
😁)

Nun ja. Diesmal wirklich. Denn das Mittagessen wartet und um 13.30 Uhr ist ein Call angesetzt zum Thema Crowdfunding.

Und genau das ist auch das, was mir heute am meisten auf dem Herzen liegt.
Die Motivation ist zurück!

Nachdem es ja vor Weihnachten nicht mehr geklappt hat mit dem Crowdfunding, hat sich bei mir die Motivation das Ganze federführend durchzuführen deutlich verringert. Vermutlich auch weil ich das Gewühl hatte, dass nicht alle aus dem Team wirklich dahinter stehen und daher viel an mir „hängen geblieben“ wäre.

In den letzten 1-2 Wochen hat sich das aber deutlich gedreht. Die Motivation aus dem Team ist inzwischen vorhanden, endlich damit loszulegen und mit David ist vor Kurzem jemand zu o4U gestoßen, der a) bereits Erfahrungen als Crowdfunder hat und b) Bock hat unser Crowdfunding als Hauptverantwortlicher voranzutreiben.

Als kleine Einführung zum aktuellen Stand waren wir gestern an der Dreisam spazieren. Und tada. Ein inspirierendes Gespräch später habe ich wieder riesig Lust drauf und bin sehr gespannt, was die nächsten 4-6 Wochen bringen. 😊

 

Anselm #27

Freiburg am Dienstag, 01. Februar 2022

Da habe ich gestern noch ein nettes Gespräch über den Tagebuch-Blog geführt und heute hätte ich es doch fast vergessen, meinen Eintrag zu schreiben. Aber keine Angst @Rasmus: Ich werde Dich nicht enttäuschen. 😉

In dem Gespräch ging es nicht nur um diesen Blog, sondern auch um das Thema Pausen, was besonders in der heutigen Welt eine (meiner Meinung nach) sehr wichtige Sache ist. Denn was immer wieder in den verschiedensten Kontexten vergessen wird: Entwicklung findet nicht während der Belastung statt, sondern in den Pausen dazwischen. Zum Beispiel bei Muskelwachstum haben die meisten es verstanden. Ich (über)fordere meine Muskeln gezielt, zum Beispiel durch ein Sprinttraining. Am Ende des Trainings sind meine Muskeln nicht stärker als davor, sondern schwächer bzw. ausgepowerter. Die Magie passiert danach, vor allem während der nächsten Nacht. Unser Körper überkompensiert und beim nächsten haben wir mehr Kraft als davor.

Das Gleiche gilt aber nicht nur für Muskeln, sondern auch für Koordination oder kognitive Aufgaben. Immer, wenn wir nach der Belastung runterfahren, fängt unser Körper (und Hirn) an zu verarbeiten, was passiert ist und je nachdem, wo es viel Belastung gab, wird mehr Energie reingesteckt, damit wir beim nächsten Mal noch fähiger sind.
Wenn wir die Pause weglassen und uns gleich in die nächste Herausforderung stürzen, dann bricht genau dieser Teil unserer Entwicklung weg und das kann – vor allem auf Dauer – gefährlich werden.

Andersherum ist es aber auch so, dass genügend Pausen nicht nur für uns persönlich angenehmer und schöner sind, sondern uns tatsächlich auch helfen, besser zu werden. Ein Fußballer, der mehr schläft, ist im Zweifel nicht nur ausgeglichener und netter zu seinen Mitmenschen, sondern das überträgt sich genauso auf seine sportliche Leistung.

Pausen sind wichtig. Aber Pausen sind nicht alles. Die Herausforderung ist, die individuell richtige Mischung aus Pausen und Belastung bzw. Aktivität zu finden. Ganz egal ob im Sport, im Berufsleben, bei meiner Zeit im Internet oder was es sonst noch so gibt. Und ich würde behaupten, dass die meisten Menschen sich heutzutage eher zu wenige Pausen gönnen, als zu viele.

Zum Abschluss noch die Frage, was eine Pause überhaupt ist: Ich würde sagen, dass es eine Unterbrechung ist, während der ich meinem Körper/Geist eine andere Beschäftigung gebe. Das Handy ist keine Pause von den Matheaufgaben und umgekehrt. Sehr wohl aber eine Joggingrunde, Klavierspielen oder ein Fußballtraining. In den meisten Fällen fühlt man selbst sehr eindeutig, was eine gute Pause ausmacht und was nicht. Und auch wenn ich mich wiederhole:

Die Herausforderung ist für jede*n Einzelne*n für sich selbst das individuell richtige Maß zu finden. Und zwar lieber früher als später, weil wenn wir das nicht schaffen, zerspringt unsere Glaskugel in tausend Stücke.

Haha, Cliffhanger – was es mit der Glaskugel auf sich hat, erfährst Du nämlich erst nächste Woche. Bis dann wünsche ich eine schöne Zeit mit vielen Pausen!

p.s. habe fürs Schreiben exakt 19 Minuten gebraucht.

 

 

Johannes #27

Freiburg, am Sonntag, 30. Januar 2022, 9.18 Uhr

Gerade habe ich eine längere Session eingelegt, um alle Ideen bezüglich meiner übergeordneten „2022 Identität“ zu strukturieren.

Die Idee mit den Identitäten kommt von Optimize. Natürlich auch nicht ursprünglich, aber zumindest ist es über Optimize bei mir „gelandet“. Genauer in der Form, 3 Identitäten zu haben für die 3 großen Lebensbereiche „Energy + Work + Love“.

Als ich dieses Jahr Anfang Januar meine Ziele (besser gesagt: potentielle Meilensteine) in jedem der drei Bereiche gesammelt hatten, war eine Überschneidung so groß, dass ich sie zum übergeordneten Motto gemacht habe: „world-best communicator“.

Wichtig: Für mich ist das kein Ziel (!), sondern eine Identität.
Es geht nicht darum, mich mit anderen zu vergleichen und etwas bestimmtes zu erreichen.
Vielmehr möchte ich mir einfach immer wieder die Frage stellen „Wie würde ich jetzt handeln, wenn ich der weltbeste Kommunikator wäre?“, um dann in die Rolle zu schlüpfen und das auch wirklich so zu machen.

Den Grund, warum es mir so wichtig ist, mich im Bereich Kommunikation zu verbessern, teile ich gerne ein anderes Mal genauer.

Für den Moment nur noch ein paar Punkte, wie ich das Ganze (also meine Identität) auch wirklich in die Tat umsetze:

Tägliches Journaling explizit dazu

Ich habe mir eine kleine Vorlage erstellt und gehe jetzt jeden Morgen nach meinem freien Journal auch noch (5 – 15 min) durch die drei Fragen: Wo habe ich gestern gut kommuniziert? + Wo war Luft nach oben? + Wie werde ich konkret weitermachen, um mich zu verbessern?

Sofortiges Reparieren

Kommt meistens aus dem Journal zu Frage 2 + 3.
Direkt nach dem Journal sende ich inzwischen oft eine kurze (oder manchmal auch lange) Memo, um mich für eine Situation am Vortag zu entschuldigen und meine Ideen zu teilen, wie ich mich stattdessen gerne verhalten würde.

Excel-Liste

Die habe ich gerade erstellt direkt vor dem Schreiben dieses Eintrags.
Alle Ideen die zu Frage 3 aufkommen, sind darin jetzt gesammelt. Denn klar ist: Ich werde nicht alles sofort umsetzen (können)! Daher werde ich einfach regelmäßig auf die Liste zurückkommen und dann neue Prioritäten setzen, was ich angehen möchte in meiner Identität als „world-best communicator“.

 

So viel für heute.
Ich bin froh das ich es geteilt habe, denn… (ach, ihr wisst ja jetzt warum
😁)

 

Anselm #26

Freiburg am Dienstag, 25. Januar 2022

Gibt es in Deinem Leben Menschen, bei denen Du nicht weißt wie oft Du sie noch sehen wirst?

Ich stelle diese Frage aus einem sehr persönlichen Grund, denn in meinem Bekannten- / Verwandtenkreis gibt es einige Leute, die aufgrund hohen Alters oder Krankheit keine besonders hohe Lebenserwartung mehr haben. Meine Oma ist vor einigen Wochen gestorben und ich bin sehr, sehr froh darüber, dass ich sie davor noch mehrere Male gesehen und Zeit mit ihr verbracht habe. Natürlich war es nicht schön, sie „gehen zu lassen“, aber um einiges leichter, als wenn ich sie davor gar nicht mehr gesehen hätte. Es ist wirklich ein sch***-Gefühl, wenn man sich vorgenommen hatte, nochmal Zeit mit einer Person zu verbringen und auf einmal ist sie weg und ganz vieles übrig. Oder wenn eine Person auf einmal weg ist und man ihr eigentlich noch so viel zu sagen hätte.

Um nochmal auf die Frage vom Anfang einzugehen. Theoretisch hast Du bei keiner einzigen Person eine hundertprozentige Sicherheit, dass ihr euch nochmal sehen werdet. Und auch wenn es nicht der Normalfall ist: Man weiß nie, was morgen ist und vor einem plötzlichen Unglück ist niemand gefeit.

Ich will hier übrigens nicht dazu aufrufen, in ständiger Angst zu leben, frühzeitige Grabreden zu verfassen und sich ständig zu verabschieden, als wäre es das letzte Mal. Aber ich bin gerade sehr überzeugt davon, dass das Leben zu kurz ist, um irgendwelche Sachen mit sich herumzutragen. Der Klassiker: Ich melde mich nicht bei jemanden, denn ich habe Angst davor, weil ich mich schon so lange nicht mehr gemeldet habe. Hä? Auch wenn es so formuliert sehr dämlich klingt, genauso ist es manchmal.

Wer kommt Dir in den Sinn, wenn Du darüber nachdenkst, mit wem Du eigentlich sehr gerne Zeit verbringst und/oder Du einen tollen Menschen findest, aber irgendwie ist es in letzter Zeit nicht dazu gekommen? Ruf sie doch mal an oder melde Dich auf anderem Weg.
Und wie kannst Du jede einzelne Interaktion mit anderen Menschen so gestalten, dass ein gutes letztes Treffen oder Gespräch gewesen wäre?

Ich werde jetzt gleich meine andere Oma anrufen und mit ihr einen Termin ausmachen, wann ich sie besuchen gehe.

Bis nächste Woche.

 

 

Johannes #26

Freiburg, am Sonntag, 23. Januar 2022, 8.33 Uhr

Super kurz für heute:

Ich feiere, dass wir nun schon die 26. Woche mit unserem o4U-Tagebuch schreiben. Ein halbes Jahr! 😊
Und zumindest ¾ von uns, sind noch dabei.
😁😁

Und wer weiß, vllt. sind es bald ja eher 7 oder 8 „Viertel“, weil noch ein paar der neuen Team-Mitglieder mit einsteigen.

Das ist nämlich weiterhin das große Thema bei o4U und vor allem für mich persönlich.
Wie können wir möglichst gut neue Leute involvieren und ihnen die Chance geben, sich einzubringen.
Mit dem Ziel, dass am Ende alle mehr in ihrer „Genius zone“ sind und sich mit den Dingen auseinandersetzen, die am meisten Spaß machen und den größten Mehrwert für die Allgemeinheit bringen.

Ich bin gespannt auf Montag, da habe ich einen Call mit David und Malte (Valérie’s Freund), in dem wir darüber sprechen, wie sie sich einbringen können. Was für den Beginn vor allem heißt: Uns und speziell mir die Aufgaben abzunehmen, die „gemacht werden müssen“ (oder sehr sinnvoll wären), gleichzeitig aber verhindern, andere tolle Sachen anzustellen, die nicht so einfach abgenommen werden können.

Mal schauen, was dabei rauskommt. Ich bin jedenfalls schon ein wenig aufgeregt, wie viel neues Potential dadurch bei o4U freigesetzt wird. 😍

🙌🙌🙌

 

 

Valérie #25

Latacunga / Lasso, Mittwoch 19. Januar 2022, 16.30pm

 

Dankbarkeit…

 

Die letzten Tage waren sehr anstrengend, weil wir wieder weitergereist sind & mal wieder ein- und auspacken „mussten“… wir merken, dass wir reisemüde sind & gleichzeitig wollen wir nicht zurück nach Deutschland und auch keine Existenz in Ausland aufbauen.

 

Jetzt sind wir also in der Nähe von Lasso/ Latacunga, wo Malte 2015 sein FSJ gemacht hat. Wir wohnen in einem mega süßen tiny Haus auf einer Alpaka Farm. Aber real Talk: tiny Häuser sind echt… tiny! Kochen ist eine echte Herausforderung, weil mensch so wenig Platz hat. Yoga machen im Haus geht auch nicht, weil dafür auch kein Platz ist - also hoffe ich immer auf Sonnenschein, um Yoga draußen machen zu können. Alpakas sind echt süß - aber auch nur von Weitem. Wenn mensch näher an sie ran geht, ignorieren sie einen und laufen einfach weg. Die haben null Bock gestreichelt zu werden 😂

 

Ich teile diesen „real Talk“ weil ich meiner besten Freundin neulich Bilder von hier geschickt habe & sie meinte „Wow, voll die schöne ‚Blogger-Gegend‘!“ und ja es ist schön hier, aber auch nur stellenweise. In dieser Gegend herrscht Armut und alles ist voller Plastik-Müll. Die Menschen leben am Existenz-Minimum und wenn wir spazieren gehen wollen werden wir von Hunden angebellt und manchmal angefallen. Bis wir zu einem Obst- oder Gemüsestand kommen „müssen“ wir ewig laufen oder trampen. Alles in allem ist es eine sehr triste Gegend. Irgendwie hat sie einen Charme (vor allem weil das eben „real Ecuador“ ist & ich das mittlerweile lieben gelernt habe), aber im klassischen Sinne schön? Nicht wirklich!

 

Oft sehen wir Bilder und denken: wow, diese Person hat den Jackpot geknackt & alles in ihrem Leben & Umfeld ist perfekt. Tja hier nur nochmal der reminder: Stimmt meistens nicht so ganz. Wir sehen auf Bildern eben nur einen mini kleinen Moment-Ausschnitt & mehr halt auch nicht. Eben genau wie das Dilemma mit dem Reisen und der Heimat: reisen ist toll aber auch anstrengend. Es bringt gewisse Freiheiten mit sich, aber auf anderer Ebene eben auch Einschränkungen… Nicht alles, was wir auf Fotos & Social Media sehen ist so nice, wie es wirkt ;) ich glaube wir wissen das mittlerweile alle, wollte es trotzdem nochmal gesagt haben.

 

Ansonsten freuen wir uns mega auf Mexiko, wo es in ca. 1 Woche hingeht. Ich freue mich aufs Meer & auf die Strände. Gleichzeitig habe ich auch großen Respekt vor Mexiko. Wir starten in Puerto Escondido, aber momentan stellt sich noch die Frage, wo wir wohnen & schlafen werden. Mexiko ist echt nochmal eine Nummer teurer als Ecuador.

 

Ich erhole mich gerade noch von einer weiteren Lebensmittelvergiftung & von schlechtem Schlaf die letzten Nächte. Aber heute hatte ich zwei richtig schöne calls, die mich sehr aufgemuntert & „erfrischt“ haben - einmal mit dem gesamten o4U Team & einmal mit dem FLINTA* Circle. Die FLINTA* Gruppe blüht so richtig auf und wir haben mittlerweile so eine schöne synergie & Energie „erschaffen“. Ich freue mich jetzt schon auf nächsten Mittwoch, weil jede Woche eine andere Frau etwas vorbereitet, das heißt, jede Woche ist was ganz Neues.

 

Ich merke außerdem, dass ich richtig Bock habe, wieder im Bereich Ernährung zu arbeiten. Dafür habe ich am Samstag einen call mit Jonas & Johannes und bin mega gespannt auf die Ideen der beiden. Vllt lässt sich das Ganze ja mit o4U verbinden.

 

Gleich grillen Malte und ich, dann gibt’s eine ausgiebige Runde Yin Yoga, eine Dankbarkeits-Runde (auf die ich mich jeden Tag aufs Neue freue, weil es einfach so vieles gibt, für das ich dankbar bin), Schlaf nachholen, und morgen gehen wir zum (ich glaube weltweit höchsten) Vulkan Cotopaxi. Den Vulkan sehen wir auch von hieraus und der sieht echt atemberaubend aus! Wie der klassische Bilderbuch Vulkan mit Schnee obendrauf und einer abgebrochenen Spitze und fast immer von Wolken umhüllt.

 

Anselm #25

Freiburg am Dienstag, 18. Januar 2022

Effizient oder nur effektiv?

Manchmal vergesse ich, dass es unendlich sinnvolle Sachen gäbe, die ich machen könnte. Wenn mir irgendeine Sache in den Kopf kommt, die mir wahrscheinlich guttun oder weiterhelfen würde (beispielsweise drei Stunden Sport pro Tag), dann lande ich manchmal in der Falle, zu denken, dass ich sie direkt genauso umsetzen muss. Sprich, ab heute jeden Tag drei Stunden Sport zu treiben. Aber dass etwas mir ein bisschen weiterhilft, heißt nicht, dass es das beste ist, was ich machen könnte. Es ist ein Schritt in die richtige Richtung, aber vielleicht könnte ich auch das Fahrrad nehmen und wäre deutlich schneller unterwegs. Oder ich hätte vorher was essen sollen und habe nach drei Schritten schon keine Kraft mehr. 😊

Denn effektiv ist nicht gleich effizient. Viel Sport machen ist effektiv (für mich). Denn es bringt mich meinem Ziel, zufrieden und glücklich zu leben, näher. Effektivität bedeutet, die richtigen Dinge zu tun.

Effizienz dagegen heißt, die Dinge richtig zu tun. Könnte ich vielleicht das gleiche Workout in weniger Zeit machen und hätte dann noch Zeit, um in aller Ruhe einkaufen zu gehen? Oder ergibt es vielleicht Sinn, zusammen mit anderen Sport zu machen, weil dann Bewegung und Soziales vereint sind? Und wie viel andere, vielleicht sogar wichtigere Sachen „blockieren“ meine ach so tollen drei Stunden.

Effektivität = Die richtigen Dinge tun. Effizienz = Die Dinge richtig tun.

Dieses Bewusstsein will ich für mich selbst noch viel mehr entwickeln. Ich will im Idealfall beides sein. Die richtigen Dinge richtig tun. Nicht gleich total an etwas hängen, bloß weil es sich im ersten Moment gut und richtig anfühlt. Das hört sich jetzt vielleicht so an, als würde ich den ganzen Tag hochrational abwägen, was genau jetzt das Zielführendste für mich ist, aber das ist nicht mein Ziel. Ich will mir einfach vornehmen, mehr zu hinterfragen, welche Sachen ich für wie wichtig erachte und nicht gleich die Verpflichtung spüren, etwas machen zu müssen, bloß weil mir gerade kein Grund einfällt, warum ich es nicht machen sollte. Nicht weniger Bauchgefühl, sondern mehr und darin immer besser werden.

Auf eine intuitive Woche voller Effektivität und Effizienz.

 

 

Johannes #25

Freiburg, am Sonntag, 16. Januar 2022, 08:20 Uhr

Ausnahmsweise habe ich heute mal die Einträge der anderen gelesen, bevor ich meinen eigenen Artikel schreibe. Eine gute Idee? Weiß ich nicht.
Aber jedenfalls hat mich Anselms Artikel mehrmals zum Lachen gebracht und ich kann die Situation natürlich sehr gut nachfühlen.

Meine persönliche Reaktion auf die Frage „Was machst Du eigentlich?“ ist inzwischen (fast) immer folgende:
„Wie viel Zeit hast Du?“

Und je nachdem, was die Antwort ist, frage noch kurz nach, was für eine Erklärung die Person möchte, da sie in allen Varianten nicht vollständig sein wird, sondern nur eine Annährung.
Und wenn es eh nur eine Annährung ist, kann ich mich auch gleich in die Richtung annähern, die die Person wirklich interessiert.
Womit wir wieder bei Anselms Punkt mit der Intention wären, den ich sehr gefeiert habe!
😊

Für alles, was bei mir gerade in den letzten Tagen/Wochen im Kopf vorgeht, nur zwei kurze Beispiele:

Gefühlt jeden zweiten Tag kommt bei mir im Journal auf „Go All-In“.

Heißt? Keine Entscheidung aus finanziellen oder ähnlichen angst-gesteuerten Gründen treffen. Einfach das machen, was richtig ist. Auch wenn es „rational“ mit Risiko verbunden ist.
Jetzt ist die Zeit, etwas zu verändern! Und in 30 Jahren werden wir zurückschauen und dankbar sein, dass wir nicht gezögert haben,

Meine neue 2022-Identität „world-best communicator“

Nicht als Ziel oder Vergleich mit anderen, sondern wirklich als Identität. Sodass ich mich in jedem Moment (oder in der Reflektion) fragen kann:
„Wie hätte ich kommuniziert, wenn ich der weltbeste Kommunikator wäre?“

In die Tat wird das umgesetzt, indem ich an mein freies Journal (15 min) jetzt immer noch ein Journal explizit zum Thema „world-best communicator“ dranhänge:
Was war gestern gut? Wo war Luft nach oben? Wie werde ich konkret etwas ändern?

Was in den letzten Tagen meistens hieß: „Schnelles Reparieren“.
Den Leuten eine Memo zu schicken, in deren Gespräch ich mich nicht bei meiner besten Version gesehen habe.

Kam gut an und kann ich nur von ganzen Herzen weiterempfehlen (also das „schnelle Reparieren 😁).

 

Valerie #24

Cajas Nationalpark (bei Cuenca), am Mittwoch, 12. Januar 2022, 9:00 Uhr

Die letzte Woche verging so schnell, Wahnsinn!

 

Wir waren viel spazieren, Eisbaden, haben jeden Abend unser Yin Yoga gemacht, zwischendurch hatte ich Calls und Malte und ich haben viel für Optimize gemacht… Und Zack ist schon wieder Mittwoch.

 

Ich habe endlich das Buch „WomanCode“ fertiggelesen! Sehr empfehlenswert! ¾ des Inhalts ist das, was ich in meinem Studium gelernt habe, aber Alisa Vitti (die Autorin) fasst alles nochmal so gut für Frauen und unsere Hormone zusammen. Ich stimme zwar nicht mit allem überein, aber im Großen und Ganzen fand ich das Buch top. Ein bisschen viel unnötiges Bla Bla ums Wesentliche herum, aber ich würde es trotzdem jeder Frau (eigentlich auch jedem Mann) als „Pflichtlektüre“ empfehlen.

 

Gestern habe ich das Buch „Fearing the black body – The racial origins of fat phobia“ angefangen. Das Buch ist echt krass. Es geht darum, woher unsere „fat-phobic“ und „pro-thinness“ Gesellschaft kommt. Im Grunde sagt das Buch, dass das alles auf Rassismus zurückzuführen ist. Hier die kurze Beschreibung von Amazon:

 

„Winner, 2020 Body and Embodiment Best Publication Award, given by the American Sociological Association

Honorable Mention, 2020 Sociology of Sex and Gender Distinguished Book Award, given by the American Sociological Association

How the female body has been racialized for over two hundred years

There is an obesity epidemic in this country and poor black women are particularly stigmatized as “diseased” and a burden on the public health care system. This is only the most recent incarnation of the fear of fat black women, which Sabrina Strings shows took root more than two hundred years ago.

Strings weaves together an eye-opening historical narrative ranging from the Renaissance to the current moment, analyzing important works of art, newspaper and magazine articles, and scientific literature and medical journals―where fat bodies were once praised―showing that fat phobia, as it relates to black women, did not originate with medical findings, but with the Enlightenment era belief that fatness was evidence of “savagery” and racial inferiority.

The author argues that the contemporary ideal of slenderness is, at its very core, racialized and racist. Indeed, it was not until the early twentieth century, when racialized attitudes against fatness were already entrenched in the culture, that the medical establishment began its crusade against obesity. An important and original work, Fearing the Black Body argues convincingly that fat phobia isn’t about health at all, but rather a means of using the body to validate race, class, and gender prejudice.“

 

Ich bin richtig gespant, das Buch weiterzulesen. Solche Themen catchen mich echt, einerseits weil ich es abartig finde, wie viel Geld die Diät-Industrie mit verunsicherten Menschen macht, die ihre Körper nicht leiden können und nicht ins aktuelle „Schönheitsideal“ passen. Und andererseits, weil ich es immer heftig finde, woher manche unserer Glaubenssätze kommen – in dem Fall wahrscheinlich auf Rassismus basierend, like wtf? Warum lernen wir sowas nicht in der Schule?

 

Hier kurz man ein Überblick bezüglich des Diäten-Wahns in Deutschland:

 

„Allein mit den umstrittenen Lightprodukten erwirtschaften deutsche Lebensmittelkonzerne Milliarden, 900 Millionen gaben Deutsche für Nahrungsergänzungsmittel aus, 140 für Schlankmacher in Pillen- und Pulverform.“ (https://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/die-fett-weg-industrie-wie-konzerne-am-abnehm-kult-verdienen/9687634.html)

 

Das ist so krank! Und das schlimmste daran, ich war lange selbst ein Teil davon. Habe meinen Körper gehasst und wollte immer dünner sein. Ich habe einfach nicht gecheckt, dass das ein strukturelles + gesellschaftliches Problem ist, das mit Sexismus, Rassismus, „white supremacy“ etc. zusammenhängt!

 

Diäten bringen auf lange Sicht gesehen nichts! In den meisten Fällen hat man den klassischen Yo-Yo Effekt oder wenn man Pech hat, landet man in einer Essstörung. Es ist so wichtig, Langzeit nachhaltige Veränderungen zu machen, wenn man sich wirklich gesünder ernähren und fühlen will. Extreme „short-term quick fixes“ (wie z.B Diäten, „Wunder-Abnehm-Pillen“ zu ballern, Weglassen von ganzen Essens-Gruppen wie zum Beispiel von Kohlehydraten) bringen langzeitlich gesehen gar NICHTS, weil sie nicht auf lange Sicht umsetzbar sind. Man macht im Endeffekt alles nur schlimmer, weil der Körper voll aus dem Gleichgewicht gehauen wird und man oft vom einen Extrem ins andere Extrem rast (von Restriktion und Unterernährung in „Fress-Flashs“). Hier noch ein kurzer Text dazu:

 

„Das Minnesota Starving Experiment, auf das ich durch Zufall im Netz gestoßen war, brachte mir die heilbringende Erkenntnis. (Googele danach, du wirst sofort fündig.) Ich lernte, dass eine Unterernährung die typischen Symptome einer Essstörung hervorbrachte:



den permanenten Fokus auf Essen, Gewicht und Körper

eine völlig falsche Körperwahrnehmung

regelmäßige, nicht kontrollierbare Essattacken

Depressionen, Apathie, Gereiztheit

Unterkühlung

Ängstlichkeit und Nervosität

sexuelle Lustlosigkeit

Müdigkeit

Haarausfall

usw.“

https://www.ina-freiheit.de/post/di%C3%A4ten-f%C3%BChren-zu-essst%C3%B6rungen-und-bringen-nichts

So genug darüber geredet. Jetzt gibt’s noch einen kleinen Spaziergang und dann zwei o4U calls, auf die ich mich sehr freue!

 

 

Anselm #24

Freiburg am Dienstag, 11. Januar 2022

„Was machst Du eigentlich gerade? Studierst Du? Wie verdienst Du Dein Geld? Was willst Du mal werden? Wie sicherst Du Deine Zukunft?“

Diese Fragen kennen wahrscheinlich die meisten, besonders wenn sie in den letzten Jahren mit der Schule fertig geworden sind und noch keinen festen Beruf vorzuweisen haben. Manchmal beneide ich meine Altersgenossen, die dann einfach sagen: „Ich studiere Jura.“ oder Ich mache eine Ausbildung zum Optiker:“ Ein Satz und alle sind zufrieden, denn man weiß sofort, was die Person macht, wohin es gehen soll und so weiter. Schublade auf, Mensch rein und Schublade wieder zu.

Solche Gespräche verlaufen bei mir nicht ganz so reibungslos. Ich glaube das liegt vor allem daran, dass es „meine“ Schublade in den meisten Köpfen nicht gibt. „Wie sieht ein durchschnittliches Gehalt aus? Was sind Deine Arbeitszeiten und Dein Tagesablauf (aber bitte ohne ausführlich zu erklären)? Was ist Deine Sicherheit, wenn es nicht klappt?“

Ich könnte darauf zwar antworten, aber das würde es wahrscheinlich noch schwerer machen. Wenn ich „Bewegung starten“ sage, bin ich ein Träumer, der nichts hinbekommt. Die Variante „Ich habe ein Unternehmen gegründet.“ bringt mir meistens mehr Respekt ein, aber nur wegen der potenziellen Millionen, die ich jetzt ehrlich gesagt nicht als mein Antrieb (oder mein Ziel) bezeichnen würde. Denn die meisten wollen gar nicht wirklich wissen, was ich mache, sondern suchen nur die Schublade in ihrem Kopf, in die ich am ehesten reinpasse.


Und ich will hier übrigens nicht gegen diese Fragen hetzen oder es kritisieren, dass sich jemand um mich sorgt. Ich will einfach die Situation teilen, die mir oft passiert und in der es mir schwerfällt, richtig zu reagieren. Häufig frage ich mich danach: „Warum hast Du nicht XY gesagt, das wäre viel besser gewesen?“
Das Gefühl, bei jemandem völlig falsch abgespeichert zu sein, ist nicht besonders angenehm. Und mit jedem Gespräch komme ich näher an die Variante, die sich für mich gut anfühlt UND für die andere Person verständlich ist.

Was ich hier gerne mitgeben würde ist aber nicht, dass alle Menschen bitte netter und verständnisvoller zu mir sein sollen, sondern ich würde es gerne denen erleichtern, die in einer ähnlichen Lage sind. Wenn Du mit jemandem sprichst, am besten zwischen 18 und 30 und Dir nicht ganz sicher bist, was die Person eigentlich macht, dann frag Dich doch vielleicht vorher, was Du wirklich wissen willst und aus welchem Antrieb.
Du magst die Person und würdest sie gerne unterstützen? Dann wäre genau das das erste, was Du sagen könntest, bevor Du irgendwelche Fragen stellst. Das wird das Ganze deutlich erleichtern, versprochen!

Du willst einfach nur eine grobe Einordnung für Deinen inneren Stammbaum samt Lebenslauf zu jeder Person? Auch hier würde ich exakt das vorher sagen, dann muss man gar nicht erst anfangen über sein Warum und seine großen Ziele zu sprechen.

Das Prinzip ist in beiden Fällen das Gleiche und funktioniert auch anderswo: Ehrlich über die persönliche Intention sein. Zu mir selbst und zu meinem Gegenüber.

Und mein letzter und wichtigster Tipp wäre folgender: Es fühlt sich gut an, sich jemanden mitzuteilen, vor allem wenn man nicht verurteilt, sondern akzeptiert wird. Also trau Dich, nachzufragen und mehr zu verstehen. Das dauert auch mal länger als zwei Minuten, aber bringt beiden Personen deutlich mehr, als 120 Sekunden aneinander vorbeizureden. Ein gutes verständnisvolles Gespräch hilft beiden und macht Spaß.

 

 

Johannes #24

Freiburg, am Sonntag, 9. Januar 2022, 9.08 Uhr

Heute wird’s ein super kurzer Beitrag nur. 😊

Nicht weil so wenig passiert ist, sondern eher im Gegenteil.

Es passiert so viel und es gibt so viele Möglichkeiten, dass eine der wichtigsten Fähigkeiten aktuell ist (und im Grunde generell), Prioritäten zu setzen und „Nein“ zu sagen.

Heute:

Mit Elias noch Zeit verbringen, bevor er zurück in die Niederlande fährt. Er ist die letzten knapp zwei Wochen (nach Weihnachten bis jetzt) bei uns in der WG zu Besuch gewesen, und um 11.15 Uhr verlässt er Ebnet wieder auf unbestimmte Zeit.

Und genau deshalb war es das auch schon wieder für heute. 😊

Viel Spaß beim eigenen Prioritäten setzen. 🤟

 

Valerie #23

Cajas Nationalpark (bei Cuenca), am Mittwoch, 5. Januar 2022, 18:00 Uhr

Uiiiiii wir hatten so nice letzte Tage!

Noch bevor unser Optimize Coach Programm angefangen hat (mit dem wir mittlerweile schon relativ weit sind), habe ich mir überlegt, wovon ich wieder gerne machen würde + was mir momentan fehlt. Ganz klar kam dabei raus: ich brauche mehr Bewegung und Auspowern, außerdem fehlt mir eine regelmäßige Meditationspraxis und ein*e Yogalehrer*in, damit ich meine Yoga-Praxis nicht immer selbst gestalten „muss“. 

Also sieht meine neue Routine so aus (ich teile diese vor allem, damit sie sich immer mehr in mein Unterbewusstsein einbrennt & ich das Ganze bald automatisch machen werde, ohne lang drüber nachzudenken): 

Morgens: 1 Glas Lemon Water & 1 Glas warmes Wasser, 10 Minuten Shaking Meditation, ein paar Yoga-Übungen (meistens Sonnengrüße), heiße + kalte Dusche, Frühstück, Spaziergang + dabei ein Work-Out draußen. Danach Arbeit (oder wie ich bei o4U gelernt habe: Deep-Work Blöcke. ;))

Ich würde eigentlich gerne erst arbeiten + dann spazieren gehen und ein Work-Out machen, aber mir ist aufgefallen, dass ich dann viel zu hibbelig und nervös werde, weil mir die Bewegung und die frische Luft am Morgen fehlen. Ich bin froh, dass meine Ma mir als Kind kein Ritalin gegeben hat, denn oh boi, ich war definitiv hyperaktiv und mehr als hibbelig. Heutzutage schätze ich das aber eher wert, weil ich mir denke, dass es auch irgendwie nur ein Zeichen ist & ich meine Energie anders und vor allem selbstbestimmter „channeln“ kann als früher. Mir fällt es zwar manchmal immer noch schwer, mich lange zu konzentrieren oder lange zu sitzen (vor allem bei Familienfeiern o.Ä. ist es schlimm), aber eine erdende & „energizing“ Ernährung, und kleine „Hacks“, wie z.B. mein Handy ganz weit wegzulegen, wenn ich lese oder arbeite, helfen mega! 

Okay back to business: Nachdem ich fokusiert gearbeitet habe & kleine Pausen zwischendrin gemacht habe, gibt’s Mittagessen, ich versuche auch erst danach mein Handy anzuschalten um mich morgens nicht davon ablenken zu lassen, eine kleine Mittagsruhe, meistens noch weitere Deep-Work Blöcke, mehr Natur-Zeit & Spaziergänge & Eis-Baden im Fluss hier auf dem Gelände, und so um ca 18 Uhr Abendessen.

Dann folgt die Abendroutine: Handy ausschalten, einen Plan für den nächsten Tag schreiben, lesen (momentan lese ich WomanCode fertig, sehr empfehlenswertes Buch by the way!), Lichter aus & Kerzen an, 45 Minuten Yin Yoga (mit einem/einer Lehrer*in auf Youtube, damit ich selbst komplett entspannen kann), und danach geht’s ab ins Bett wo Malte und ich uns diese Fragen stellen:

„Wofür sind wir heute dankbar? Was war das Schönste heute? Wie zufrieden schlafen wir ein? Wie sähe ein perfekter Tag Morgen aus?“

Meditation hat noch keinen festen Platz in der neuen Routine gefunden, aber wir machen immer mal wieder zwischendurch kurze geführte Meditationen oder abends im Bett.

Vieles davon haben wir schon lange gemacht, einiges ist aber auch neu oder re-inkooperiert worden. Ich fühle mich richtig krass lebendig und stark momentan. Die Veränderung & vor allem Struktur tun mir wahnsinnig gut. Veränderung ist manchmal schwer, das Gehirn mag keine Veränderung, und trotzdem ist es ein wunderbarer Prozess. Deshalb versuche ich auch, viele Mikro-Veränderungen zu machen, um mich einerseits aus der comfort zone zu bringen, mich andererseits aber auch nicht zu überfordern.

Ich kann nur sagen, 2022 hat super und voller Elan für mich gestartet. Auch wenn ich an Silvester geschlafen habe. ;) Ich bin richtig in love mit life. Kleine Gewohnheiten & self-care Routinen machen so unendlich viel aus!

Was aber zu meinem (unserem) Glück gerade dazukommt ist, dass wir nicht mehr in Cuenca, sondern in einem paradiesischen Zuhause im Cajas Nationalpark sind. Natur pur, ein Fluss direkt vor dem Haus, eine Lagune 2.5km entfernt (bei der wir heute morgen schon waren), unendlich viel Grün + Bäume... So will ich leben! Ich habe wirklich gar kein Interesse daran, wieder in eine Stadt zu ziehen. Wer weiß, vielleicht wird’s die Schweiz.

 

Anselm #23

Freiburg am Dienstag, 04. Januar 2022

Gestern haben wir eine Filmsession bzw. ein gemeinsames Treffen gemacht, bei dem wir ein mehrstündiges Gespräch über o4U insgesamt, Vison, Werte, Entstehung und Co aufgenommen haben (siehe Bild).
Die Power von o4U ist mal wieder deutlich geworden. Die Mischung aus gemeinsame Werten und Zielen, für die wir arbeiten, gemischt mit der Art und Weise wie sich alle auf ihre eigene Weise einbringen, ist inspirierend und geht (in meinen Augen) über das hinaus, was „normale“ Unternehmen an Energie erzeugen.

Mein Highlight war der Nachmittag, an dem wir nach einem Spaziergang im Wohnzimmer geredet haben. Jede*r hatte 5 Minuten Zeit, in denen er/sie einfach gesagt hat, was gerade im Kopf aufkam, während alle anderen „nur“ zugehört haben. Es war faszinierend zu sehen, wie viel dieses ziemlich simple Vorgehen ausgelöst hat und es war schön, einen Einblick in den Kopf und das Herz der anderen bekommen (und sich selbst zu öffnen). Ich kann es nur empfehlen. Einfach 5 Minuten Zeit stoppen und reden oder zuhören.

Insgesamt bin ich sehr dankbar für die ganzen Leute, die ich über o4U jetzt schon kennengelernt habe und sehr erwartungsfreudig (weiß nicht, ob das Wort existiert, aber fühlt sich passend an), weil aktuell ständig neue dazukommen und das Ganze immer mehr Fahrt aufnimmt.

 

Johannes #23

Freiburg, am Sonntag, 2. Januar 2022, 6.13 Uhr

Wie Ihr seht, bin ich heute etwas früher dran als gewöhnlich. Noch in meinem Deep-Work 1, kurz nach meinem täglichen Journal (normalerweise 60 bis 90 Minuten, heute nur 30).

Warum?

Weil heute noch so viel passiert, dass ich es früh „abhaken“ wollte.

Diese Woche war meine #1 für die Woche, Leute fürs Optimize Coach Program einzuladen. Und das Ganze Morgen startet, ist heute nochmal eine volle dafür Session angesagt (offene Fragen beantworten, endgültige Rückmeldungen einholen, etc.).

Und da wir uns aktuell immer um 11 Uhr hier in der WG für ein „Creative Teamwork“ treffen, würde ich gerne alles vorher erledigen, um dann einen freien Kopf zu haben.

Danach habe ich nämlich glücklicherweise auch keine Zeit mehr (bzw. korrekterweise: Ich will sie mir nicht nehmen!), weil noch zwei Calls anstehen mit Leuten, die ich bei o4U aktiv einbringen wollen.

Und das ist aktuell mit Abstand das coolste!
Samet, Marik, Julian, Henrik, Silas. Alleine in einer Woche kamen 5 neue Leute dazu, die maßgebliche Aufgaben übernehmen wollen. 😍

Natürlich kostet es Zeit, diese Leute „einzuführen“ bzw. passender, sich zu synchronisieren. Aber genau dafür will ich mir meine Zeit auch nehmen! Es gibt nichts besseres und weniges, was mehr in meiner „Genius zone“ liegt.

Und genau aus dem Grund bin ich gerade dabei, konsequent alles zu streichen, womit ich meine Zeit verbringe, was nicht absolut sein muss. Um dann mehr Zeit zu haben für die Leute, die sich wiederum einbringen und damit unsere (gemeinsame!) Vision voranbringen. Domino für Domino. Mosaikstein für Mosaikstein.

Ihr seht: Es läuft und macht Spaß! 🙌

Und worauf ich mich jetzt noch freue?
Die Beiträge der anderen zu lesen.
👌

 

Valerie #22

Cuenca, am Mittwoch, 29. Dezember 2021, 18:00 Uhr

Die letzten Tage waren sehr anstrengend. Müdigkeit, Kopfweh, Übelkeit, etc. Aber immerhin haben wir rausgefunden, dass wir wahrscheinlich weder H.Pylori, noch SIBO, sondern immer noch oder schon wieder Parasiten haben (bzw. mittlerweile hoffentlich hatten). Also haben wir 5 Tage lang Hammer-Parasiten-Tötungs-Pillen genommen, die mich komplett ausgeknockt haben.

Ich weiß nicht, ob ich’s schon mal gesagt habe, aber ich hab extreme Medikamente-Anxiety, weil ich vor ca 1 ½ Jahren mal ausversehen eine Überdosis von einem Allergie-Mittel in Kanada genommen habe & davon einen Krampfanfall bekommen habe. War ein pretty unkomfortables und traumatisches Erlebnis & seitdem habe ich auf fast alle Medikamente, die ich mal nehmen „musste“ schlecht reagiert, was die anxiety diesbezüglich natürlich nicht besser macht lol. Anyways, ich habe die letzten 5 Tage durchgeballert & ab morgen geht’s uns hoffentlich besser.

Außerdem gibt es mega nice News. Nach dem Podcast, den ich mit meiner Ma aufgenommen habe (gibt’s unter anderem hier zu hören: https://open.spotify.com/episode/1pg9v4YFbjZwE2Kad5Tk5A?si=Run_hgreRuyONZHUu8m_tg), ist mir aufgefallen, wie viel mir daran liegt, Frauen erfolgreich & glücklich zu sehen. Natürlich wünsche ich mir das für Männer auch, aber Frauen will ich ganz besonders dabei unterstützen. Deshalb kam mir die Idee, neben des Women Circles (mittlerweile FLINTA* Circle!), ein weiteres Networking Projekt ins Leben zu rufen: Frauen in Business. Das Ganze hat noch nicht gestartet, abeeeeeer ich werde mich in den nächsten Tagen darum kümmern, Frauen, die ein eigenes Business haben, eigene Produkte oder Dienstleistungen verkaufen etc. zusammenzutrommeln, sodass wir uns gegenseitig unterstützen können. Wer Bock auf sowas in die Richtung hat oder sich beteiligen möchte, gerne bei mir melden! (Per Mail: valerie.frick@web.de oder per IG: valerie.wulf.holism)

In den letzten Tagen habe ich auch gemerkt, wir sehr ich wieder mehr mit meinem Studium (ganzheitliche Gesundheit & Ernährung) anfangen will. Ich will etwas damit bewirken, Menschen helfen, mein Wissen teilen. Ich weiß gerade nur nicht ganz wie und in welcher Form. Aber wie Johannes immer so schön sagt: „Drüber journaln und drüber sprechen.“ Und tatsächlich ist das meistens die Lösung.

Dadurch, dass ich so ausgeknockt war die letzten Tage & weil Weihnachten war, habe ich meine Routinen mega schleifen lassen und heute habe ich extrem gemerkt, wie unschön sich das anfühlt. Gleichzeitig bin ich ganz sanft mit mir selbst (eine Neuheit lol) und erinnere mich einfach daran, dass solche Tage auch mal sein dürfen, und dass ich bald wieder „on track“ sein werde. + Einfach nur ein Grund mehr, warum ich mich auf das Optimize Coaching Programm freue!

 

Anselm #22

Freiburg am Mittwoch, 28. Dezember 2021

Ja ich weiß. Einen Tag zu spät, aber ich habe es nicht vergessen, sondern mich bewusst entscheiden, einen Tag später zu schreiben. Denn gestern waren wir bei justfootball in Basel zu Besuch. Eine Fußballschule, die es schon seit über 10 Jahren gibt und die mit großem Erfolg, Trainings, Camps und vieles mehr ausrichten und mittlerweile sogar einen eigenen Verein gegründet haben.

Ich fasse mich kurz, weil ich einen ganzen Blogartikel über den Besuch auf goal4u.de schreiben werde und den dann hier verlinke. Meine Kurzform: Es war inspirierend und motivierend zu sehen, was möglich ist, wenn Menschen gut zusammenarbeiten und eine gemeinsame Vision haben. Und es war mal wieder schön zu sehen, dass Fußball unabhängig von Alter, Geschlecht, Herkunft, Religion, Aussehen und sonstigen scheinbaren Barrieren verbindet, funktioniert und Spaß macht.

 

Johannes # 22

Freiburg, am Sonntag, 26. Dezember 2021, 8.56 Uhr

Selten erlebt ihr mich bei einem Tagebuch-Eintrag so aufgeregt wie heute.

Ja, wirklich!

Heute Morgen im Journal (das sind inzwischen immer 60 bis 90 min am Tag) hatte ich einen Moment der inneren Klarheit, sodass ich mitten im Schreiben innehielt und kurz Pause gemacht habe, um „da rein zu fühlen“.

5 Minuten später wurde ich von meinem 15 Minuten-Timer „geweckt“ und meine Prioritäten für die kommende(n) Woche(n) waren mir klar.

Die letzten Worte, die ich vor diesem Moment geschrieben habe?

„Now is the time to change the world!
→ Go all-in         Now!!“

Das Ganze war sicherlich nur ein Ausdruck dessen, was sich die letzten Tage und Wochen ereignet hat. Und eigentlich hat sich objektiv auch nichts verändert heute Morgen. Alle Dinge, die ich jetzt kognitiv anführen werde, waren mir auch schon davor bewusst.
Allerdings ist es heute Morgen gefühlt nochmal eine Ebene tiefer gerutscht. Noch weiter unten angekommen im Bewusstsein.

Was „all-in gehen“ heißt?

Vieles. So viel, dass ich es nicht in den letzten Zeilen des heutigen Eintrags packen möchte.
Daher nur die zwei für mich größten und stellvertretenden Dinge.

Kein Geld zurückhalten!
Die aktuelle Energie mit o4U nutzen. Das zu machen was richtig ist, unabhängig vom Geld. Und darauf zu vertrauen, dass sich alles fügt (wie immer).

Konkret: Mit o4U Leute einstellen, die sich gerne einbringen wollen, aber aktuell aus finanziellen Gründen einem anderen Job nachgehen. Persönlich alle Aufgaben abzugeben, die nicht „unbedingt von mir gemacht werden müssen“ und stattdessen meine Zeit in die Dinge zu investieren, wo meine Einzigartigkeit zugunsten der Welt am besten zum Tragen kommt. Und….

die Kosten für Optimize Coach/Mastery für alle Leute zu übernehmen, die Interesse daran haben!

Ich bin felsenfest davon überzeugt, dass das Programm jeder Person hilft, mehr von ihrem goldenen Potential freizusetzen. Und das brauchen wir in unserer heutigen Welt. Die gute Intention, etwas zum Positiven zu bewegen und die Qualität (mir fällt gerade kein besseres Wort dafür ein. Was ich meine ist das Wissen und die Werkzeuge, um die Intention tatsächlich zum Leben zu erwecken. Theorie und Praxis. Ying und Yang.).

Und wann brauchen wir das Ganze?
Jetzt!

The time is (always) now!

„Never doubt that a small group of thoughtful, committed citizens can change the world; indeed, it's the only thing that ever has.“
- Margaret Mead

„Bezweifle niemals, dass eine kleine Gruppe von bedachten, engagierten Bürgern die Welt ändern kann; tatsächlich ist dies die einzige Sache, die das je getan hat.

Lasst uns gemeinsam die Welt verändern!

 

P.S.

Wer Interesse hat, auch am Opimize Coach Programm teilzunehmen, kann mir einfach schreiben an johannes@o4unity.de :)

 

 

Valerie #21

Cuenca, am Mittwoch, 22. Dezember 2021, 19:00 Uhr

Langsam bin ich echt irgendwie genervt. Ich hab schon wieder was mit meinem Magen / Verdauung. Nachdem wir den Parasiten-cleanse vor einigen Wochen erfolgreich hinter uns gebracht haben, ging es mir viel besser. Und seit 1-2 Wochen habe ich wieder extreme Verdauungsbeschwerden, Übelkeit, verstopfte Nebenhöhlen, Migräne Anfälle, extreme Müdigkeit usw. Jetzt werden Labor-Tests durchgeführt, um zu schauen, ob ich (bzw. wir) eventuell SIBO (small intestinal bacterial overgrowth) oder H. pylori haben. Mal sehen was dabei rauskommt und ob ich das danach gescheit behandeln kann. Weil gerade ist meine Lebensqualität dadurch echt hart eingeschränkt & ich bin einfach nur noch erschöpft & (ich kann‘s nicht anders sagen) am abkotzen. 

 

Was mich am meisten daran nervt ist, dass ich so viel für meine Gesundheit mache, und ich sowas trotzdem nicht vorhersehen oder vermeiden kann. Da brauche ich echt viel Self-compassion um nicht den Fehler bei mir zu suchen, denn über manche Sachen hat mensch einfach keine Kontrolle.

 

Gerade habe ich überlegt, den bisherigen Text ans Ende zu packen, weil ich keine „Heulsuse“ sein will, und nicht quengeln will, und erst recht nicht meinen Blog Post mit etwas „Negativem“ anfangen will. Ich habe oft so ähnliche Gefühle, wenn ich wütend bin, dann fühle ich mich oft schlecht für meine Wut, weil ich mich selbst dafür verurteile und niemanden damit belasten oder nerven will. Also eigentliche eine schöne Chance, um mir gegenüber das gleiche Verständnis aufzubringen, das ich für meine Liebsten in so einer Situation auch hätte. Das heißt, die genervten ersten beiden Absätze bleiben genau da, wo sie sind. Here we go, self-compassion.

 

Ansonsten sind wir immer noch in Cuenca. Die Stadt ist und bleibt wunderschön, aber mir fehlt das Land und die Natur. Wir haben noch ca 5 Wochen auf unserem Visum und wir würden eigentlich gerne länger hier bleiben, aber ein weiteres Visum wäre verdammt teuer und aufwendig. Das ist es uns glaube ich nicht wert. Wir wissen auch noch nicht, wohin sonst, aber das werden die nächsten Wochen schon ergeben. 

 

Gestern waren wir mal wieder im Cajas Nationalpark und haben eine kleine Wanderung um eine Lagune gemacht. Die Natur da oben (auf ca 4.000 Höhenmetern) ist so verdammt schön! Überall wächst so ganz dickes hellbraunes „Dünen-Gras“, minikleines aber robustes grünes Gras (das eher aussieht wie Plastik-Pflänzchen), kleine Blümchen… wirklich atemberaubend da oben. Vor allem die Stille tut immer wieder gut. 

 

Die letzten Tage hatte ich außerdem extreme Sehnsucht nach meinen Freund*innen & ich vermisse meinen Women-Tribe. Es gibt so viele Frauen, die mich inspirieren & gerade ist keine davon physisch bei mir. Mir fehlt diese intuitive Woman force, all die Witches, und Healerinnen, die ich sonst immer so viel um mich herum hatte. 

 

Also visualisiere ich ganz viel… Wie soll mein Leben aussehen? Was für Menschen will ich um mich herum haben? Wo will ich leben? Was will ich machen? Wie würde ich mich gerne fühlen? Wie kann ich das, was mir gerade fehlt, selbst verkörpern?

 

Ganz klar ist, dass ich einen großen Garten anpflanzen will, durch den wir (Malte & die anderen Menschen, die dort mit uns wohnen werden) uns hauptsächlich selbstversorgen können. Ich würde gerne heilende Öle & Balsame aus Kräutern & Pflanzen herstellen, und heilendes Essen produzieren. Ich wünsche mir Menschen um noch herum, mit denen ich Zeremonien und Rituale erleben darf. Zum Beispiel Vollmond und Kakao Zeremonien. Ich will in synch mit meinem Zyklus leben, ohne mir ständig Stress zu machen, und einfach ins Leben vertrauen. Ich will meiner wilden Seiten freien Lauf lassen, ohne das Gefühl zu haben, zu viel zu sein. Ich wünsche mir andere Menschen supporten zu können, und selbst supportet & geliebt zu werden…

 

Anselm #21

Freiburg am Dienstag, 21. Dezember 2021

Mein 21. Blogbeitrag am 21. Dezember 21. Und das im 21. Jahrhundert. UND ich bin 21 Jahre alt. Wenn das nicht etwas Besonderes bedeutet, dann weiß ich auch nicht weiter. 😉

Genug der Zahlenspielerei und hinein in den Beitrag: Was mich aktuell viel beschäftigt, sind die Herausforderungen, die wir mit o4U gerade erleben. Denn es ist definitiv nicht einfach, aber ein ganz starkes Gefühl sagt mir, dass der richtige Umgang mit den aktuellen Problemen einen Blueprint für die Zukunft kreieren könnte. Nicht nur für unsere aktuellen Projekte, sondern auch für alles, was noch kommt – und ich glaube, dass auch viele andere davon profitieren könnten.

Aber was meine ich genau mit Herausforderungen? Wir haben es uns zum Ziel gesetzt, eine „teal organization“ aufzubauen. Sprich: Eine Organisationsform, die nicht hierarchisch aufgebaut ist und sich nicht wie eine Maschine, sondern eher wie ein Organismus verhält. Konkret bedeutet das: Es gibt keine festen Arbeitszeiten (oder Erwartungen) und keine Gehälter im klassischen Sinne. Wir haben meistens keine Jobs, für die wir Leute suchen, sondern wir suchen Menschen, die Bock haben, sich einzubringen und das, was sie dann machen wollen, ist genau richtig. 😊

Das war nur ein kurzer Abriss, aber ich hoffe das Prinzip ist klar: Wenig Vorgaben und Zwänge, viel Freiheit und Individualität. Aber mit all der Freiheit kommt natürlich auch mehr Verantwortung, weil Dir eben nicht der Chef eine böse Ansage macht, wenn Du mal was vergisst. Und wenn alle nur machen, worauf sie Lust haben, bleiben natürlich Aufgaben auf der Strecke. Wenn es keine festen, vorgegebenen Arbeitszeiten gibt, ist es manchmal schwer, gemeinsame Termine zu finden. Und so weiter und so fort.
Unsere Herausforderung ist es, eine „Ja-Und-Lösung“ zu kreieren und in die Tat umzusetzen. Freiheit UND Verlässlichkeit. Flexibilität UND Verantwortung.
Ich bin sehr dankbar, dass ich ein Teil von dem Prozess sein darf und freue mich auf eine Zukunft, in der Arbeit nicht Stress und Zwang bedeuten muss, sondern auch für Glück und Erfüllung stehen kann.

Bis dahin wünsche ich frohe Weihnachten, bis zum nächsten Mal. 😊

 

Johannes #21

Freiburg, am Sonntag, 19. Dezember 2021, 9.01 Uhr

Ihr „erwischt“ mich gerade mitten an einem Wechselpunkt zwischen zwei Phasen.

Zuletzt war mit o4U nochmal sehr viel machen, kreieren, voranbringen etc.
Unter anderem haben wir letzten und am gestrigen Samstag wieder zwei Online-Workshops für Trainer gemacht.
Hat super viel Spaß gemacht! Es waren Leute aus Kiel und Hamburg dabei, genauso wie aus Österreich und der Schweiz.
Gefühlt wäre es auch ohne Vortrag ein großer „Erfolg“ gewesen, einfach nur indem man die richtigen Leute zusammengebracht hat…

Jedenfalls…

Dadurch, dass jetzt die Weihnachtszeit beginnt, sind einige Leute wieder in Freiburg, mit denen sonst nur digitaler Austausch stattfindet (vor allem Manu + Elias).
Aber da die Zeit in Person natürlich begrenzt ist, bevor beide wieder abreisen, gilt es jetzt:
Prioritäten ändern + auf die neue Situation anpassen.

Und genau das ist der Übergang, über den ich mir heute Morgen schon viel Gedanken gemacht habe.
Unter anderem habe ich darüber gejournalt, wie mein „Masterpiece Day“ (danke für die Inspiration
Brian 😊 Vermutlich einer meiner wichtigsten Praktiken in meinem Leben) aussieht über die nächsten 3 Wochen.

Die Antwort? Gibt es noch nicht!
Hier ist noch viel ausprobieren angesagt.
😇
Was ich aber sagen kann: Er wird anders aussehen als in den letzten 3-4 Monaten. Definitiv. Und genau das ist ja das Schöne daran. Der Weg ist das Ziel. Optimalist statt Perfektionist (siehe Anselms Post zwei weiter unten
😊). Leitstern statt fernes Ufer.

Ich freue mich auf die Herausforderung.

Bis nächste Woche 😊

 

Valerie #20

Cuenca, am Donnerstag, 16. Dezember 2021, 12:00 Uhr

Jetzt habe ich gestern tatsächlich zum ersten Mal meinen Blog-Eintrag vergessen... Und dummerweise wird’s noch enttäuschender. Ich bin mit Migräne aufgewacht, war gerade 30 Minuten am Laptop und merke, dass ich diesen sofort wieder weglegen möchte, weil die Kopfschmerzen zurückkommen und stärker werden. Also war‘s das für heute, der Rest des Tages wird self-care Zeit.

Anselm #20

Freiburg am Dienstag, 14. Dezember 2021

"Eine Goldmedaille ist eine wunderbare Sache, doch wenn du ohne sie nichts wert bist, bist du es mit ihr auch nicht."

Zitat aus dem Film „Cool Runnings“, den wir gestern angeschaut haben. Geht um ein bzw. das jamaikanische Bobteam, die bei Olympia mitfahren wollen. Der Film ist mega, ich habe ihn drei Mal gesehen und kann ihn drei Mal empfehlen.

Aber das Zitat habe ich dieses Mal besonders gefühlt. Ich habe in letzter Zeit mit verschiedenen Leuten über das Thema Zufriedenheit, Perfektionismus und Co gesprochen und würde mir manchmal wünschen, dass ich das Wissen auch noch mehr auf mich selbst anwende. In vielerlei Hinsicht arbeite ich aktuell auf etwas hin und dadurch entsteht unterbewusst der Eindruck, dass ich erst zufrieden sein kann, wenn ich das erreicht habe. Was ich jeder anderen Person in der Situation sagen würde, will ich noch mehr auf mich selbst anwenden:

Es gibt den Perfektionisten, der glaubt, dass am Gipfel des Berges sein Glück wartet. Aber jedes Mal, wenn er oben angekommen ist, ruft schon der nächste Berg. Er erklimmt viele Berge, aber richtig glücklich ist er nie.
Eine Alternative ist der Nihilist/Hedonist, der gar nicht erst versucht, zum Gipfel zu kommen. Er will sich einfach nur eine schöne Zeit machen und alles genießen, aber auch er ist nicht so richtig zufrieden. Irgendwas fehlt.

Wer ich sein will? Keiner von beiden. Tal Ben-Shahar kennt noch eine dritte Variante, die mir besser gefällt: Der Optimalist. In Richtung des Gipfels streben und dabei den Aufstieg und den Ausblick genießen und die Anstrengung wertschätzen. Denn laut Ben-Shahar (und ich würde es genauso unterschreiben) liegt unsere Zufriedenheit nicht im Erreichen eines Ziels, sondern in der Bewegung in Richtung eines Ziels.

Wenn ich mich leer fühle, bevor ich meine Ziele erreiche, dann gibt es vielleicht einen kurzen Moment oder eine Phase von Zufriedenheit, aber die Leere wird zurückkommen. Und ich will nicht leer sein!

Deswegen will ich mich committen, mehr den Weg zu wertschätzen, auf dem ich mich gerade befinde. Egal ob ich in 3 Monaten viel fitter bin als jetzt oder nicht, wir mit dem Crowdfunding fünf oder fünf Millionen Euro eingenommen haben, egal ob ich später in einer Bruchbude oder in einer riesigen Villa wohnen werde – Ich will den Weg dahin mehr genießen und das ist mir durch den Film gestern nochmal viel klarer geworden.

Auf eine glückliche Woche mit wertvollen Zielen, in deren Richtung wir uns bewegen.

 

Elias #20

Nijmegen, am Freitag, 17. Dezember 2021

Auf dem Weg nach Weimar, wo ich meine Familie treffen werde. Es ist Connection angesagt: Werwolf und Tabu spielen.

@JFK: Ich fande Deinen vergangenen, sehr persönlichen Eintrag interessant zu lesen und bin gespannt, was daraus wird…

Dankbarkeit: Ganz simpel: Am Leben zu sein…

Johannes #20

Freiburg, am Sonntag, 12. Dezember 2021, 9.17 Uhr

Gemischte Gefühle am Sonntag-Morgen. 😊

In meiner Meditation kam heute ein Gefühl hoch, was wohl schon länger im Untergrund versteckt liegt und von mir noch nicht ausreichend adressiert wurde. Und bekanntlich ist das Leben gut darin, uns immer wieder die Dinge vor die Füße zu werfen, die wir für unsere Entwicklung brauchen und das Ganze so lange macht, bis wir schließlich „surrendern“ und sagen „na gut, dann beschäftige ich mich halt damit und wachse“.

So richtig kann ich es noch gar nicht als Gefühl beschreiben, wenn ich es benennen müsste, wäre es ein „Genervt-Sein“.
Genervt von vermeintlicher Unzuverlässigkeit anderer, von vermeintlich fehlender Bereitschaft, 100% Verantwortung zu übernehmen oder von vermeintlich fehlemden Commitment. Das wichtige Wort: Vermeintlich!

Ganz unabhängig davon, ob an den Punkten tatsächlich inhaltlich etwas dran ist, wenn es ein solches Gefühl in mir auslöst, ist das erstmal ein Zeichen bei mir selbst reinzuschauen (Welcher Schatten von mir führt zu der Projektion? Wo bin ich selbst unzuverlässig? Wann übernehme ich selbst nicht 100% Verantwortung?).

Denn erst wenn ich das weiß, löst sich der trübe Nebel auf und ich kann mit Klarheit auf die Dinge schauen und beurteilen, welche Gedanken auch wirklich inhaltlich zutreffen…

Das habe ich dann mal direkt gemacht im Journal.
(Inzwischen nehmen ich mir meinen kompletten „DeepWork 1“ zum Journaln. 5x15 min + 15 Minuten für eine Zusammenfassung. Die Themen bzw. konkreten Fragen für die 15min-Blöcke schreibe ich mir immer am Tag zuvor raus. Auch wenn Sie dann manchmal durch das ersetzt werden, was in der Meditation hochkommt.)

Und siehe da: Direkt ein paar Prozent mehr Klarheit und die „negativen“ Gefühle haben sich (erstmal) in Luft aufgelöst.
Sicherlich nicht das Ende, aber definitiv ein Schritt nach vorne.

Und danach war dann der Weg frei für Dankbarkeit. Momentan habe ich den Eindruck, dass sich die Dinge gerade einfach so „fügen“. Das Puzzle-Teil setzt sich immer mehr zusammen, man trifft genau die richtigen Leute, es öffnen sich genau die richtigen Türen zur richtigen Zeit. Egal ob in Sachen Fußballschule, Aufträge, Team oder allem anderen. Das gehört ja ohnehin alles zusammen. 😊

Aufregende Zeit! 😊

Elias #19

Nijmegen, am Sonntag, 12. Dezember 2021

Ich bin ehrlich, ich habe gerade gar keine Lust wöchentlich in dieses Tagebuch zu schreiben. Es fühlt sich gerade nach einem Extraaufwand an, für den ich mir keine Zeit nehmen will. Und deshalb auch kein Wunder, dass ich es in den vergangenen Wochen habe schleifen lassen.

Wie auch immer…
Mir geht es gerade recht gut in Nijmegen. Die letzten 1,5 Monate waren eine Art „Downphase“, wenn ich zurückblicke. Ich war krank, Corona war wieder da und die Leute um mich herum haben auch nicht unbedingt Lebensenergie ausgestrahlt, was einen wiederum beeinflusst. Jetzt gerade fühlt es sich so an, als ob sich der Bogen wieder schließt. Ich besitze wieder mehr Energie.

Was außerdem eine interessante Sache ist: Bei meinem vergangen Circling Wochenende – hier der Link zur Webseite für Interessierte - hatte ich die bisher krasseste Erfahrung in meinem Leben. Ich habe mit einer anderen Person 1,5h Blickkontakt gehalten, was in mir ein Gefühl von Verbundenheit und „Tiefe“ erzeugt hat, dass ich davor noch nicht gekannt hatte. Ich hatte Gänsehaut über meinen gesamten Rücken. Es war so, als ob sich alle Zellen in meinem Körper öffnen würden.
An dem gesamten Wochenende in Amsterdam habe ich mich am „richtigen Ort“ gefühlt. Circling oder Authenti c Relating fühlt sich nach etwas an, dass sehr „aligned“ mit meinen Werten & Persönlichkeit ist. Es hat mir Energie gegeben und es gibt mir jedes Mal Energie aufs Neue.

Ich freue mich bald nach Freiburg zu kommen und viele Leute wiederzusehen.

Valerie #19

Cuenca, am Mittwoch, 8. Dezember 2021, 12:14 Uhr

In den letzten Tagen hat sich so viel bewegt, verändert, freigesetzt.

Ich bekomme gerade immer mehr Klarheit darüber, was mir gerade guttut, was ich machen möchte, und vor allem wie ich mich in diese Welt einbringen will.

Gestern hatten wir den ersten o4U Women Circle Zoom und huiuiuiuiuiui! Ich liebe Frauen einfach, haha! Es war so eine schöne Energie im (Zoom) Raum. Wir haben uns hitzig über politische Themen unterhalten, so viel Verständnis füreinander aufgezeigt, Erfahrungen geteilt, Ideen für die Zukunft gesammelt und vieles mehr. Ich freue mich jetzt schon riesig auf den nächsten Zoom, der nächsten Dienstag stattfinden wird.

 

Jede Frau bringt ihr eigenen Qualitäten mit und das ist schön! Ich wünsche mir sehr, dass der Women Circle (wir werden den Namen wahrscheinlich noch ändern, damit das ganze inklusiver wird, und dass die Gruppe auch einladend für non-binäre Menschen klingt und ist) ein nährstoffreicher Boden für die Entwicklung und das Gemeinschaftsgefühl aller Frauen wird.

Es gibt so viele Frauen, die schon vor uns für Freiheit, Gleichberechtigung, Verständnis, Respekt, Akzeptanz usw. gekämpft (ich versuche diese Kriegsbegriffe zu vermeiden, aber irgendwie finde ich, gibt es kein anderes passendes Wort dafür) haben und es ist schön, nun das Gefühl zu haben, diese Arbeit mit aller Liebe und Energie weiterzumachen, damit wir und die Frauen nach uns noch gleichberechtigter leben dürfen und können.

Außerdem bin ich unendlich dankbar für ein Gespräch mit Julia (Johannes' Freundin), das ich am Montag hatte, und für Toni und Meli (die seit einigen Wochen auch Teil vom o4U-Kernteam sind). Ich finde es wunderbar, viele inspirierende Frauen um mich herum zu haben... Auch wenn sie physisch weit weg von mir sind, sind sie in meinem Herzen jetzt schon ganz nahe.

Je mehr ich gerade schreibe, desto mehr habe ich das Bedürfnis auszudrücken, dass Frauen & Frauen-Communities ein unglaubliches Gefühl von Kraft und Stärke bei mir auslösen!

Jetzt werde ich mir diesen Ted Talk, den Julia mit uns geteilt hat anschauen: We should all be feminists | Chimamanda Ngozi Adichie | TEDxEuston

Ich nehme an, er wird sehr spannend sein, deshalb empfehle ich ihn jetzt schon an euch weiter 😉 

Anselm #19

Freiburg am Dienstag, 07. Dezember 2021

Ich will mehr Sport machen.
Und ich glaube daran, dass dieses Vorhaben mich keine Zeit kosten wird, sondern ich dadurch sogar Zeit gewinne. Weil die Herausforderung mehr Sport zu machen und trotzdem „alles andere“ hinzukriegen mich dazu bringt, meine Zeit besser zu priorisieren und strukturieren. Was mir dann auch bei „allem anderen“ helfen wird.

Ich bin mal gespannt, wo diese Idee mich hinführen wird. Aktuell ist meine Vision, jeden Morgen eine Stunde Sport zu machen. Allerdings will ich auch 1000 andere Sachen machen, unter anderem jeden Dienstag einen Eintrag hier zu schreiben. Das ist mir heute übrigens erst eingefallen, als ich mittags ganz entspannt in der Badewanne saß. 😉

Davor war ich skaten (also Langlauf-Skaten) und bin gerade sehr dankbar für die wunderbare Lage Freiburgs, durch die ich in 20 Minuten auf einmal in der Winter-Wunderlandschaft Skifahren kann. Auch wenn das nicht immer ganz so leicht ist, bin ich ebenso dankbar für die ganzen Herausforderungen, die sich gerade ergeben und die mir auf Dauer helfen werden, zufriedener zu leben.

Probleme sind Gelegenheiten zu zeigen, was man kann.

 

Johannes #19

Freiburg, am Sonntag, 5. Dezember 2021, 9.06 Uhr

Dankbarkeit ist doch etwas Schönes. 😊

Gerade zurück vom Frühstücks-Spaziergang bin ich mal wieder sehr dankbar, für den Ort, an dem ich wohnen darf. Für die Aussicht und die Natur, für die Nähe zur Dreisam und für all die wunderbaren Nachbarn in den anliegenden Straßen. 😊

Mindestens genauso dankbar bin ich auch für unser o4U-Team und die Dynamik, die sich gerade entwickelt.
Wie Ansi mal so schön geschrieben hat: Keine Maschine, die läuft wie gut geölt, sondern ein Organismus, der wächst und wächst. Der eine Eigendynamik annimmt, die durch unseren gesunden Nährboden (Werte + Teal-Organizations-Strukturen + Menschenbild) zwangsweise auch in eine gesunde Richtung wächst. Von ganz alleine, ohne Druck von außen, ohne jemanden, der oder die das Zepter in der Hand hält und bestimmt, wo es lang geht.

@Valérie:
Ich freue mich schon sehr drauf, wenn Du diese Herausforderung gemeistert hast (bzw. mehr gemeistert hast). Das wird nochmal unglaublich viel Energie freisetzen, nicht nur kurzzeitig, sondern konstant. Und da liegt die Magie: Die Sachen, die gut für eine*n sind und von großem Wert für alle nicht nur hin & wieder zu machen, sondern ständig. Tag ein Tag aus.

Ich gehe jede Wette ein, dass Dir das Optimize Coach Program dabei enorm weiterhelfen wird, denn darum geht es quasi ständig. Ich bin echt richtig richtig aufgeregt, wie viel mehr Potential wir nochmal aus o4U herausholen, wenn ihr gemeinsam im Januar damit startet. Klingt komisch, aber ist für mich irgendwie wie ein weiterer Meilenstein schon an sich. 😁

Wenn wir gerade schon dabei sind, mache ich die Schleichwerbung doch noch explizit:
Optimize hat mein Leben verändert und ohne Optimize gäbe es jetzt wohl kein o4U und kein goal4U.
Im Januar startet eine neue Runde Optimize Coach (nicht vom Namen ablenken lassen, das ist nicht nur für Coaches, sondern für jede*n!) und sie haben gerade den Preis nochmal auf unglaubliche 300$ gesenkt (+ man kann eine*n Freund*in mitbringen).

Hier geht’s zum Coach Programm, wenn es Dich interessiert.
Und
hier zur kostenlosen(!) Optimize Premium Version.

Let’s change the world. 💪😍

Elias #18

Nijmegen, am Freitag, 3. Dezember 2021

Dieses Wochenende werde ich einen „Circling“-Workshop machen. Dabei geht es darum authentische, ungefilterte Verbindung mit anderen Leuten aufzubauen. Ich bin gespannt.

Valerie #18

Cuenca, am Mittwoch, 1. Dezember 2021, 16:04 Uhr

Ich habe heute wenig Muse zu schreiben, ich bin total im work- und „do do do“-Modus, aber meine Kreativität ist ziemlich „müde“.

In den letzten Tagen hatte ich viel auf meiner To-Do-Liste (eigentlich nenne ich sie Inspirations-Liste, damit das „to do“ nicht so nach müssen & Druck klingt, aber wenn ich hier einfach Inspirations-Liste schreiben würde, wüsste wahrscheinlich niemand, wovon ich rede) und ich habe das Gefühl, Pausen, Leerlaufzeit und Natur vernachlässigt zu haben.

Manchmal fällt es mir schwer, meine Zeit und Energie gut einzuteilen, denn wenn ich Inspiration und Lust auf etwas habe, bin ich so gut wie unaufhaltbar. Aber kurz danach, wenn ich all meine Energie unkontrolliert rausgeballert habe, fühle ich mich manchmal wie in einer „mini-burn-out-phase“.

Ich glaube, das ist gerade auch das, worauf ich meinen Fokus legen will: Wie kann ich meine Zeit und Energie so aufteilen, dass ich mehr ausbalancierte Ressourcen habe, anstatt mich immer in einem extremen Hoch oder Tief zu befinden?

Die Antwort (zumindest eine mögliche Antwort) weiß ich eigentlich. Und Johannes wird sich jetzt bestimmen freuen, dass ich ihn mehr oder weniger rezitiere ;) Ich brauche auf der einen Seite Struktur und ein Organisations-System, auf der anderen Seite aber auch Spontanität, Flexibilität & Freiheit… Ist nur manchmal gar nicht so einfach wie gesagt.

Wer noch mehr Tipps und Ideen zu dem Thema hat – bitte immer her damit J

Für heute nehme ich mir noch vor, einen Yoga „free flow“ zu machen und eine halbe Stunde Spanisch zu lernen, abends wird dann „Freizeit“ (die ich bzw. wir wahrscheinlich mit malen verbringen werden, weil das momentan meine Lieblings-Abendbeschäftigung ist).

Anselm #18

Freiburg am Dienstag, 30. November 2021

Johannes hat letzte Woche den Vorschlag gemacht, dass alle, die am Crowdfunding beteiligt sind, jeden Morgen 15 Minuten journaln. Heißt: Einfach aufschreiben, was in den Kopf kommt, wahlweise zu einem bestimmten Thema. Die Rückmeldung ist eindeutig. Es ist total hilfreich, nicht nur für goal4U, sondern auch für jede:n persönlich, was wiederum gut für goal4U, o4U und die ganze Welt ist. Auch mir geht es so, ich komme ständig auf neue Ideen, sei es für Trainingsinhalte, Weihnachtsgeschenke oder Blogbeiträge und es hilft mir sehr Klarheit über mich und meine Aufgaben zu entwickeln. Deswegen schreibe ich diesen Blogbeitrag heute auch als Journal. Vor dem ersten Wort habe ich einen Timer auf 15 Minuten gesetzt und jetzt schreibe ich einfach, was mir in den Kopf kommt.

Jetzt denke ich gerade an ein Fußballcamp von ProKick mit Übernachtung, das ich gestern gesehen habe. Ist eine sehr coole Idee und bringt mich selbst auf lauter Ideen, was ich in dem Rahmen alles machen würde.
Auf jeden Fall würde ich es so aufteilen, dass jede:r mal beim Kochen dabei ist. Ich glaube, wenn man das nicht als Strafe, sondern als cooles Highlight macht, haben die meisten da Bock drauf.
Auch cool ist, dass man nicht nur auf dem Fußballplatz ist, sondern auch viel Zeit ohne Fußball miteinander verbringt. Das würde ich nutzen, um viele lustige Teamspiele mit den Jungs und Mädchen auszuprobieren. Da habe ich selbst richtig Lust mitzumachen.

Die nächste Idee, die mir gerade kommt, ist das hier als Video für YouTube zu nutzen. Als Aufhänger den Stunden- beziehungsweise Wochenplan des Camps und im Video erkläre ich die einzelnen Ideen und Aktivitäten. Quasi ein Utopia-Video.

Eine unserer Challenges ist es aktuell, erstmal irgendwelchen Content für Social Media zu produzieren. Denn alle, die da ein bisschen Erfahrung haben (Manu! 😊), sind sich einig: Den perfekten Inhalt braucht man nicht, vor allem anfangs geht es einfach darum „irgendwas“ zu produzieren und hochzuladen. Das klappt aktuell noch nicht so gut. Was ich in der Hinsicht machen will? Heute um 13 Uhr haben wir einen Call mit dem „Creator-Team“ und genau das will ich dort ansprechen. Ich freue mich schon darauf, denn die Stimmung bei unseren Zoom-Calls ist immer nice (ein Hoch auf die teal organization!)

Was mir da zum Abschluss einfällt (noch <1 min): Unser Zoom-Raum ist unter folgendem Link zu erreichen: https://us02web.zoom.us/j/9949939921?pwd=bzMrMC9TS09sMlFWd2JMNXZIQmlVQT09
Und: jede:r ist da willkommen. Wenn Dir langweilig ist, einfach mal draufgehen, vielleicht triffst Du ja jemanden.
😉
So, meine Uhr piept, die Zeit ist rum, bis nächste Woche!

 

Johannes #18

Freiburg, am Sonntag, 28. November 2021, 9.25 Uhr

Einen Tag später und ich sitze wieder da.
Gestern hatte ich bereits schonmal angefangen, den Tagebuch-Eintrag zu schreiben und dann erst beim Ändern des Datums gemerkt, dass es ja Samstag war und nicht Sonntag.

Wovon ich erzählen wollte (und warum ich vermutlich auch ein wenig von der Rolle war), waren die Ereignisse des Frühstücks-Spaziergangs:

Als ich über die Brücke über den Eschbach gelaufen bin, direkt bevor sie in die Dreisam fließt, hatte ich einen Graureiher entdeckt, der bis zum Bauch im Wasser stand. Ich blieb ein paar Minuten stehen und beobachtete ihn auf der Jagd, bevor ich schließlich noch ein paar Meter weiter ging und mein Frühstück fertig „inhalierte“.

Auf dem Rückweg machte ich dann nochmal kurz halt und siehe da: Der Graureiher war in Lauerstellung (und zwar so richtig). Und einige Sekunden später schnappte er dann auch zu. Ganz nah am Ufer im Gestrüpp, sodass ich nicht sagen konnte, ob seine Beute von Land war (Maus) oder aus dem Wasser (Fisch).
Um es herauszufinden, habe ich mich gleich nochmal ein paar Meter näher geschlichen. Normalerweise fliegen die Graureiher bei der Entfernung immer weg, aber er war wohl noch zu sehr mit der Beute beschäftigt, auch wenn er (oder sie) mich auf jeden Fall spätestens dann wahrgenommen hat.

Die Art, die Beute herunterzuschlucken (im Ganzen) würde ich uns Menschen übrigens nicht empfehlen… 😁

Jedenfalls war das Spektakel noch nicht zu Ende:
Während der Graureiher noch mit seiner Beute beschäftigt war und mich im Auge behielt, schlich sich vom Feld aus eine Katze an und kam immer näher.

Vielleicht war sie sauer, dass der Reiher ihre Beute weggeschnappt hat, keine Ahnung. Jedenfalls kam sie immer näher und in meinem Kopf drehten sich viele Fragen:
- Soll ich den Reiher warnen?
- Hat er es nicht eh schon gemerkt?
- Attackieren Katzen wirklich Graureiher?
- Wer gewinnt beim Kampf Katze vs. Graureiher?
- Ist es ok, in einen „natürlichen Prozess“ einzugreifen? (Wobei ich ja schon bereits spätestens zu dem Zeitpunkt eingegriffen hatte, als der Reihe seine Aufmerksamkeit auf mich lenkte, während er die Beute verspeiste.

Nun ja….

Tatsächlich bemerkte der Graureiher die Katze, als sie bis auf circa einen Meter herangekommen war und flog ein paar Meter zur Seite auf ein paar Steine mitten im Eschbach.
Die Katze? Gab noch nicht auf und nahm einen kleinen Umweg, um auch auf die Steine zu kommen (der Eschbach ist aktuell sehr niedrig, sodass überall noch Steine zum Laufen rausgucken).
Das war dem Reiher dann zu viel und er flog ganz von dannen.

Situation geklärt, aber die Frage nach Katze vs. Reiher verbleibt…

Elias #17

Nijmegen, am Freitag, 26. November 2021

-

Valerie #17

Cuenca, am Mittwoch, 24. November 2021, 11:58 Uhr

Heute wird’s mal wieder kurz, weil mich meine sage und schreibe vierte Lebensmittelvergiftung dieses Jahr immer noch ganz schön fix und alle fühlen lässt. Ich will nur ein paar kleine Stichpunkte loswerden:

1.      OMFG sind wir momentan ein nices o4U Team, dass sich so krass und schön bei fast allem ergänzt. Ich bin glücklich und zufrieden so wie es gerade ist, und ich freue mich gleichzeitig darauf, alle Menschen, die irgendwann noch ein Teil von o4U werden, kennenzulernen!

2.      Ich bin dankbar, dafür, dass meine Dankbarkeitsliste so lang ist! Ich wache in letzter Zeit jeden Morgen auf und hab richtig Bock auf den Tag, die o4U calls, Zeit mit Malte zu verbringen, zu malen etc.

Xoxo

PS: Ein kleiner Serien-Tipp… Als es mir in den letzten Tagen nicht so gut ging, haben wir die norwegische (oder finnische!?) Serie „Home for Christmas“ geschaut. Ich schaue normalerweise kaum Fern oder Netflix, aber die Serie war wirklich süß (& seicht aber nicht boring) und ich kann sie sehr für eine gemütliche Weihnachtstimmung empfehlen ;)

 

Anselm #17

Freiburg am Dienstag, 23. November 2021

Ich habe gerade schon einmal einen Eintrag geschrieben, aber dann wieder gelöscht. Es war irgendwie nicht besonders packend, weil ich nicht wusste, was ich schreiben soll und einfach irgendwas hingeschrieben habe, was sich halbwegs gut anhört. Ich bewundere gerade alle Menschen, die konstant über Jahre hinweg, regelmäßig auf irgendeine Art kreativ waren. Das ist echt schwer. Damit es trotzdem was Spannendes gibt, hier jetzt eine Geschichte die mich letzte Woche mal wieder inspiriert hat (und die tatsächlich passiert ist):

Wir spulen ein paar hundert Jahre zurück und zwar nach Thailand. Da herrschte gerade Krieg und es gab ein Kloster, dessen Mönche wussten, dass es wahrscheinlich nicht mehr allzu lange dauern würde, bis auch sie dem Krieg zum Opfer fallen würden. Ihr größter Schatz war eine große Buddha-Statue, die komplett vergoldet war. Für den Fall, dass das Kloster tatsächlich eingenommen werden würde, bedeckten sie die den Buddha von oben bis unten mit Schlamm und Dreck. Und tatsächlich: Die Mönche wurden alle getötet oder verschleppt, aber die wertlose braune Statue interessierte niemanden. Bis ins Jahr 1957. Denn das Kloster war mittlerweile wieder bewohnt, allerdings sollte es umgezogen und woanders neu aufgebaut werden. Beim Transport des großen schmutzigen Buddhas brach ein Stück ab und durch den kleinen Schlitz schimmerte es golden hindurch. Die Mönche befreiten die Statue nach und nach von ihrer jahrhundertealten Verkleidung und auf einmal war der Buddha wieder golden.

Warum ich diese Geschichte so mag? Ich denke dabei an jede:n einzelne:n von uns, aber besonders an die Arbeit mit Kindern zum Beispiel durch goal4U. Meine Aufgabe ist nicht, sie nach meinen Wünschen und Vorstellungen zu formen oder sie zu irgendwas entwickeln, was sie gar nicht sein wollen. Meine Aufgabe ist es, sie zu unterstützen und ihnen zu helfen ihre eigenen Ziele und Träume zu erreichen. Das Gold ist schon da. Kinder sind motiviert, neugierig und lernwillig, haben eine blühende Fantasie und Spaß an so vielen Dingen.
Meine Verantwortung sehe ich eher darin, sie „sauber zu halten“ oder sie von einer zusätzlichen Schicht an Staub zu befreien. Dann werden sie richtig glänzen.

Auf eine goldene Woche!

 

Johannes #17

Freiburg, am Sonntag, 21. November 2021, 10.49 Uhr

Erstmal möchte ich Valéries „Wäre es nicht cool, wenn…“ Ideen feiern und den Eintrag ganz allgemein. Musste (genauso wie bei Anselms letztem Post) sehr viel grinsen und hatte danach einfach gute Laune bei meinem Spaziergang. 😊

Dabei kam mir auch auf etwas zu einer Frage zu schreiben, die mir sehr oft gestellt wird und deren Antwort gerade passender ist als nie.

„Wieso machst Du sonntags nicht auch mal Pause von der Arbeit?“

Meistens antworte ich daraufhin mit einer Gegenfrage:
„Warum soll ich sonntags nicht die Dinge machen, die mir Spaß machen?“
Die „Arbeit“ macht mir jeden Tag Spaß, gibt mir Energie und inspiriert mich. Warum also nicht auch sonntags?

Außerdem mache Ich ständig Pausen, nur halt nicht im Wochen-Rhythmus.
Unser Herz fragen wir ja auch nicht, ob es nicht mal einen ganzen Tag Pause einlegen will. Das macht ständig Pausen (zwischen den einzelnen Schlägen, circa 15 Stunden am Tag), aber nimmt sich nicht mal das Wochenende frei.

Und so ähnlich versuche ich es auch:
Jeden Tag zwischen meinen Deep-Work-Blöcken, nach dem Mittagessen und nach dem Abendessen (um 15.30
😁).
Leute, die mich nur von draußen von der Dreisam kennen, fragen mich häufiger, ob ich ständig Urlaub hätte…

Und um nochmal mit Valéries Idee zu enden:
Wäre es nicht cool, wenn irgendwann alle Leute Tag für Tag etwas machen würden, was sie erfüllt und Ihnen Energie gibt.
Wäre es nicht cool, wenn der vermeintliche Widerspruch zwischen Arbeit und Urlaub irgendwann vollkommen an Bedeutung verliert.
Wäre es nicht cool, wenn wir mit o4U unseren Teil dazu beitragen, indem wir als Vorbild vorangehen.
😊

Elias #16

Nijmegen, am Freitag, 19. November 2021

I just got my first grade of the year: 8.6 out of 10!

Und mir fällt gerade auf, dass ich das in Englisch schreibe, haha.

Ich bin dankbar für meine Freundschaft mit Ansi und wenn ich ehrlich bin, vermisse ich die WG schon ein bissle :).

Wäre es nicht cool, wenn wir irgendwann ein o4U Dorf + o4U Fußballteam haben...

Valerie #16

Cuenca, am Mittwoch, 17. November 2021, 11:40 Uhr

Ich denke gerade an Johannes‘ Worte aus einem seiner letzten Posts, als er meinte, er freue sich immer am meisten darauf, die anderen Tagebuch-Einträge zu lesen. Und so ist es bei mir tatsächlich auch! Ich öffne immer voll Vorfreude die Word Datei und freue mich aufs Lesen wie auch aufs Schreiben meines eigenen Posts.

Sowieso bin ich gerade wie frisch verliebt in o4U! Die letzten Treffen waren so wholesome (ich finde kein deutsches Wort, dass das Gefühl besser beschreiben könnte!) und inspirierend. Ich habe mich wieder daran erinnert, warum ich ein Teil von o4U bin und sein möchte. Es ist so wichtig für mich, eine community um mich herum zu haben, die mich ständig an meinen purpose & irgendwie auch an den Sinn des Lebens (für mich sind das im Endeffekt immer zwischenmenschliche Beziehungen & Liebe (nicht nur im romantischen Sinne)) erinnert. Deshalb haben Malte und ich uns auch dazu entschieden, bis Ende Dezember erstmal in Cuenca zu bleiben & nicht direkt ins nächste Workaway Projekt zu hüpfen. Dadurch habe ich viel mehr Zeit und Raum für die o4U Meetings und vor allem das Crowdfunding, das jetzt startet.

Unsere letzte Woche war auch wirklich wunderbar. Im letzten Post meinte ich ja, ich wünsche mir mehr Kultur... Und prompt habe ich sie bekommen. Malte hat mir ein Menü-Abendessen in einem veganen Restaurant und Ballett-Karten für das russische Ballett, das in Cuenca war, geschenkt. Gestern waren wir im Cajas Nationalpark, der atemberaubend schön ist. Diese Weite und Stille zu spüren ist ein phänomenales Gefühl!

À propos veganes Restaurant… Das nicht mehr ganz so vegane Leben läuft. Ich gebe zu, dass mir Fisch, gegrillte Hühnerbrust & hartgekochte Eier wohl doch mehr schmecken als ich dachte. Mit Joghurt und Käse kann ich allerdings wenig anfangen. Ich finde den Geschmack seltsam und zu extrem. Nur eine Sache, beziehungsweise ein Gedanke, lässt mich nicht los: Ich habe seitdem ich mit tierischen Produkten rumprobiere dauerhaft verstopfte oder entzündete Nasenneben- und Stirnhöhlen. Tierische Produkte sind bekannt dafür, dass sie schleimformend und entzündlich auf unseren Körper wirken können. Gleichzeitig wurde meine anxiety aber viel besser, seitdem ich mehr Protein esse. Ein Dilemma! Und eventuell ist das mit den verstopften Nasenneben- und Stirnhöhlen ja auch nur ein Zufall und liegt an etwas ganz anderem (z.B. an Parasiten, die wir uns höchstwahrscheinlich neulich eingefangen haben). So ist das bei Gesundheitsthemen, eine 1000%ige Sicherheit und Gewissheit haben wir meistens nicht, weil es schwer ist, zwischen Korrelation und „causation“ zu unterscheiden, und generell ist unsere Gesundheit multifaktoriell und „multi-layered“. Das heißt für mich, weiter experimentieren und ganz achtsam beobachten, was mir momentan (denn das darf und kann sich schnell auch wieder ändern) guttut und was nicht.

Ich bin dankbar für die letzten o4U calls und die ganzen neuen, extrem coolen Leute, die in den vergangenen Monaten dazu gestoßen sind. Ich bin dankbar für das Internet & dass ich einfach so, kostenlos & unkompliziert auf YouTube Aquarell Unterricht nehmen kann. Ich bin dankbar für Malte. Ich bin unendlich dankbar dafür, dass die anxiety besser geworden ist, denn das war an der Grenze zum Unaushaltbaren. Ich bin dankbar für die schnuckelige airbnb Wohnung, in der wir gerade wohnen, und in der ich mich so wohl & sicher fühle.

In den letzten Tage kamen mir viele „Wäre es nicht cool, wenn…“ Ideen, deshalb teile ich jetzt einfach mal ein paar davon:

Wäre es nicht cool, wenn o4U eine eigene, organische Kosmetik-Line hätte, von Hand hergestellt und aus Kräutern des o4U community Gartens? Wäre es nicht cool, wenn o4U einen Co-Working Space mit einem Healthfood Shop / Café hätte? Wäre es nicht cool, wenn es eine o4U interne (oder auch öffentliche) Tausch-Börse gäbe, um weniger Kleidung, Gebrauchsgegenstände etc. zu „verschwenden“ und mehr zu recyclen? Wäre es nicht cool, wenn o4U eine Töpfer-Werkstatt und ein Kunst-Atelier hätte?

 

Anselm #16

Freiburg am Dienstag, 16. November 2021

Der Kreis schließt sich (und bleibt trotzdem offen).

Diesen Gedanken habe ich zurzeit ziemlich oft. Es ergeben sich einfach so viele Sachen, die man nicht besser hätte planen können. Zum Beispiel wenn wir einen Call zum Thema Achtsamkeit und Fußball ausmachen und der nächstbeste, mit dem wir sprechen gerade eine Bachelorarbeit über Achtsamkeit im Nachwuchssport schreibt. Oder wenn Johannes uns mit jemandem connected, die eine absolute Expertin im Gebiet Achtsamkeit und Montessori ist, was wiederum den Bogen zwischen meiner eigenen Kindheit und meiner jetzigen Arbeit schließt. Ich könnte die Liste noch weiterführen, es gibt im Moment einfach sehr oft den Moment, in dem das „Gesetz der Anziehung“ mal wieder zuschlägt und uns eine neue Möglichkeit beschert und einen Bogen schlägt oder einen Kreis schließt. Allerdings ist der „große“ Kreis noch offen und wird es hoffentlich auch bleiben (siehe goal4U-Logo ganz oben).

Unser größtes Potential liegt nämlich darin, offen zu sein. Offen für neue Ideen, neue Leute und Inspirationen. Ein Platz ist immer frei (wie bei einer russischen Weihnachtsfeier 😊) und wird es hoffentlich auch bleiben.
Falls Du Lust hast, Dich in irgendeiner Form einzubringen oder auszutauschen, freuen wir uns sehr darüber und es wird sich sicherlich etwas ergeben. Ich werde die nächste Woche sicherlich ganz im Sinne der Achtsamkeit mit offenen Augen, Ohren und Herz durch die Tage gehen und schauen was sich ergibt.

Auf eine Woche voller neuer Möglichkeiten, die nur entdeckt werden wollen.

Johannes #16

Freiburg, am Sonntag, 14. November 2021, 10.23 Uhr

Am Freitag war unser erster Workshop bei Freyler.
Und wie ich zu Ansi auf dem Rückweg im Auto gesagt habe: So soll „Arbeit“ aussehen. Es hat sehr viel Spaß gemacht, die Leuten waren offen und gut gelaunt und scheinbar kam der Workshop auch aus Teilnehmer*innen-Sicht gut an (8,6 Bewertung von 10).
Kurzum: Mehrwert kreieren, Spaß haben und Arbeit schließen sich nicht gegenseitig aus, sondern können Hand in Hand gehen.
😊

Dazu war der Call am Freitag phänomenal. Vor allem da Valérie seit Ewigkeiten mal wieder dabei war und auch wieder zwei neue Leute, darunter Toni, die auch schon zwei Gastbeiträge für unsere Seite geschrieben hat.
Als sich (lange nach dem Call) Toni und Valérie noch über ihre gemeinsamen Interessen (Südamerika, Kunst, Podcast, Töpfern, und vieles mehr) unterhalten haben, hatte ich einen Moment, in dem ich echt gerührt war.
Einfach mitzubekommen, wie andere Menschen miteinander connecten und sogar über Zoom eine emotionale Bindung aufbauen können, war toll. Nicht das erste Mal, aber in dem Moment dachte ich, dass genau das o4U ausmacht (wie schon Ansi vor paar Tagen geschrieben hat) und worin die große gemeinsame Power liegt.

„Never doubt that a small group of thoughtful, committed citizens can change the world; indeed, it's the only thing that ever has.“
- Margaret Mead

Elias #15

Nijmegen, am Freitag, 12. November 2021

Es fühlt sich gerade so an, als ob ich in einer Art „Tief“ bin. Ich fühle mich gesundheitlich nicht komplett fit und verschiedene Dinge ändern sich gerade.

Valerie #15

Cuenca, am Mittwoch, 10. November 2021, 10:50 Uhr

Mittlerweile (nach 4 Wochen in Banos) sind wir in der wunderschönen Stadt Cuenca angekommen. Cuenca erinnert mich total an eine spanische Version von Freiburg. Hier fließt auch ein Fluss durch die Stadt, es gibt viele Parks und Günflächen, und insgesamt ist alles super süß und echt hip für südamerikanische Verhältnisse. Es gibt Unverpackt-Läden, vegane Restaurants, entkoffeinierten Kaffee (habe ich bisher noch kein einziges Mal in einem Café in Ecuador gefunden), etc. Wir wohnen in einem schönen, cozy airbnb, ganz in der Nähe der Altstadt.

Am Montag konnten wir hier ganz easy unser Visum um weitere 3 Monate verlängern. Ich dachte, das würde eine mega komplizierte & stundenlange Sache werden, aber wir haben glaube ich nicht mal 1 bis 2 Stunden dafür gebraucht. Fun Fact: Man kann ein Visum erst verlängern, wenn es schon abgelaufen ist, das heißt, wenn man schon illegal im Land ist, lol. Davor geht das nicht… Malte hat das alles für uns herausgefunden und organisiert. Für sowas bin ich ihm unendlich dankbar, weil mich so Orga-Zeug immer schnell überfordert und stresst, wenn ich mir da erst etliche Internet-Seiten durchlesen muss, und dann im Endeffekt nicht mal sicher sein kann, ob das alles stimmt. Also falls jemand mal Hilfe dabei braucht, ein Touristen-Visum in Ecuador zu verlängern, gerne bei mir oder Malte melden! ;-)

Vor Cuenca hatte ich eine leichte „Kultur-Müdigkeit“ oder eine Art „Kultur-Überdruss“. Irgendwie hat’s mich voll genervt, dass alles so unordentlich, dreckig, fast alles in Plastik eingepackt und von Nestlé ist (das ist jetzt übrigens seeeehr generalisiert und übertrieben, aber so hat’s sich in dem Moment angefühlt!). Aber gleichzeitig weiß ich, dass man oft so einen „Dip“ nach einigen Wochen in einer neuen, fremden Kultur hat. Außerdem habe ich mich alles in allem total in Ecuador, die Anden & das Hochland, die Menschen, die Märkte, das Essen verliebt. Nach ein bis zwei Tagen war diese „Müdigkeit“ auch wieder verflogen. Erst recht als wir dann in Cuenca ankamen! Diese Stadt ist gerade eine echte Erfrischung und ein Kultur-Paradies für mich! Hier gibt’s Museen, Kunst-Bedarfsläden, Töpfer-Werkstätten, und vieles mehr.

Gestern haben wir prompt Aquarell-Farben & Papier gekauft und oooohhhhh mein Gottttttttt, ich bin so happy endlich wieder malen zu können! Ich habe zwar meine Aquarell-Palette mit nach Ecuador genommen, aber mein Papier war aus und es ist nicht so leicht diese Sachen in Ecuador nachzukaufen. Eben nur in den großen Städten wie Quito, Cuenca, Guayaquil usw.

Außerdem haben wir uns für einen Töpfer-Kurs angemeldet, der morgen stattfindet. Auch darauf freue ich mich! Wie gesagt, es tut mir einfach gut, Dinge mit meinen Händen zu machen. Egal ob das kochen, malen, Schlamm kneten oder Gras streicheln bedeutet… Manchmal beneide ich Malte (im positivsten Sinne!) dafür, dass er auf einer Waldorfschule war, und sowas einfach im Unterricht hatte! Genauso wie Buchbinderei, Gärtnerei etc. Meine Schule hatte zwar andere Vorteile (z.B. Sprachen lernen), aber könnte ich heutzutage nochmal entscheiden, würde ich safe auf eine alternative Schule gehen. Vielleicht ja die o4U-Schule. ;)

Im letzten Post habe ich über meine anxiety gesprochen und das ist schon ein bisschen besser geworden, aber ganz weg ist es nicht. Eigentlich will ich da gerade auch nichts groß zu sagen, aber eine Sache kam hoch, über die ich heute morgen nachgedacht habe… Ich frage mich oft, was ich machen soll, wenn alte (meist unangenehme) Erinnerungen hochkommen. Ablenken, oder weiter darüber nachdenken und verarbeiten (nach dem Motto „Whatever comes up to the surface is ready to be processed and released!“)? Finde ich aber teilweise eine schwierige Entscheidung und wahrscheinlich ist das auch situationsbedingt und von Person zu Person anders handzuhaben (ist das ein Wort, das man so schreiben kann? :-D). Oft denke ich mir, ja, es ist gut alte Sachen zu verarbeiten und den Erinnerungen erlauben da zu sein & Raum zu schaffen, egal wie unangenehm das sein mag. Und manchmal denke ich mir, es ist okay sich abzulenken und die Erinnerungen damit quasi zu unterdrücken, wenn es sich in dem Moment nicht richtig anfühlt, sich weiter damit zu beschätigen. Irgendwie suche ich trotzdem nach einer „Formel“ die mir sagt, was richtig & was falsch ist, aber wahrscheinlich gibt’s diese Formel nicht und es ist genauso wie immer: intuitiv entscheiden, was sich in dem Moment richtiger und „more expansive“ anfühlt.

Anselm #15

Freiburg am Mittwoch 10. November 2021

„Failure is not the opposite of success. It’s a part of it.“

Uppsi! Da war ich gestern so mit allem anderen beschäftigt, dass ich glatt vergessen habe, meinen Tagebuchbeitrag zu schreiben. Allerdings habe ich meditiert, warmes Wasser getrunken, fünf Sachen aufgeschrieben, für die ich dankbar bin, war joggen und habe mich gedehnt. Kaum überraschend hat mir das einen sehr guten tag beschert und mich darin bestätigt, diese Angewohnheiten weiter beizubehalten.

Was mir dieses Vorhaben definitiv erleichtert, sind die Menschen, mit denen ich viel Zeit verbringe. Ohne dass ich bewusst versucht habe, nur noch mit „guten“ Menschen befreundet zu sein oder irgendwelche Leute nicht mehr zu sehen, habe ich einen Freundes- und Bekanntenkreis, der mich inspiriert und antreibt und nicht herunterzieht. Der Wert dessen ist mir gerade bewusst geworden, als ich über meine Morgenrituale nachgedacht habe. Es ist einfach viel leichter, seine Vorhaben umzusetzen, wenn man in seinem Umfeld direkte Vorbilder hat, die ähnliche Sachen machen wollen – und deswegen auch ähnliche Probleme haben. Was ich an o4U schätze, ist nicht, dass wir alle perfekt sind (große Überraschung. Ist nämlich keiner von uns), sondern dass wir immer wieder versuchen so echt und authentisch wie möglich zu sein und den anderen Raum geben, es ebenfalls zu tun. Was dabei in den letzten Wochen entstanden ist, ist eine Kultur, in der über Träume und Wünsche genauso gesprochen wird, wie über konkrete Vorhaben und Pläne, aber auch über Fehler und persönliches Scheitern. Ich bin sehr dankbar, dass ich ein Teil davon sein darf und will mir vornehmen, mir das jeden Tag aufs Neue zu verdienen. Nicht indem ich alles richtig mache, sondern indem ich mein Bestes gebe und auch mit meinen Fehlern offen umgehe und anderen helfe, es ebenso zu tun.

 

Johannes #15

Freiburg, am Sonntag, 7. November 2021, 8.16 Uhr

Ich merke, dass ich mich beim eigenen Tagebuch schreiben fast immer am meisten darauf freue, die Einträge der anderen zu lesen. 😊

Ich möchte einfach mal feiern, dass wir uns damals vorgenommen hatten mit dem Start des Tagebuchs, um gegenseitig auf dem Laufenden zu bleiben (und dabei anderen die Option geben mitzulesen, aber es auch ohne jegliche Leser zu machen), und wir machen es jetzt schon die 15. Woche in Folge! 😊 Consistency for the win.

Von den circa. 1500 Klicks auf den Artikel sind zwar ganz bestimmt auch 300-500 von uns selbst, aber scheinbar lesen doch auch noch ein paar andere Leute mit. 👌
Mal schauen, ob bald auch noch die neueren o4U-Teammitglieder einsteigen.
😍

@Valérie:
Trust your intuition!
😊
Egal ob Hebamme, Handwerker-Ausbildung, Vollzeit o4U oder Buchautorin, wenn Du Deinem Bauch folgst, wird es Dir den richtigen Weg weisen.
Ich weiß, dass Dir das bereits klar ist, aber ich hatte doch das Bedürfnis, es nochmal auszusprechen.
😊

Ansonsten gibt’s bei mir nicht viel zu erzählen:
Ich freue mich auf das Crowdfunding und die Freyler-Workshops und möchte nochmal explizit feiern, dass die Mütter von Manu und Timon einfach beim Probe-Workshop am Freitag mit dabei waren.
Wholeness for the win!
😊

 

Elias #14

Nijmegen, am Freitag, 5. November 2021

Mein Meditations-Retreat – mit einer Menge Sitzen - war sehr intensiv. Das hat wohl auch daran gelegen, dass ich das seit langem mal wieder krank geworden bin.

Danke an mein Immunsystem an dieser Stelle für die Recovery.

Ich hatte gerade mal wieder eines dieser wunderbaren Gespräche mit Ansi + Johannes nach einem unserer Zoom-Meetings. Es fühlt sich einfach toll an euch beide zu kennen – eine Menge Dankbarkeit dafür.

Manu und Johannes Dankbarkeits-Briefe an o4U haben mir heute Morgen einen gerührten Start in den Tag bereitet.

Ich freue mich auf die o4U-Zukunft…

Valerie #14

Banos, am Mittwoch, 3. November 2021, 09:49 Uhr

@Johannes, nein ich habe noch niemanden für das Vorwort meines Buches ;) Sobald mehr steht sag ich dir Bescheid :P

Seit meinem letzten Eintrag hat sich irgendwie viel verändert. Ich habe seit einigen Tagen wieder heftige anxiety, Panik-Attacken, und ganze seltsame Zitter-/Krampfanfälle in meinen Beinen. Dieses Gefühl ist wirklich ekelhaft und das Schlimmste daran ist, ich kann es einfach nicht kontrollieren. Ich stelle mir die ganze Zeit irgendwelche Horror-Szenarien vor und „catastrophize“ mein Leben total. Da sieht man mal wieder wie heftig unsere Gedanken sich auf unseren Körper auswirken.

Was mir gerade hilft das Ganze zu überstehen sind Akzeptanz, mein Atem (einatmend bis vier zählen, ausatmend bis 8 zählen), Affirmationen wie „Es ist okay, dass ich Angst habe und trotz allem bin ich immer sicher.“, und um Hilfe zu bitten und meine bedrückenden Gedanken auszusprechen. Außerdem versuche ich, anstatt mir das worst-case-scenario vorzustellen, das best-case-scenario vorzustellen.

Ich weiß ja eigentlich, dass wie fast alle Krankheiten oder Symptome, auch anxiety nur ein Signal meines Körpers ist. Er möchte mich auf etwas hinweisen, mir klar machen, dass ich bei manchen Themen wohl etwas genauer hinschauen und hinhören könnte, und mehr auf mich selbst achten darf… Aber wenn es erstmal so weit gekommen ist, dass man in einer anxiety-Spirale festhängt, ist es wirklich schwer da wieder rauszukommen oder zu wissen, was der eigene Körper gerade wirklich von einem will.

Ich hatte vor zwei Tagen einen call mit meiner ND (naturopathic Doktorin) aus Vancouver und sie vermutet, dass die anxiety wohl auch durch einen Protein-Mangel kommen könnte. In Deutschland hatte ich null Probleme, genug pflanzliches Protein zu essen, weil ich da ja echt alles immer überall bekommen und kaufen konnte. Aber in Ecuador stellt sich das tatsächlich als schwer heraus. Klar könnte ich den ganzen Tag Bohnen und Linsen oder so essen, aber muss ja auch nicht sein. Ist außerdem ein bisschen arg heavy für den Verdauungstrakt!

Nun ja, dadurch stellt sich mir mal wieder eine riesige Identitäts-Frage… Wer bin ich, wenn ich nicht vegan bin? Klingt vielleicht albern, aber das ist fast wie ein Teil meiner Persönlichkeit geworden. Ich stand und stehe eigentlich wirklich felsenfest hinter meinem lifestyle & dieser fühlt sich intuitiv richtig für mich an um zu „thriven“. Aber da ich damals unter anderem vegan wegen meiner Gesundheit geworden bin, will ich jetzt meine Gesundheit nicht aufs Spiel setzen, nur um vegan bleiben zu können. Außerdem ist nichts verkehrt daran, mal wieder was Neues (Altes) auszuprobieren, mich dabei zu beobachten, und meine Flexibilität ein bisschen auszudehnen, und meine leicht dogmatische Einstellung zum Thema Veganismus (die ich eigentlich gar nicht haben möchte, mich aber trotzdem immer mal wieder dabei erwische) zu überprüfen. Also haben wir gestern Eier, Parmesan und griechischen Joghurt gekauft. Ein ganz bisschen habe ich davon schon gegessen, fühlt sich strange an und schmeckt mir auch nicht wirklich gut, ist aber vielleicht eine Gewöhnungssache. Außerdem bedeutet das auch nicht, dass ich das für immer machen werde, sondern nur so lange, bis ich wieder problemlos Zugang zu genug pflanzlichem Protein habe.

Ich habe mich auf Grund dieses ganzen Themas & dem inneren Konflikt, den das Ganze ausgelöst hat, die letzten Tage ein bisschen mit Identitätspolitik beschäftigt. Hier kurz eine Definition von Identitätspolitik (weil ich glaube, dass dieses Thema für viele Menschen spannend sein könnte):

„Allgemein: Die Identitätspolitik geht von der Identität von Einzelnen und Gruppen aus. Mit ihrer Hilfe wehren und befreien sich diskriminierte Gruppen, etwa Frauen, Homosexuelle, Vegetarier und Veganer, People of Color (PoC), Ureinwohner, Obdachlose und Sexarbeiter. Es geht insgesamt um sexuelle, ethnische, politische, kulturelle, weltanschauliche, altersbezogene, soziale oder berufliche Merkmale bzw. Zugehörigkeiten. Mit der Entdeckung und Betonung der Identität kann die Forderung einhergehen, wegen ihr (und nicht z.B. aufgrund von Kompetenzen) präferiert und inkludiert zu werden.“ (Quelle: https://wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/identitaetspolitik-123136)

Eine Kritik an Identitätspolitik kann aber unter anderem sein, dass man sich zu sehr mit einer Gruppe identifiziert und dadurch eher „gefangen“ bleibt, um ein Teil der Gruppe zu bleiben. Das heißt, wenn man sich weiterentwickeln, verändern, und aus einer bestimmten Definition herauswachsen möchte, kann das den Verlust der Gruppe bedeuten. Nochmal anders gesagt, Identitätspolitik kann dazu führen, dass ich nur Teil einer Gruppe sein kann/darf, wenn ich so & so bin, oder XYZ mache – obviously kann das ziemlich limiting und auch diskriminierend sein.

Und ganz ehrlich. So fühlt sich das für mich ein bisschen mit dem Vegansein an. Ich habe zwar nicht so eine riesige vegane community, aber irgendwie zähle ich mich schon dazu und daher der „Identitätsverlust“ oder „ego death“ meinerseits. Alles in allem glaube ich, dass das ganze Thema eine größere Glaubens- und Zugehörigkeitsfrage für mich aufwirft. Wir alle wollen irgendwo dazu gehören. Einen tribe haben. Gehört, gesehen, geliebt (so wie wir waren, sind und wie wir werden), verstanden werden.

Okay, all of that being said... Gerade weiß ich auch nicht genau, wie alles bei mir bzw. uns weitergehen soll. Eigentlich ist unser Plan noch eine Weile in Südamerika zu bleiben. Gleichzeitig wünsche ich mir gerade wieder total ein festes zu Hause und „Sicherheit“ (gibt’s die überhaupt?) zu haben. Ich habe mir vorgenommen, die nächsten Wochen mal zu schauen was ich gerne machen würde, wenn wir zurück nach Europa kommen. Früher war der Plan, noch eine Hebammen-Ausbildung zu machen oder Heilpraktikerin zu werden. Momentan bin ich mir unsicher, ob ich wirklich ständig mit Gesundheitsthemen zu tun haben will. Denn in der Gesundheits-Branche zu arbeiten, bedeutet automatisch sich viel mit Krankheiten auseinander zu setzen. Ich würde vielleicht lieber noch eine kunsthandwerkliche Ausbildung oder so etwas in die Richtung machen. Denn alles was ich mit den Händen oder in der Natur machen kann, hilft mir sehr, bei mir und in meinen Körper zu bleiben. Sonst verliere ich mich so oft in meinem Kopf… Mal sehen, ist ja alles noch ganz offen und Druck brauche ich mir auch keinen machen.

xoxo

Anselm #14

Freiburg am Dienstag 02. November 2021

Treuer-Leser-Test: Du hast einen Versuch zu erraten, woher ich gerade komme. Was denkst Du?

Die Antwort lautet: Direkt aus der kalten Dusche. Das hatte ich mir ja letzte Woche vorgenommen und tatsächlich – ich habe jetzt gerade zum achten Mal in Folge kalt geduscht. Auch wenn es mir manchmal schwer fällt: Ich merke einfach wie ich jedes Mal einen besseren Tag habe, wenn ich kalt dusche. Direkt danach geht es mir sowieso deutlich besser, aber ich glaube sogar, den ganzen Tag danach die positiven Auswirkungen zu spüren. Und das durch zwei gut investierte Minuten am Morgen.

Und diese zwei Minuten führen mich zu meinem heutigen Punkt: Meiner Morgenroutine (wenn man sie so nennen möchte). Ich würde eher sagen: Alle Sachen, die ich aktuell am Morgen mache, weil ich sie einfach jeden Tag machen will, da ich von ihrer positiven Wirkung überzeugt bin.

1) Meditation – Unendlich Studien und Experimente sagen dasselbe wie meine persönliche Erfahrung. Egal ob Kreativität, Konzentration oder einfach ein zufriedeneres Leben – Meditation hilft Dir bei alldem und noch vielem mehr. Und wenn ich nur ein paar Minuten am Tag übrig hätte, dann würde ich sie definitiv hierfür nutzen.

2) Warmes Wasser – Ich trinke tatsächlich ganz viel warmes Wasser direkt nach dem Aufstehen. Seitdem mir Jonas erzählt hat, wie es den Körper hochfährt und was die Vorteile gegenüber kaltem Wasser sind, mache ich das jeden Tag.

3) Dankbarkeit – Ich habe ein kleines Buch, in das ich jeden morgen fünf Dinge schreibe, für die ich dankbar bin. Manchmal auch auf irgendeinen Zettel, der in der Gegend herumliegt, denn es geht mir weniger um eine gigantische Sammlung, als mehr um den einen Moment, in dem ich überlege, wofür ich dankbar bin und ein positives Gefühl habe.

4) Bewegung – Aktuell will ich wieder anfangen, jeden Morgen joggen zu gehen. Das war schonmal so und hat wunderbar mit der kalten Dusche harmoniert, allerdings ist mir beides irgendwie verloren gegangen. Momentan dehne ich mich für fünf bis zehn Minuten. Mal schauen, ob ich bis nächste Woche regelmäßig joggen gehen werde.

Das waren meine vier Dinge, die ich jeden Morgen mache. Interessant ist aber vielleicht auch, was ich nicht mache:
Ich gehe nicht an mein Handy. Mindestens die erste Stunde des Tages gehört mir und diese Kontrolle will ich nicht an irgendwelche äußeren Inputs abgeben.
Und… ich frühstücke nicht. Zumindest nicht vor circa 11 Uhr. Das war am Anfang ungewohnt, aber mittlerweile fühlt es sich sehr gut und richtig an und manchmal gibt es auch erst um 12 oder 13 Uhr die erste Mahlzeit.

Wie sieht Dein Morgen aus? Hast Du vielleicht Lust, selbst irgendwelche Sachen auszuprobieren? Du wirst es Dir danken und ich danke Dir, dass Du bis hierher gelesen hast. Bis nächste Woche!

 

Johannes #14

Freiburg, am Sonntag, 31. Oktober 2021, 08.41 Uhr

Vor dem eigenen Schreiben habe ich gerade erstmal die zwei Beiträge von Ansi und Valérie gelesen und habe es sehr gefeiert. 😍
Valérie, ich bin sehr gespannt zu hören, worum es in Deinem Buch geht.
😊
Hast Du schon jemanden für das Vorwort?
😜

Ansonsten trifft das aktuelle Gefühl auch ganz gut die generelle Woche.
Begeisterung für die anderen Menschen, die sich gerade im o4U-Kontext einbringen…
Ich habe wirklich das Gefühl, dass der Ball kurz davor ist, so zu rollen, dass man ihn danach nur noch schwer aufhalten kann.

Meli ist erst seit gut einer Woche dabei und bringt sich schon an verschiedenen Stellen aktiv ein und kreiert riesigen Mehrwert.
Timon setzt einfach mal spontan unsere neue goal4U-Homepage auf.
Ansi hat jemanden gefunden, der uns hilft, ein neues goal4U und o4U Logo zu erstellen.
Und Manu hat mal wieder ein paar Dutzend neue Leute mit uns in Verbindung gebracht, von denen einer indirekt sogar Vladimir Putin kennt. (verrückt ist die Welt – und klein)

Und wie Jonas es schön ausgedrückt hat im letzten Call am Freitag:
„Ich habe keinen Plan mehr, was so alles abgeht. Hammer!“ (zumindest in meiner Erinnerung hat er es so gesagt
😁)

Kurzum: Ich bin sehr dankbar, Teil dieser Gruppe/Community/Bewegung sein zu dürfen.
Wobei mir wieder einfällt, dass ich noch meinen Brief an o4U und die o4U-Mitglieder öffentlich mit euch teilen wollte:
https://1drv.ms/b/s!AlBnaGTRIEf6-05yG0LNBSVlXevj?e=qBrwPh

Elias #13

Nijmegen, am Freitag, 29. Oktober 2021

Diese Woche gibt es keinen Eintrag, da ich offline gewesen bin.

Valerie #13

Banos, am Mittwoch, 27. Oktober 2021, 16:20 Uhr

Heute wird mein Beitrag ganz kurz. Die letzten Tage waren gut, aber nichts Außergewöhnliches ist passiert (muss es ja auch nicht immer ;-)). Anstatt meinen Blog Post heute in die Länge zu ziehen, will ich lieber an einem Buch weiterschreiben, das ich neulich angefangen habe. Die Idee dafür kam mir neulich ganz spontan nach einem Mittagsschläfchen (ich bin einfach eingeschlafen, während Malte mich massiert hat… Ja ganz genau, ich habe einen wundervollen Freund!). Und das lustige ist, ich wollte eigentlich nicht einschlafen, um „keine Zeit zu verplempern“ und lieber noch „was Sinnvolles zu machen“ (aber Pausen sind nie unnötig und müssen sich auch nicht verdient werden!). Hätte ich diese kleine Mittagsruhe nicht eingelegt, wäre ich bestimmt zu müde gewesen, um auf meine Buch-Idee zu kommen oder geschweige denn mich tatsächlich zwei Stunden hinzusetzen & anzufangen zu schreiben. Also, Fazit für mich once more: die Weisheit liegt immer in meinem Körper, genauer gesagt in meinen „deepest & intuitive needs“. Wenn ich auf das höre, was mein Körper (oder besser gesagt meine Intuition) mir sagt, werden immer die richtigen Dinge zur richtigen Zeit passieren, weil ich dann den „channel“ nicht mit Plänen, To Do‘s, etc. blockiere.

Anselm #13

Freiburg am Dienstag 26. Oktober 2021

Erstens… Jubiläum! Mein 13ter Beitrag. Das ist nämlich meine Lieblingszahl. In meinem ersten Blogbeitrag habe ich mal ausführlich erklärt wieso.
Um die 13 zu ehren, werde ich ab heute für die nächsten 13 Tage jeden Morgen kalt duschen. Ich bin gespannt wie das Update dazu nächsten Dienstag ist. Ich bin nämlich kein besonders großer Fan von kaltem Wasser (jedenfalls noch nicht
😊).

Auch wenn es weder zu kaltem Wasser, noch zum Thema „Essen“ der letzten Wochen passt, möchte ich heute teilen, was mir gestern passiert ist. Es war so cool und inspirierend, dass ich es am liebsten jedem, den ich kenne direkt erzählen will.
Ich habe gestern im Fußballtraining mit der D-Jugend (12 Jahre) zum ersten Mal „Visualisierung“ ausprobiert. Allerdings hatte ich keine vorgefertigte Übung, die ich von woanders „geklaut“ habe und die schon mal funktioniert hat, sondern ich habe mir gedacht, ich lasse sie einfach versuchen, an die Latte zu schießen. Ein Durchgang ohne und ein Durchgang mit Visualisierung. Ich hatte keine Ahnung was passiert und ehrlich gesagt auch ein bisschen Angst, dass es überhaupt keinen Unterschied macht.

Im ersten Schritt habe ich jedem Spieler fünf Versuche gegeben, an die Latte zu schießen. Ich habe eine Strichliste über die Anzahl der Treffer geführt, denn wie heißt es so schön: Vertraue keiner Statistik, die Du nicht selbst gefälscht hast.
Es waren drei Vierergruppen nacheinander bei mir, also insgesamt 60 Schüsse. Von diesen 60 Schüssen gingen insgesamt 9 an den Querbalken.

Dann kam Runde zwei. Ich habe ihnen die Aufgabe gegeben, sich eine Minute lang mit geschlossenen Augen ganz genau vorzustellen, wie sie den Ball immer wieder an die Latte schießen. Da habe ich schon ein paar schräge Blicke geerntet (Zitat: „Ansi macht jetzt Psycho-Hypnose mit uns.“), aber alle haben mitgemacht. Dann hatte jeder Spieler wieder fünf Schüsse, aber dieses Mal mit der Aufgabe, sich vor jedem „echten“ Schuss das Ganze noch einmal vor innerem Auge vorzustellen.
Ich nehme es gleich vorweg: In der zweiten Runde sind 19 der 60 Schüsse an der Latte gelandet. Aber das war für mich nicht das Beeindruckendste. Viel verrückter war das Gefühl, das man beim Zuschauen hatte.
Während in der ersten Runde noch zwischen den Schüssen gescherzt und geredet wurde, war die Konzentration in Runde 2 mit den Händen zu greifen. Wenn die Spieler nach der Mini-Visualisierung ihre Augen geöffnet haben, hat man in ihren Gesichtern die hundertprozentige Überzeugung gesehen, wirklich die Latte zu treffen. Am interessantesten fand ich, dass die meisten tatsächlich überrascht waren, wenn sie die Latte
nicht getroffen haben (das war in der ersten Runde genau umgekehrt).
Alle drei Gruppen wollten danach noch unbedingt weitermachen und weiter visualisieren und schießen. Ich habe niemanden aktiv davon überzeugt, wie mächtig Visualisierung ist, aber ich selbst bin jetzt auch deutlich überzeugter als davor.

Da trifft es sich doch gut, dass wir gerade eine Fußballschule gründen und ich alle meine verrückten Ideen tatsächlich in die Tat umsetzen kann. Ich freu mich drauf. Und natürlich auf die ganzen kalten Duschen in der nächsten Woche. 😊

Bis zum nächsten Mal!

 

Johannes #13

Freiburg, am Sonntag, 24. Oktober 2021, 12.06 Uhr

Es macht einfach Spaß!

Gemeinsam mit den anderen von o4U zusammenzuarbeiten und zu connecten.
Zu beobachten, wie sich alles gerade entwickelt und wie man selbst ein Teil davon ist.
Zu sehen, welche Türen sich beinahe täglich öffnen und wie sich Bilder formen, wo es hingehen kann.

Heute in meinem Deep Work 1 habe ich mich kurzfristig dazu entschlossen, einen Brief an o4U bzw. die anderen o4U-Mitglieder zu schreiben.
Die Idee kommt aus
„Reinventing Organizations“ von Frederic Laloux und war eigentlich gedacht für neue Team-Mitglieder, die in einem Brief ausdrücken sollten, warum sie ein Teil der Organisation werden wollen und was sie an den anderen begeistert.

Wie immer gilt „be the change you wish to see in the world“ und daher habe ich mal selbst damit angefangen und den anderen meine Gefühle und Gedanken mitgeteilt, warum ich es feiere, ein Teil von o4U zu sein. 😊
Ging zwar etwas länger (es wurden dann ca. 2,5 Seiten), aber es hat super viel Spaß gemacht!

Am liebsten würde ich den Brief auch sofort teilen und hier verlinken, da es ja keine Geheimnisse gibt (extreme Transparenz wird vermutlich mal eines unserer Markenzeichen 😁). Aber da die anderen noch nicht mal die Chance hatten, ihn zu lesen, warte ich damit lieber noch eine Woche.

Nochmal: Es macht Spaß.
Und wie Elias und Valérie geschrieben haben, machen es vor allem die anderen Menschen zu der besonderen Sache, die es gerade ist.

Auf die nächsten 7 Tage 😊

Elias #12

Nijmegen, am Samstag, 23. Oktober 2021

Ich habe gerade ein nettes, 30-minütiges Gespräch mit einer liebevollen, neuen Person bei o4U geführt (ich nenne ihren Namen nicht, weil ich sie noch nicht gefragt habe, ob das passt).
Wie Johannes im letzten Newsletter geschrieben hat: Es passiert gerade eine Menge in und mit o4U.
Und ich denke, es ist sehr wichtig, dass zu beherzigen, was Ansi gestern gesagt hat: Den Fortschritt und die Entwicklung zu zelebrieren
😊!

Gestern hatten wir wieder einmal einen gemeinsamen Freitags-Call mit o4U. Es war eine Energie im Zoom-Raum, die ich bis dahin noch nie so gespürt hatte. Als wir den Call mit einer Minute Stille begonnen haben, war das Gefühl am stärksten. Es hat sich gut angefühlt Teil davon sein zu dürfen.

Valerie hat im letzten Eintrag ihr persönliches Rezept um glücklich und gesund zu sein genannt:

Ausreichend Schlaf, liebevolle & inspirierende Menschen, ein bisschen Struktur und Routine (aber nicht zu viel), viel Natur & Bewegung, eine (Lebens-)Aufgabe, die ich gerne erledige, Zeit für Stille & Meditation, gutes & frisches Essen.
Valerie, da kann ich Dir nur zustimmen 😊. Und ich will gerne einen doppelten Klick auf meinen Schlaf und die Connection zu meinen Mitmenschen machen.

Kommende Woche besucht mich meine Schwester. Und danach mache ich den ersten Meditations-Retreat in meinem Leben.

Im gestrigen Call hat Timon gesagt, dass er dankbar für die vielen Möglichkeiten in seinem Leben ist. Das fühle ich gerade auch. Es gibt so viele coole Richtungen, in die mein/unser Leben gehen kann. Dafür will ich dankbar sein.

Valerie #12

Banos, am Mittwoch, 20. Oktober 2021, 15:40 Uhr

Seit 1 ½ Wochen sind wir nun zuhause in “Chamanapamba“, der Eco-Lodge in Banos. Die Arbeit, die wir hier als Freiwillige leisten, ist körperlich ziemlich anstrengend, aber gelichzeitig ist es purer Luxus, den ganzen Tag mitten in der Natur zu sein & nicht am Schreibtisch zu hocken.

Die Familie, die “Chamanapamba“ (http://www.chamanapamba.com/) aufgebaut hat und betreibt, ist einfach der Hit! Dietrich, der 76jährige Vater, haut eine funny Story nach der anderen raus. Wirklich, man kommt kaum raus aus dem Staunen, wenn man mit ihm spricht! Was der Mann so alles erlebt hat, unfassbar! Regine, die Mutter ist auch eine echt wundervolle und starke Frau. Und Kersten (33) und Oliver (31), die Söhne, sind auch echt coole Persönlichkeiten! Beide sind super aktiv, können verdammt gut kochen (für mich sogar vegan J), klettern, fahren Motorrad & Mountainbike… Ich hoffe, dass ich eine Podcast-Folge mit jedem der Familienmitglieder aufnehmen kann. Alle vier haben wunderbare Weisheiten, Erfahrungen und andere Schätze mit der Welt zu teilen!

Zurück zu unseren täglichen Tätigkeiten hier: Klar wusste ich, dass ein Betrieb viel Arbeit ist. Aber ich hätte niemals gedacht, was für ein Rattenschwanz an so einem Grundstück & Projekt hängt! Jeden Tag muss gerecht & Laub aufgesammelt werden (das am nächsten Tag dann wieder da liegt), die Abwasserkanäle müssen alle 2-3 Monate gereinigt werden, „Notfall-Bächle“ müssen immer wieder mit der Machete frei geschlagen & dann gesäubert werden, damit wenn ein Erdrutsch oder eine Überschwemmung kommt, das Wasser-Leit-System parat ist, usw. Dazu kommt, dass die Zimmer der Gäste natürlich ständig gereinigt & Fenster geputzt werden „müssen“, Frühstück jeden Tag frisch für vorbereitet wird, abgespült werden „muss“… Ich bin so froh, dass ich das alles sehe und mitmache, denn so weiß ich, dass ich mir gut überlege, wie groß mein Grundstück (oder Café, Healing Center, Bauernhof oder sonst was) mal sein soll. Man ist da echt voll eingespannt und die Aufgaben sind eine never ending story.

Ansonsten gehen wir viel im Wasserfall baden (das eiskalte Wasser tut unendlich gut!), ich nehme mir endlich mal wieder richtig viel Zeit für Yoga, Malte und ich kochen & backen viel, und so verfliegen die Tage irgendwie ziemlich schnell. Wahrscheinlich bleiben wir noch so 2-3 Wochen hier, verlängern dann unser Visum, und gehen danach eventuell in ein neues Projekt.

Ich bin zum ersten Mal seit langem im Flow State. Alles kommt und geht irgendwie ganz sanft, ich lebe die meiste Zeit im Hier und Jetzt, mache mir wenig Gedanken oder Sorgen über die Zukunft, genieße den frischen Wind & die Sonne, das Essen, die Zeit mit Malte & der „Host-Familie“, und lebe ziemlich unbeschwert. Es ist schön, so präsent sein zu können, ausreichend zu schlafen, „umarmt“ von Bäumen und Bergen zu sein, fast nie am Handy zu sein, und mich viel zu bewegen.

Das alles sind extrem wichtige reminder für mich. Mein persönliches Rezept um glücklich und gesund zu sein ist wirklich ziemlich simpel: Ich brauche ausreichend Schlaf, liebevolle & inspirierende Menschen um mich herum, ein bisschen Struktur und Routine (aber nicht zu viel), viel Natur & Bewegung, eine (Lebens-)Aufgabe, die ich gerne erledige, Zeit für Stille & Meditation, gutes & frisches Essen.

Heute ist mal wieder so ein Tag, an dem ich immer weiter und weiter schreiben könnte, aber ich mache hier Schluss, denn jetzt nehme ich mir Zeit für mich & meinen Körper, und gehe Yoga machen. <3

Anselm #12

Freiburg am Dienstag 19. Oktober 2021

Kurzer, mehr oder weniger lustiger Nachtrag zu letzter Woche. Die „Kürbis-Carbonara“ haben nicht besonders lecker geschmeckt. Da hatte ich wohl den Mund zu voll genommen. 😉

Diese Kocherfahrung passt aber auch ganz gut, zu meiner restlichen Woche. Denn durch die vielen Video-Calls mit den verschiedensten coolen Leuten, habe ich wie ein Schwamm lauter neue Inspirationen und Ideen aufgesammelt, sodass es mir manchmal fast ein bisschen zu viel war.
Einer meiner Lieblingssprüche: „Sei ein Goldfisch.“ Der wird angewendet auf Fehler oder weniger schöne Erfahrungen. Denn ein Goldfisch mag vielleicht nicht das beeindruckendste Tier sein, aber er hat die erstaunliche Fähigkeit, alles zu vergessen, was nicht in den letzten zehn Sekunden passiert ist.
Und so habe ich es auch gemacht und die Nudeln einfach vergessen und eine schöne Woche gehabt, die gestern mit dem zweiten Rotteck-Workshop als krönendes Highlight geendet ist.

Danke für diese Woche und danke für die ganzen coolen Leute, mit denen ich im Moment zu tun habe!

Johannes #12

Freiburg, am Sonntag, 17. Oktober 2021, 10.28 Uhr

Aufregende Zeit! 😊

Gefühlt kommen wir jeden Tag mit neuen coolen Leuten in Kontakt, die sich irgendwie bei o4U einbringen wollen, sei es beim Thema „Fußballschule des Lebens“, ganz generell oder bei der Zusammenarbeit mit Schulen (wir wurden diese Woche von „Lernen mit Rückenwind“ akzeptiert und können jetzt im Rahmen des landesweiten Förderprogramms mit Schulen zusammenarbeiten, wenn Sie an unseren Themen interessiert sind).

Direkt vor meiner Pause habe ich noch alles fertig vorbereitet für den morgigen Rotteck-Workshop und ich habe gemerkt, ich freue mich schon wieder sehr auf den Austausch! 😊

Ansonsten ist nächste Woche viel connecten angesagt und einfach wieder einen Domino-Stein nach dem anderen umzuschmeißen.

P.S.
Ich bin dankbar für das Internet und Videocall-Tools und freue mich, heute Nachmittag mal wieder mit Valérie zu connecten. Die letzten Wochen hat das aus verschiedensten Gründen nicht geklappt, sodass ich aktuell auch nur über die Tagebuch-Einträge auf dem Laufenden bin. Daher doch ganz schön, dass Sie meist etwas ausführlicher sind.
😊

 

Elias #11

Nijmegen, am Freitag, 15. Oktober 2021

Der o4U Zoompausen-Raum war definitiv ein Highlight dieser Woche. Geile Idee @Johannes.

Auch wurde ich diese Woche einmal mehr von der Power unserer Intentions überrascht. Ich habe mich mit einer Community-practice namens Circling beschäftigt. Und siehe da: Am Dienstag im Zen-Center habe ich genau das mit meiner Meditationsgruppe praktiziert.
Ablauf: Jede Person teilt Dinge, die jetzt gerade präsent sind.

Unsere Kommunikation findet meistens auf Level 1 (Informationsaustausch) oder Level 2 (persönlich Storys) statt. Aber die Konversationen, die einem wirklich hängenbleiben, drehen sich doch eigentlich immer um die momentare Erfahrungen. Das ist Level 3: Was ist gerade für mich präsent? Welche Gefühle/Gedanken/Bedürfnisse kommen in mir hoch, wenn ich mit der anderen Person in Beziehung trete?

Der Prozess erfordert Mut für Vulnerabilität. Das Gefühl von Connection zu anderen Personen ist es für mich aber 1000X wert.

Was mir außerdem hängengeblieben ist: Bei einem Spaziergang mit meiner vietnamesischen Mitbewohnerin Will kamen wir auf meine Familie zu sprechen. Sie hat mich gefragt, ob ich mir vorstellen könne, wie es ohne meine Familie wäre. Wie würde es sich anfühlen?

Ich habe keine Ahnung. Das Gefühl mit wichtigen Menschen in seinem Leben verbunden zu sein ist oft subtil und unbewusst. Einmal mehr habe ich gemerkt, wie verdammt nochmal viel wir in unserem Leben als selbstverständlich wahrnehmen…

…und es dann erst wertschätzen, wenn wir es nicht mehr haben.
Einmal mehr bin ich überzeugt davon Dankbarkeit zu trainieren (dafür hat mir übrigens noch nie jemand ein Gegenargument geliefert).
Dankbarkeitstagebuch for the Win.

Valerie #11

Banos, am Mittwoch, 13. Oktober 2021, 19:55 Uhr

Bevor ich so richtig mit meinem Blog Post anfange... Ich habe gerade Ansis Post gelesen & und feiere, dass er so Spaß am kreativen & healthyyyy Kochen hat! (Außerdem feiere ich, dass er das „Ich feiere an XYZ, dass…“ so zu einer Gewohnheit gemacht hat, dass diese mich auch schon angesteckt hat!) Ich habe auch noch einen Tipp, der mir sofort gekommen ist, als ich seine Worte gelesen habe, denn ich mache meine Brownies auch oft mit Hülsenfrüchten, und zwar mit schwarzen oder Kidney Bohnen! Das ist auch superlecker und führt zu einer ultra nicen Konsistenz! J

Gerade sitze ich an „unserem neuen Ess-Tisch“, der noch verkrümelt vom Abendessen ist (Malte hat uns Körner-Karotten-Kurkuma-Brot gebacken, so so lecker!), trinke Calendula Tee, Apache läuft als Hintergrund-Musik, draußen ist es dunkel und ich höre die Grillen zirpen, und dadurch, dass ich mir endlich Blue Light Blockers zugelegt habe, kann ich jetzt noch am Laptop meinen Post schreiben. Ahhhh by the way, kleiner random fun fact über mich: meine Playlists sind immer ein ganz weirder Mix aus Deutsch-Rap/Hip Hop, Meditationen, Mantras, 6LACK & healing frequencies… Lol! Hat lange gedauert, bis ich akzeptiert habe, dass ich einen vielseitigen Geschmack habe & nicht nur in ein geradliniges Raster oder Schema passe. J Dazu muss ich aber sagen, dass ich nicht mehr so viel Hip Hop / Rap wie früher höre, hauptsächlich weil ich gemerkt habe, dass die frequency dieser Musik mich oft grumpy oder nervös macht. Aaaaaber irgendwie war das schon immer etwas, was mir geholfen hat meine „nicht so süße Seite“ oder wütende Seite auszuleben. (Ich wollte die letzten Sätze gerade löschen, weil ich dachte, dass es voll unnötig und irgendwie auch peinlich ist, aber dachte dann, genau deshalb drin lassen.) Allgemeines Fazit: Der Mensch ist voller Widersprüche, und das ist okay so.

Seit Montag sind wir in Banos in unserem ersten Workaway Projekt (hier sind wir: https://www.workaway.info/de/host/696896875696). Die deutsche Familie, die diese Eco-Lodge aufgebaut hat, ist so abartig lieb und offen, wir haben uns hier sofort wohl gefühlt! Wir arbeiten 4 Stunden, 5 Tage die Woche & bekommen dafür einen Schlafplatz und Mittagessen. Ist ein super nices „Tauschgeschäft“. Es tut gut, mal wieder eine Routine & mehr Leute um uns herum zu haben. Die Lage der Lodge ist außerdem OPTIMAL, mitten in dschungelartigen Bergen und direkt neben einem Wasserfall. Einmal mehr merke ich: I’m a sucker for nature hehe J Stadtleben macht stresst mich unglaublich und macht mich crazy!

Und genau das mag ich so sehr am reisen & im Ausland leben: dadurch, dass man so flexibel ist & viele Eindrücke bekommt, erlebt und ausprobiert, kann man nicht nur ausschließen, was man nicht will, sondern bekommt eine immer klarere Richtung und Vorstellung davon, was man wirklich im Leben will und braucht. Für mich sind das momentan ganz klar (kann sich natürlich auch immer ändern): Natur, Community, eine sinnvolle aber möglichst stressfreie Arbeit (die sich nicht nach Arbeit anfühlt), frisches Essen (am besten aus dem eigenen Garten), ein kleines aber feines Zuhause, und sich viiiiiel Zeit für Bewegung, Yoga & Meditation nehmen.

Zum Schluss noch eine Medien-Empfehlung: 2 Dokus, die ich mir mal wieder angeschaut habe und den Jungs auch schon empfohlen habe, aber wirklich jedem Menschen gerne ans Herz legen würde:

-          „10 Milliarden, wie werden wir alle satt?“ (den ganzen Film gibt’s auf YouTube: https://www.youtube.com/watch?v=gNvzu7Qyn-o)

-           „Tomorrow“ (Trailer: https://www.youtube.com/watch?v=0SI-Kyam_Jk) – was ich an diesem Film so sehr mag: er zeigt nicht nur Probleme auf, sondern schaut sich auch Lösungen an & macht Hoffnung!)

Ich bin dankbar für o4U und muss sagen, ich vermisse Johannes, Anselm und Elias momentan ein bisschen (arg)! Dadurch, dass ich hier oft schlechtes oder gar kein WLAN habe, habe ich das Team (das mittlerweile ja schon gewachsen ist) schon echt lange nicht mehr (auf ZOOM) gesehen. Das ändert sich aber hoffentlich in den nächsten Tagen J 

Okay, jetzt ist „Malte & Valérie“ und dann Schlafens-Zeit J Gute Nacht ihr Lieben!

 

Anselm #11

Freiburg am Dienstag 12. Oktober 2021

Heute gibt es mal ein ganz neues Thema von mir, das mal mehr, mal weniger präsent und wichtig ist, aber jede*n von uns das ganze Leben begleitet: Und zwar Essen. Unsere Ernährung. Wenn wir nichts essen sterben wir irgendwann. Wenn wir das Falsche essen, sterben wir vielleicht früher.

Im Verlauf des letzten Jahres habe ich mich so viel mit meiner Ernährung auseinandergesetzt wie noch nie davor. Relativ schnell begegnen einem immer mehr Sachen, die man nicht essen sollte und wer sich ein bisschen mit seiner Ernährung auseinandersetzt, merkt relativ schnell: Ein Großteil unserer heutigen Lebensmittel ist Müll! Tut mir leid, ist aber so. Und leider ist es so, dass die Norm ist, alle diese Sachen zu essen und ich mich eher rechtfertigen muss, wenn ich etwas nicht esse. Es wird nicht leichter, ein leckeres, kreatives Gericht zuzubereiten, wenn man auf Zucker, Weizen und pflanzliche Öle verzichtet. Dachte ich zumindest noch vor einem Jahr.

Mittlerweile habe ich ein paar Sachen dazugelernt: Wenn man sich mehr mit dem Essen auseinandersetzt und ausprobiert, wird es auch leckerer und kreativer. Beim Fußballtraining erzähle ich meinen Spielern immer, sie sollen doch ihre Komfortzone verlassen, aber beim Kochen habe ich mich dem lange verweigert und nur einfache Sachen nach Rezept gemacht. Das hat dazu geführt, dass ich viel weniger auf perfekte Rezepte angewiesen bin und alles aufs Gramm genau nachkoche. Außerdem habe ich irgendwann gemerkt, dass es immer noch genügend Rezepte und Ideen gibt, die auch zu den ausgefallensten Diäten passen. Letzte Woche habe ich Mia zum Geburtstag Brownies gebacken, die optisch und auch von Konsistenz und Geschmack ihren ungesunden Vorbildern voller Mehl, Zucker und Ei in nichts nachstanden. Ihre Hauptzutat: Kichererbsen. Da habe ich mal wieder gemerkt, dass es überhaupt nicht stimmt, dass man auf alles verzichten muss und nur noch Reis und Gemüse essen kann, wenn man gesund essen will.

Ein abschließender Tipp: Die Blogseite https://www.eat-this.org Dort habe ich nicht nur die veganen Brownies her, sondern auch viel andere Rezepte (heute Abend zum Beispiel: Es gibt „Kürbis-Carbonara“). Die Rezepte sind nicht nur einfach und lecker, sondern es gibt auch immer coole Geschichten und Hintergrundwissen.

In diesem Sinne wünsche ich allen eine kulinarisch gelungene Woche!

 

Johannes #11

Freiburg, am Sonntag, 10. Oktober 2021, 14.10 Uhr

Viel passiert ist diese Woche nicht. Muss ja auch nicht immer. 😊

In der WG pendelt sich alles so langsam ein und wir hatten auch schon ein paar sehr coole Gespräche von Ernährung über Musik bis zum Urknall/ der Evolution.

Mit o4U wächst gerade vor allem die Klarheit. Die Projekte kommen voran, immer mehr Leute begeistern sich von der Vision und wollen ein Teil davon sein und es ist nur noch eine Frage der Zeit, bis es „positiv explodiert“.

Highlight der Woche:
Der Zoom-Pausenraum, wo wir alle in unseren kurzen Pausen am Tag mal reinschauen und uns dann zufällig „über den Weg laufen“. Wie in der Küche bei der Arbeit, nur eben digital.
Problem gelöst, dass man sich nur so unregelmäßig sieht und austauscht. Gibt super viel Energie, auch wenn es manchmal nur zwei Minuten sind, die man kurz mit einem der anderen quatscht.
😊

Nächste Woche stehen dann ein paar coole Gespräche an und am 18. Oktober startet die zweite Runde unserer Rotteck-Workshops. Diesmal ist Timon mit dabei für Elias. Wir freuen uns schon drauf 😊

Elias #10

Nijmegen, am Sonntag, 10. Oktober 2021

Der Alltag und die Routinen spielen sich so langsam ein hier. Ich verbringe Zeit mit Leuten in meiner WG, habe einen Job bei einem Bioladen und denke darüber nach, wieder mit dem Fußball spielen zu beginnen.

 

In den vergangenen Tagen habe ich mich mit einer coolen Practice namens Authentic Relating beschäftigt. Es geht darum, die Intimität in einer Gruppe/zwischen Menschen zu vertiefen. Das ganze resoniert sehr mit mir. Ich bin gespannt, was daraus wird und ob ich noch in den nächsten Wochen darüber berichte haha.

 

Dankbar bin ich für die Möglichkeiten des Internets. Und für meinen Vater, mit dem ich hoffentlich im April wieder einen Halbmarathon in Freiburg laufe.

Valerie #10

Quito, am Mittwoch, 06. Oktober 2021, 14:25 Uhr

Ich halte mich heute kurz, obwohl ich gefühlt viel zu erzählen habe. So viel geht in mir vor und wir haben so vieles gemacht die letzten Tage. Aber ich bin am kränkeln (eigentlich sage ich ja dann immer „ich bin am gesund werden“, weil sich diese Worte anders auf mich auswirken, aaaaaber manchmal verwirrt das Leute!) und schlapp von unserer Rückreise aus Galapagos gestern. Wir sind um 5:20 Uhr morgens aus unserem Hostel losgefahren und kamen um 18:30 Uhr abends in Quito bei unseren Lieblings-Hosts (die Schwestern Maria und Marta, meine Mutter nennt sie auch die biblischen Schwestern, lol) an.

Die letzten Tage auf Galapagos waren schön und gleichzeitig anstrengend, weil ich super viel mit meinen Ängsten konfrontiert war (ich sag nur Boot fahren bei abartigem Wellengang & mit Haien tauchen…). Ich bin dankbar für die wunderschöne Natur, die wir dort bewundern durften. Ich habe noch einmal mehr gespürt, wie wichtig mir der Klimaschutz, der Tierschutz, und der Meeres- und Naturschutz insgesamt ist. Es wäre so unfassbar traurig, wenn wir Orte wie Galapagos zerstören…

Jetzt sind wir wieder für ein paar Tage in Quito, um einige Sachen zu besorgen, und gehen dann nach Banos in ein Eco-Lodge Projekt von einer deutsch-ecuadorianischen Familie. Da bin ich mega gespannt drauf, vor allem weil es immer ein bisschen außerhalb meiner Komfort-Zone ist, wenn ich mich bei fremden Leuten und ihren Rhythmen eingliedern „muss“. Gleichzeitig bin ich vorfreudig, weil ich mich auf ein bisschen Struktur, Arbeit, und etwas zu lernen freue!

 

Anselm #10

Freiburg am Dienstag 05.10. Oktober 2021

Der Workshop ist tatsächlich geschafft und das Bauchgefühl ist eindeutig positiv. Ich habe von Anfang an gemerkt, dass ich den Vorteil habe, kein Lehrer zu sein und dadurch, dass wir auf Augenhöhe mit den Schülern umgegangen sind, waren sie sehr motiviert und es hat super geklappt. Es war sehr inspirierend und ich habe auf jeden Fall Lust, dieses oder ähnliches wieder zu machen.

Ansonsten bin ich gerade dabei, meinen „normalen Rhythmus“ zu finden. Mittlerweile ist mein Schreibtisch samt Bildschirmhalterung in der neuen Wohnung eingebaut und ich habe einen richtigen Arbeitsplatz. Das macht die Sache einfacher und ich bin sehr dankbar dafür, dass ich jetzt – je nachdem wie ich will – im Sitzen oder im Stehen arbeiten kann. Diesen Luxus würde ich wirklich jedem empfehlen.

Gleich habe ich einen Call mit Timon und Manu, wo es konkret um die Trainingsplanung für die Fußballschule geht. Konkret: Was sollen unsere Rituale, Eckpfeiler und feste Bestandteile des Trainings werden? Ich habe richtig Bock und bin dankbar dafür, dass die zwei aktuell bei o4U dabei sind!

 

Johannes #10

Freiburg, am Sonntag, 3. Oktober 2021, 10.14 Uhr

Statt direkt mit dem Schreiben des heutigen Eintrags zu beginnen, habe ich erstmal kurz noch den Eintrag von Elias gelesen und durfte beobachten, wie meine Stimmung nochmal einen weiteren Anstieg bekommen hat. 😊

Auch Anselm hat es am Dienstag ja schon geschrieben, die o4U-Team-Tage waren ein voller Erfolg. Und ich glaube inhaltlich braucht man nicht viel sagen, es reicht, wenn man von Elias‘ und Anselms Gefühl nach den Tagen liest, die ich komplett teile.

Und dafür bin ich genauso dankbar, wie für die seit gestern wieder vollständige WG.
Tobi wohnt bereits seit einer Woche hier, seit gestern nun auch Flo. Es fühlt sich weiterhin richtig an und ich bin gespannt, wie wir in den kommenden Wochen und Monaten in dieser völlig anderen Konstellation zusammenwachsen.
Ich freue mich auf die Möglichkeit, weiter als Person zu wachsen.
🤟

Elias #9

Nijmegen, am Freitag, 1. Oktober 2021

Zurück in Nijmegen nach vier schönen Tagen in Freiburg, die durch Familie, Rotteck-Workshop & o4U-Teal(m)-Tage geprägt waren.

Zwei Dinge sind mir besonders hängengeblieben.

Erstens war ich seit langem mal wieder sehr aufgeregt. Am Abend vor dem Workshop und dann auch am Morgen. Ich bin trotz kurzer Nacht Schlafes um 7Uhr aufgewacht, so wie wenn man einen Flieger erreichen will. Und natürlich war der Workshop dann auch sehr cool. Man fühlt sich einfach so lebendig wie selten, wenn man seine Komfortzone verlässt. Außerdem scheint Public Speaking ein Energizer für mich zu sein…

Aber das war nicht das größte, dass ich mitnehme aus den Tagen in Freiburg.
Tatsächlich ist es das Gefühl von Verbundenheit mit Manu, Timon und Jonas (hoffentlich auch hier baldige Tagebucheinträge?). Alle drei konnte ich intensiv kennenlernen.

Ich bin dankbar für die entstehende und wachsende o4U-Community. Hierfür will ich Johannes einmal mehr danken, der viel Zeit und Energie investiert (Johannes ich/wir feiern dich 😊).

Ich schaue mit einem gespannten und dankbaren Blick in die Zukunft. Es ist schön ein Teil dieser Bewegung zu sein.

Valerie #9

Galapagos-Inseln (Santa Cruz), am Mittwoch, 29. September 2021, 16.46 Uhr

Die Galapagos Inseln sind unfassbar schön! Hier liegen überall Robben, Riesen-Leguane und gigantisch große Schildkröten rum. Total faszinierend! Die Strände sind karibisch-blau, mit weißem Sand & von Palmen oder Mangroven-Bäumchen umgeben. Das Wetter ist etwas komisch, weil es morgens oft mega nebelig & nieselig ist, obwohl eigentlich Trockenzeit ist… well, hello climate crisis 🌝 Oh Gott, a propos: wir sind an dem Tag, an dem diese ganzen Klima-Streiks in Deutschland waren, nach Galapagos geflogen. Wow habe ich mich da schlecht & beschämt gefühlt! Malte ist da irgendwie ganz locker (was ich oft beneide aber auf eine positive Weise! Ich schätze seine Lockerheit und in sich ruhende Art sehr wert!), aber ich habe ständig Schuldgefühle - egal was ich mache, oder nicht mache, Schuldgefühle spielen oft eine große Rolle in meinem Leben 👀

Unser Flug hier her war allerdings ultra anstrengend, weil ich meine Tage im Flieger bekommen habe & mal wieder heftige PMS-Beschwerden hatte und es dann nix zu essen gab als wir gelandet sind, und ahhhhh ich hätte in dem Moment ausrasten können. Ich war so am Limit und hätte am liebsten die ganze Insel zusammen gebrüllt & ein paar Köpfe abgerissen. Omg, warum sind Hormone so powervoll!? Wirklich, wenn ich meine Tage oder Hunger habe, erkenne ich mich selbst manchmal nicht wieder, weil ich dann so abartig wütend und genervt werden kann. Früher habe ich mich dafür voll geschämt, mittlerweile kann ich dann über mich lachen. Aber genau aus diesem Grund schone ich mich normalerweise total, während meiner Blutung, aber beim reisen geht das halt manchmal nicht. (Ahhh an dieser Stelle ein „Wäre es nicht cool wenn“: … Arbeitsstellen so geregelt wären, dass Frauen in / mit ihrem Zyklus arbeiten könnten. Das heißt, dann mehr arbeiten, wenn sie in ihrer kreativen Phase sind & sich frei nehmen können, wenn sie bluten!?)

Außerdem geht‘s meinem Bauch generell seit ein paar Tagen nicht so gut (wir hatten in Quito 2 Tage vor Abflug nochmal so eine Art Lebensmittel-Vergiftung & seitdem stimmt was nicht so ganz mit meinem Wohlbefinden…) & mir ist oft schlecht nach dem Essen, ich habe entweder mega krassen Hunger oder gar keinen Hunger, habe voll oft einen Blähbauch und sehe dann aus wie im 6. Monat schwanger (bin ich aber nicht, lol), und lauter so ätzende Sachen. Das macht den Aufenthalt irgendwie ungemütlich weil ich mich kaum auf was anderes, als dieses unangenehme Bauchspannen konzentrieren kann. Ich bin gerade auch etwas ratlos was das sein könnte oder warum ich es habe (kurzzeitig habe ich mal Parasiten vermutet, glaube es aber eigentlich nicht). Ich mach mir aber zum Glück keine Sorgen, sondern wundere mich einfach nur & vertraue da meinem Körper, dass der das bald wieder geregelt bekommt. Deshalb gönne ich mir viel Ruhe und wir essen leckere Süppchen.

Das Wort „discomfort“ ist seit Tagen ein ständiger Begleiter für mich. Gerade merke ich, dass ich den comfort & die Einfachheit eines eigenen Zuhauses vermisse. So banale Sachen wie mein Mixer oder Ofen fehlen mir (meine Back-Orgien & Schokokuchen fehlen mir!). Ich habe mal wieder extreme Lust auf einen Kaffee, aber hier gibt’s keinen decaf Kaffee (und ich trinke nur decaf weil alles andere ist wie Koks & Speed & MDMA & Pilze gleichzeitig für mich, hahaha! Wirklich, Kaffee hat ne mega krasse aber ultra unangenehme Wirkung auf mich! Don’t like it!). Das ständige ein- und auspacken nervt mich gerade… all diese Sachen, mit denen man halt auch beim reisen konfrontiert wird. :)

Ich hatte heute morgen mal wieder einen Social Media Koller & habe Instagram gelöscht. Ich führe eine sehr ausgeprägte Hass-Liebe mit sozialen Netzwerken, haha! Ich find‘s irgendwie so nice, was man damit alles machen kann, aber oft habe ich nicht die Willenskraft dazu, mich zu beherrschen & lande dann in jeder freien Sekunde auf meinem Insta Feed und das kotzt mich dann wiederum richtig an! Mein Handy macht mich nervös und manchmal sogar ein bisschen anxious. Deshalb brauche ich immer mal wieder ausgiebige Pausen von Social Media! Ich kann mich bei so vielen Sachen beherrschen (Alkohol zum Beispiel, reizt mich gar nicht, null, nada, niente! Da habe ich gar keine Probleme nein zu zusagen.), aber irgendwie nicht, wenn es um mein Handy geht…

Außerdem triggert mich Instagram oft. Ich liebe die Infos & Gedanken, die wir dort alle zur Verfügung stellen können & gleichzeitig ist das oft alles so einseitig beleuchtet und vielleicht mehr irreführend als hilfreich. Ich fasse mir da selbst an die eigene Nase! Ich habe manchmal Angst, dass meine Informationen vielleicht mehr schädlich als hilfreich sind, weil man in einem kurzen Post nicht alle Seiten eines Themas ansprechen & abdecken kann… und wenn das dann jemand liest und sich was Falsches daraus zusammen reimt… auf jeden Fall habe ich mich in den letzten Tagen sehr ausgiebig mit diesen Gedanken beschäftigt und ein bisschen gejournaled. Das ist zwar sehr persönlich & privat, aber ich möchte es trotzdem gerne teilen, weil ich glaube, dass es ein wichtiges Thema ist. (Ich schreibe meine Gedanken immer auf englisch auf, deshalb ist das jetzt auch auf Englisch!):

„My armour is falling apart. I am falling apart. Maybe everything I know, I identify with, I teach, I believe in is wrong. Why do I believe what I believe? Where’s it coming from? Maybe everything I believe to be „good or bad“, „right or wrong“ is just neutral & unnecessarily creating chaos and fear in my being. I don’t know if what I believe or say is universal truth (I mean wehrte should I know that from?), it is all my protection and perception - in order to not feel discomfort & pain & the feeling of chaos that arises when we admit that we have no answers and that labels are just an imaginary product. I have created this whole persona that I call my identity: yogi, plant-based, healthy, kind, brave, wise, spiritual, lovely… just in order to being able to hold onto something but in reality there’s so much I don’t know and I‘m scared that in my un-knowingness I create more harm and pain than good… simply because I wanna be right, and accepted, and looked up to, and loved, and respected. But maybe it’s not „knowledge“ that’ll bring me „respect“ and success, and rather truth & love will bring me peace. Maybe it’s not about becoming anything and more & rather about becoming nothing again? So here’s my truth - these words are my truth... A truth that scares me. But THIS is coming from a place of love, universal love, unconditional love. You know when your whole worldview collapsed, you’re breaking apart into a million pieces that have once created you, your persona & your ego - and suddenly there’s nothing left, but now you feel free, for the first time ever? Because nothing is defining you anymore. You can simply let go and flow, be in the moment. No need to hold onto structure, safety, knowledge, principles, teachings. You’re allowed to just be. For example: I love nutrition, being vegan (& especially the moral good-feelings that come with that), living the whole healthy thaaaang, and helping people, but it feels too tight at times (that it actually feels like the opposite of health some days) - truth is, I rather wanna help people expand in their whole being in order for THEM to know for themselves what’s best for them and what feels good or not. I rather wanna be playful with my intuition and support others to be playful with theirs too. Just like with our nutrition, wellbeing, sex, relationships, friendships etc! I crave to flow and let go of all rigidity and safety rules instead of following someone else’s belief system about what’s „right“ and „wrong“ for me (and you). I feel like we’re all so stuck in structures that contract our divine beings. I and no one else needs moral speeches about if we were a good or bad girl/boy when it comes to our lives, curriculums, health, food, and decisions in general. We need compassionate hearts & souls that don’t judge ourselves nor those around us for what we choose to be the most expansive thing for us. The real work is not done on the outside - it’s done in the depth of our hearts.“

Alleine das aufzuschreiben hat so viel in mir released, dass ich mich jetzt schon befreiter fühle…

Und wie ihr seht, war meine letzte Woche voll von heaviness, Selbstzweifeln, Kritik and mir selbst und „dem System“ (aka Patriarchat & Kapitalismus 😈) usw… und irgendwie macht mir das aber auch Spaß, denn immer wenn so Riesen-Themen & Fragen auf mich zukommen, „zwingt“ mich das automatisch dazu, noch tiefer in mich reinzuschauen & reinzuhören. Also im Endeffekt ein Gewinn! :)

Ich wünsche euch eine wunderschöne Woche & schicke eine köstlich salzige Meeresbrise aus Galapagos zu euch

(PS: Heute ist der Geburtstag von meinem Papa, den ich in meinem Herzen besonders hochleben lasse, für all das, was er wunderbares in seinem Leben erreicht hat. Ich vermisse ihn & gleichzeitig ist alles gut so, wie es ist.)

Anselm #9

Freiburg am Dienstag 28. September 2021

Es gibt aktuell zwei vorherrschende Gefühle bei mir: Erstens bin ich „hyped“. Anders kann ich es nicht ausdrücken, denn die beiden zurückliegenden Teamtage mit Elias, Johannes, Timon, Manu und Jonas waren grandios. Die Mischung aus sozialer Connection und tatsächlicher Arbeit entspricht meinen Vorstellungen dafür, wie ein gesundes und nachhaltiges Zusammentreffen und -arbeiten aussieht. Besonders unseren gemeinsamen Wert „Wholeness“, also Ganzheit, haben wir bereits sehr gut in die Praxis umgesetzt und ich hatte das Gefühl, dass jeder sich selbst mit allen seinen Facetten voll einbringen konnte.

Das zweite große Gefühl ist Angst, beziehungsweise Aufregung, denn morgen steht der Workshop an und auch wenn Referate und Co mir immer eher leichtfielen und ich zum Glück schon ein bisschen Erfahrung als Fußballtrainer habe – so etwas habe ich noch nie gemacht. Das Gute daran: Die Angst zeigt mir, dass ich meine Komfortzone verlasse und die Aufregung, dass es mir wichtig ist. Beides umgekehrte Indikatoren (hier der Videolink: https://www.youtube.com/watch?v=gLI4VOYMX7Y) und damit positive Dinge. Mal schauen, ob ich all die Energie in der nächsten Zeit in etwas Gutes verwandeln kann und was dabei herumkommt. Bis dahin, eine schöne Zeit. 😊

 

Elias #8

Im Zug nach Freiburg, 26. September 2021

Diese Woche etwas verspätet, aber zum Glück hat mich JFK erinnert (danke dafür).

Ich bin auf dem Weg nach Freiburg und freue mich auf das Wiedersehen mit meiner Familie und der o4U-Crew.
Gerade will ich Langeweile im Zug trainieren, deswegen halte ich mich kurz…

Dankbar bin ich für Züge + all die tollen Menschen in meinem Leben (viele davon sehe ich ja in den kommenden Tagen).
Ahoi
😊

Johannes #9

Freiburg, am Sonntag, 26. September 2021, 11.43 Uhr

Der heutige Beitrag kommt mal wieder einen „Deep-Work“-Block später als gedacht. Warum? Weil ich in Deep Work 1 + 2 so darin vertieft war, meine Notizen zum Buch „Reinventing Organizations“ von Frederix Laloux zu schreiben. Mein (relativ neues) System ist, dass ich beim Lesen immer wichtige/interessante Stellen mit meinem grünen Textmarker markiere und dann, circa 1-2 Wochen nach Beendigung des Buches, meine Markierungen nochmal durchgehe und das wichtigste auf meine DinA6-Kartei-Karten zum jeweiligen Buch schreibe.

Nun ja, das heutige Fazit:
Ich freue mich auf unsere (nun erst morgen startenden) Team-Tage mit dem Motto „Make it Teal & Make it (a) Team“.
Sogar sehr! Es sind so unglaublich viele Ideen in dem Buch, die ich alle gerne in die Tat umsetzen würde. Mal schauen, was die anderen so sagen
😊.

Kleine (große) Nebeninfo: Anfang der Woche habe ich beim Vorstand und bei den Trainern eine PTSV Jahn-Pause verkündet. Das Bauchgefühl hat sich hier klar gemeldet und gesagt, dass es richtig ist (zumindest kurzzeitig), Abstand zu gewinnen. Von Oktober bis März werde ich daher eine Pause einlegen, mit dem schönen Nebeneffekt, dass noch mehr Fokus und mentale Energie frei wird, um unsere Projekte mit o4U nach vorne zu bringen.

Ich bin sehr gespannt, wie sich alles in den nächsten Monaten entwickelt und bin äußerst dankbar, Menschen um mich herum zu haben, mit denen man so aufregende Projekte angehen kann. 🥰

 

Valerie #8

Quito (Ecuador), am Mittwoch, 22. September 2021, 11.30 Uhr

Nach einer Woche Farm-Sitting sind wir nun wieder in Quito (omg, Großstädte überfordern mich so krass! Ich komm da gar nicht drauf klar, und passe total auf, dass ich nicht in einen grumpy-Stress-Modus komme…) und bereiten uns auf Galapagos (yaaay) vor! Da fliegen wir am Freitag hin.

Ich will heute von meinem Lieblings-Erlebnis der letzten Woche erzählen, weil dieses nicht nur unglaublich schön war, sondern momentan auch ganz oben auf meiner Dankbarkeits-Liste steht!

Am Sonntag sind wir bei unseren Freunden der „Bodega Organica“ (in Cahuasquí) vorbeigelaufen. Eigentlich um uns zu verabschieden… wurden aber kurzum zu einem Ausflug eingeladen. Sie wollten uns vor unserer Abreise unbedingt noch den Affen-Kopf-Berg zeigen. Wie der Name schon verrät, ist das einfach ein Fels, der aussieht wie ein Affen-Profil. Also sind wir zu sechst (Die Besitzerin der Bodega Organica, ihre Tochter, der Fahrer, Rosia (eine Frau aus der Comunidad namens Guanibuela), Malte und ich) ins Auto gesprungen und dahin gefahren. Es wurden 1000 Bilder von uns gemacht und dann ging’s weiter in Rosia’s Communidad (Guanibuela). Und WOW, dieser Ort ist magisch! Der Blick von da oben war mehr als traumhaft. Und die ganze Fahrt hat so Spaß gemacht. Die Leute von hier sind einfach unendlich herzhaft und sympathisch. Rosia hat uns gebeten, zurückzukommen, dass wir einen Tag bei ihr verbringen können, um zu lernen, wie man Kühe melkt. Außerdem hat sie ihre zwei Töchter angerufen, damit sie mit uns an den Fluss fahren. Haben diese auch prompt gemacht. Denn scheinbar waren wir die ersten Touristen jemals in Guanibuela. Alle haben mich mit riesigen Augen angeschaut, als ich barfuß im Fluss rumgesprungen bin – war total verrückt aber irgendwie cool für die Einheimischen. Danach gab’s einen Snack (Camote = Süßkartoffel & Chocho = so eine Art weiße Bohne/Kichererbse, gehört aber scheinbar zur Kürbisfamilie & frische Kuh-Milch) bei Rosia. Es ist wahnsinnig, wie viel die Menschen hier geben, selbst wenn sie fast nichts (Materielles!!) besitzen. Denn was ich hier immer wieder sehe, vor allem auf dem Land: die Menschen haben wenig materiellen Reichtum, aber einen unglaublichen Reichtum in ihren Herzen und in der Natur. Wenn ich eine Sache gerade mehr als jemals zuvor lerne: Leute, die gerne geben und teilen, sind ansteckend. Und zwar im positivsten Sinne. Ich bin so überwältigt von der Großzügigkeit der Menschen hier! Zur Krönung haben wir abends (aus einem geplanten 30-minütigen Ausflug wurden mal ebenso knapp 4 Stunden) einen wunderschönen, fast vollen Mond über einem rosa Wölkchen-Himmel und den Anden gesehen. Nach dem Tag bin ich so glücklich, zufrieden und erfüllt eingeschlafen, wie es selten der Fall ist. Fazit für mich ist: weniger (Dinge, Plan, Regeln) haben, dafür mehr erleben und mehr geben und teilen. Simplicity und connection > Kompliziertheit und disconnection.

Funny Story am Rande: Am Tag darauf, als wir auf dem Weg nach Quito waren & in ein Taxi eingestiegen sind, schreit der Taxi-Fahrer plötzlich: „Waaaas eyyyy ich kenne euch! Von Facebook!“ Und wir so: „Öööhhh okay!? Wie denn das?“ Und er daraufhin: „Eine Freundin hat gestern Fotos von eurem Ausflug gepostet und eure Gesichter habe ich mir natürlich gemerkt!“ (Klar, weil wir weiß sind, und das da auf dem Land nicht sooooo häufig vorkommt.) War eine ziemlich lustige Situation!

& noch eine letzte Sache zum Farm-Aufenthalt bei Roger… Ich weiß nicht, ob das ein verzweifelter Versuch der Menschheit ist, verstorbene Menschen am Leben zu erhalten, aber als wir auf der Farm waren und uns um den Garten gekümmert haben, hatte ich das Gefühl, verbundener mit meinem verstorbenen Vater zu sein, denn je. Ich habe ihn in jedem Blatt, in jeder Blüte, in jedem Grashalm, im Himmel und in der trockenen Erde, in der Sonne, die das Gemüse nährt, und in den Wassertropfen gespürt. Es war, als wäre er ein Teil von allem. Als wäre er die Natur selbst. Irgendwie seltsam und mystisch. Aber schön! Sehr schön sogar. Es ist selten, dass ich an meinen Papa denke und richtig emotional werde, weil „meine Geschichte“ irgendwie normal für mich geworden ist. Wenn mich jemand nach ihm oder seinem Tod fragt, ist es fast, als würde ich eine alte Leier, die ich in- und auswendig kenne, runterbeten und fertig. Deshalb schätze ich so kostbare Momente wie auf der Farm wert. Sie machen meinen Papa wieder für einen kurzen Moment lebendig, auch wenn nur in meinem Herzen.

Anselm #8

Freiburg am Dienstag 21. September 2021

Der Urlaub ist zu Ende und der Ernst des Lebens beginnt wieder. Gut nur, dass für mich Ernst gleichbedeutend mit Spaß ist. Denn ich freue mich auf die Dinge die jetzt kommen. Ich bin sehr dankbar dafür, dass ich durch o4U Sachen als Arbeit mache, die mir große Freude bereiten und nicht das Gefühl habe, dass ich zur Arbeit gehen MUSS. Ich will. Sowohl das Projekt „Fußballschule“, als auch der kommende Workshop beim Rotteck machen mir zwar ein bisschen Angst, aber das ist nur mein Zeichen, dass ich die Grenze meiner Komfortzone erreiche. Und wie wir wissen: Jedes Wachstum geschieht außerhalb der Komfortzone!
Ein Zitat, das mich im Urlaub sehr inspiriert hat und in die gleiche Kerbe schlägt, lautet:
„Our biggest weakness as humans is our inability to deal with emotional discomfort.“
Ich habe mir vorgenommen, aus dieser menschlichen Schwäche eine persönliche Stärke zu machen und immer wieder zu versuchen, in unangenehme Situationen zu gehen und die dementsprechend unangenehmen Gefühle auszuhalten und zu akzeptieren.
In diesem Sinne wünsche ich eine unangenehme Woche und bis zum nächsten Mal!

Johannes #8

Freiburg, am Sonntag, 19. September 2021, 10.05 Uhr

Ich setze die Serie diese Woche fort und halte es heute kurz. 😊

Was ist diese Woche passiert?
Nicht besonders viel. Ich genieße es gerade sehr, viel zu journaln am Morgen. Mich einfach hinzusetzen mit Stift und einem leeren Blatt Papier und meine Gedanken zu einer bestimmten Frage auf Papier zu bringen (
hier ein Link zu meinen Lieblings-Fragen).

Nächste Woche wird die letzte Woche alleine in der WG sein.
Freitag oder Samstag zieht Tobi hier ein und Sonntag bis Dienstag sind dann gleich unsere o4U-Team-Tage, auf die ich mich tatsächlich schon sehr freue.

Drei Tage, bei denen wir uns mit den Fragen beschäftigen wie:
- Was sind die nächsten Schritte bei unseren B2B-Workshops und der Fußballschule des Lebens?
- Wie kreieren wir eine „Teal-Organization“ (eine kurze Erklärung dazu gabs im letzten monatlichen Newsletter)?
- Wie kreieren wir eine Team-Kultur, in der jede*r aufblüht und sich selbst entfalten kann?

Kurzum: Die Basis für die Zusammenarbeit der nächsten Monate, Jahre und Jahrzehnte. 💪

Elias #7

Nijmegen, am Freitag, 17. September 2021

Jetzt bin ich bereits 4 Wochen in den Niederlanden – und so fühlt es sich auch an.

In der letzten Woche gab es wieder viele Aktivitäten mit verschiedenen Leuten.
Ich habe Latin Mix ausprobiert und die Unbeweglichkeit meiner Fußballer-Hüfte einmal mehr entdeckt.
Ich habe WimHof-Breathing und Kundalini Yoga gemacht.
Und Survival-Training (eine Art Obstacle Run).

Ich fühle mich “on top of my game”, was das Studium betrifft. Das liegt viel an den verschiedenen Lernmethoden, die mir glaube ich viel Zeit sparen.

Ich weiß gerade nicht genau, was ich eigentlich schreiben soll. Es passiert hier schon viel, aber irgendwie auch nicht…

Dankbar bin ich diese Woche für die verschiedenen Menschen in meinem Leben, die sich um mich sorgen und da sind, wenn ich sie brauche.

Valerie #7

Cahuasqui (Ecuador), am Mittwoch, 15. September 2021, 10:27

Malte und ich kommen gerade von den Hühnern, die wir gefüttert haben, und vom Pflanzen gießen, und frühstücken. Seit Montag sind wir nun Farm-Sitter für Roger (der ursprüngliche US-Farmer). Und wirklich, SO WILL ICH LEBEN! Ein kleines, aber feines Haus, ein relativ großes (aber nicht zu großes) Grundstück, auf dem hauptsächlich Lebensmittel & Nutzpflanzen (z.B. Zucchini, Mais, Calendula, Avocados, Mangold, Kohl, Orangen, Mandarinen, Limetten, Tomaten, Alfalfa, Pfirsiche, Aloe Vera, Kaffee, usw.) angebaut werden, und ein bombastischer Blick in die Ferne und auf Berge.

Ich fühle mich heute nicht so inspiriert, einen Blog zu schreiben, weil ich mich gerade so gerne mit den Pflanzen hier beschäftige, dass sich der Laptop vor mir eher lästig anfühlt.

Trotzdem noch ein kurzer Satz zum Abschluss: ich fühle mich immer wohler und „zuhauser“ in Ecuador. Wir überlegen, ob wir unser Visum verlängern sollen, weil die Hälfte unsere 3-monatigen Visums schon rum ist, und wir würden uns gerne noch weiter in diesem Land treiben lassen…

Anselm #7

Elba, Italien am Dienstag 14. September 2021

„Ich bin gespannt, was ich bis zum nächsten Mal produziert habe.“ Da musste ich gerade selbst lachen, als ich meine Abschlussworte der letzten Woche gelesen habe.
Ich habe nämlich… nichts produziert. Kein Blog, keine kreativen Ideen, gar nichts. Ich würde gerne von irgendwelchen Geistesblitzen oder konzentrierter Kreativität berichten, aber das wäre nicht die Wahrheit. Es war wie eine Blockade.
Bis gestern. Denn wenn ich diese Woche einen Tipp geben dürfte, dann wäre es dieser:
Wenn Dir Ideen fehlen, Du Dich unausgeglichen fühlst oder keine Energie hast… dann lauf! Einfach laufen, im Idealfall in der Natur. Bei mir war es gestern eine Wanderung auf den höchsten Berg Elbas, die den Knoten nicht nur gelöst, sondern regelrecht zerrissen hat.

Also mein Tipp der Woche: Geh spazieren, wandern, was auch immer. Es bewirkt wirklich wahre Wunder.
„Solvitur ambulando“ heißt ein lateinischer Spruch dazu – „Es wird durchs Gehen gelöst“. I
ch würde sagen, es ist kein Zufall, dass es GEHirn heißt. „Geh Hirn“ könnte man sagen.
Viel Spaß beim Laufen und ich bin gespannt was für Ideen Dir so kommen.

Johannes #7

Freiburg, am Sonntag, 12. September 2021, 11.28 Uhr

Ich hätte gedacht, ich würde heute ein paar Minuten früher anfangen mit Schreiben als 11.28 Uhr.
Pünktlich um 10 Uhr bin ich raus zum Joggen, habe mich gefreut, wie früh ich dran bin und dachte mir tatsächlich noch “heute aber früh dran, wenn ich mich nicht verquatsche”.

3x wurde ich “aufgehalten”. Zuerst von einem meiner Lieblingshunde an der Dreisam der (bzw. es ist eine Sie, „Yoda”) immer schon aus der Entfernung einen Sprint zieht, wenn er (bzw. sie) mich sieht. Dann (im fließenden Übergang) kam ein Teilnehmer aus unseren Mindset-Workshops angejoggt. Und auf dem Nachhauseweg habe ich beim Spielplatz noch einen Vater mit seiner Tochter getroffen, der am Ende gleich noch angeboten hat, einen Kontakt zu den Verantwortlichen in seinem Unternehmen herzustellen, die an unseren Workshops interessiert sein könnten.

Nun ja, jetzt ist also schon halb 12 und ich bin noch nichtmal geduscht (das wird dann meine zweite Pausen-Aktivität 😊).
Aber ich „muss“ sagen: “I love it!”. Diese kleinen Momente (Barbara Fredrickson würde sie “Love 2.0”-Momente nennen) geben mir unglaublich viel Lebensfreude. Ich kann mir kein (optimales) Leben vorstellen, in denen diese Gespräche/Treffen/Streicheleinheiten kein Teil davon sind. Daher Notiz an mich selbst: Mehr davon. Der Schreibtisch kann (fast immer) warten.

Ansonsten ist diese Woche viel Zeit für unser Crowdfunding beim PTSV Jahn draufgegangen (wer uns mit einer kleinen 10€-Spende unterstützen möchte, kann das hier tun), sowie für gaaanz viel morgentliches Journaln.
Nochmal eine Notiz an mich (und diesmal relevanter, da das doch häufiger mal verloren geht): Tut gut. Mehr davon. Zum System machen.

Zuletzt bin ich sehr dankbar für meinen Körper und mein Immunsystem. Am Dienstag habe ich mich das erste Mal seit meinem Umzug “krank” gefühlt (Kreislauf war komisch, nicht mal Yoga ging, Magen war verstimmt und der Kopf hat gebrummt). War nichtmal wirklich schlimm und nach meinem Mittags-Nap auch schon wieder weg. Trotzdem waren es Welten (und zwar einige) Unterschied, zu meinem „energetic Best“ und sogar zu meinen normalen schlechten Tagen.
Daher: Danke, Körper und Immunsystem, dass ihr so konstant gut performt.
😊

 

Elias #6

Nijmegen, am Samstag, 11. September 2021

Diese Woche hat sich sehr nice angefühlt.

Ich habe meine ersten Tage Uni erlebt und direkt eine coole Lermethode implementiert: SQTRF (Skim, Question, Test, Rephrame, Flashcards). Ich glaube, dass mir das über 50% an Lernzeit einparen wird.

Letzten Freitag habe ich mich relativ einsam gefühlt. Diese Woche ist ein tieferes Gefühl von Connection da. Ich habe viel Zeit mit Leuten verbracht, viele Telefonate geführt und viele neue Sportarten ausprobiert. Das hat mir gut getan 😊.

Ich bin gespannt auf kommende Woche, während sich hier stetig der alltägliche Rhythmus einpendelt.

Dankbarkeit: Mein Optimize-Buddy Gregor! Der kommt mich nämlich gleich besuchen. Yuhuuu!

Valerie #6

Cahuasqui (Ecuador), am Mittwoch, 8. September 2021, 15:15

Uiuiuiui, seit meinem letzten Eintrag ist VIEL passiert!

Letzte Woche, als wir noch in Cotacachi waren, hatten wir eine Heil- und Reinigungszeremonie, die von der “Mami” (also sozusagen der Ältesten) des Dorfes vollbracht wurde. Die Frau war wunderschön, sie hat – ich kann es nicht anders beschreiben – geleuchtet und unendlich weise und warm gewirkt. Das Ritual hat verdammt viel bei mir ausgelöst... Aber zuerst will ich beschreiben, wie die Zeremonie (die mich sehr an Schamanismus, und die Rituale, die ich von dort kenne, erinnert hat) ablief:

Wir wurden gebeten, uns in einen eiskalten Fluss zu begeben, in dem wir als erstes unsere Intentionen für die Zeremonie ins Wasser sprechen sollten & dann drei Schlücke des Flusswassers trinken sollten. Meine Intention war, alle Energieblockaden zu lösen, die mir nicht mehr nutzen, vor allem auf meine Arbeit und Selbstzweifel bezogen & meinen Körper zu reinigen, sodass meine Hormone sich wieder ausbalancieren und meine heftigen PMS-Symptome (die ich tatsächlich erst habe, seit ich wieder in Freiburg gelebt habe) wieder verringern. Außerdem habe ich Spirit gebeten, mir den Weg zu zeigen, vor allem auf dieser Reise & in meinem Liebesleben. Als nächstes hat die “Mama” die 4 Elemente, das Universum, Pacha Mama (aka die Erde), Spirit und Gott “angerufen”, dass diese uns bei der Zeremonie begleiten und unterstützen. Dann hat sie sich für unsere menschlichen ”Fehler” und die Zerstörung der Erde entschuldigt und um Verzeihung gebeten. Danach hat sie uns ca. eine halbe Stunde lang (immer noch im eiskalten Fluss stehend) mit Heilkräuter-Sträuchern, die sie immer wieder ins Wasser gehalten hat, abgeschlagen. Wenn sie negative Energien wahrgenommen hat, wurden wir mit einem Kräuter-Balsam eingesprüht, der diese Energien vertreibt. Sie hat gesagt, dass man alles machen kann, was man möchte: lachen, schreien, weinen... Ich hatte extremen Schüttelfrost und dachte zwischendurch, dass ich das Ganze abbrechen muss, weil mir so crazy kalt war! Aber ich wusste, dass mein Köper die Situation handeln kann & es hat sich richtig angefühlt, durchzuhalten. Nachdem sie fertig war, uns mit den Kräuter-Sträuchern abzuklatschen, wurden wir mir Blüten eingerieben, die an unseren Körpern kleben geblieben sind, was ein gutes Omen bedeutet! Am Ende wurden wir eingeräuchert und haben weitere Blüten in den Fluss geworfen, sozusagen als Opfer für unser Liebesleben, unsere Familien und unsere Arbeit.

Am Nachmittag, nach der Zeremonie, hatte ich richtig heftige Kopfschmerzen & Malte und ich waren extrem müde. Nachts bin ich aufgewacht und hatte das Gefühl, dass sich eine energetische Blockade in mir gelöst hat. Das war zuerst unangenehm, weil ich alte, schmerzhafte Erinnerungen “gepurged” habe. Aber nachdem ich das zugelassen hatte, habe ich mich nochmal leichter, freier und gereinigter gefühlt. Plötzlich kam ein Schub von Inspiration und Ideen, die ich dann um ca. vier Uhr morgens alle aufgeschrieben habe, bis ich wieder einschlafen konnte.

Die Tage danach waren wir viel barfuß spazieren, nochmal bei der Lagune zum Yoga machen, und haben Transcendence weiter geschaut.

Oooooh, und eine wundersame Sache, die mich richtig glücklich macht, ist passiert... Ich glaube, das hängt auch mit der Reinigungs-Zeremonie zusammen! Mir hat eine Bekannte geschrieben, die damals ebenfalls von meinem Schamanen gelernt hat. Sie hat gesagt, dass sie immer super gerne mit mir zusammengearbeitet hat, und sich wünscht, dass ich wieder Dreamtime-Journeys für sie mache, um sie in einigen Lebens-Unsicherheiten zu unterstützen. Verrückt, dass das ausgerechnet jetzt kommt, wo ich endlich “surrendered” habe, und wieder richtig connected mit mir selbst, meiner Intuition und der Natur bin. Das zeigt mir mal wieder, wie wichtig es ist, den outcome loszulassen und zu vertrauen. Alles fällt dann schon into place!

Denn mir geht es seit ca. zwei-drei Wochen wieder richtig gut (in Deutschland ging’s mir nicht so Bombe, um ehrlich zu sein!). Ich hatte seitdem keine Panik-Attacken mehr, meine Haut ist wieder komplett rein, ich habe mehr Energie & Inspiration, ich lache mehr, habe wieder richtig Lust auf Yoga, und vor allem Lebenshunger!

Am Samstag sind wir nach Cahuasqui umgezogen und haben zwei Tage auf einer Farm eines supernetten französischen Pärchens (Pascal und Nadine) mit Lama verbracht. Das Lama war so cool, es hat uns zur Begrüßung geküsst! (Awwww, so cute!) Außerdem habe ich dort meine Wäsche mal wieder ganz old-school an einem Waschstein gewaschen. Oh Lord, bin ich dankbar dafür, dass wir in Deutschland Waschmaschinen und vor allem gescheite Duschen, mit viel Druck und heißem Wasser, haben!

Die Gegend hier bei Cahuasqui ist traumhaft schön! Genau so habe ich mir die Anden immer vorgestellt und erträumt, aber leider (und gleichzeitig auch zum Glück) ist das Dörfchen selbst ziemlich ab vom Schuss, und es gibt kaum Einkaufsmöglichkeiten, geschweige denn einen Geldautomaten. Deshalb sind wir am Montag kanpp eine Stunde lang nach Urcuquí gefahren, um Gelb abzuheben & einzukaufen. Urcuquí liegt zwar nur 11km entfernt von hier, aber durch die ganzen kurvigen Straßen, dauert es trotzdem ewig dahin.

Uns ist noch etwas mega cooles “in den Schoß gefallen”: Wir wollten eigentlich einen organischen Farmer aus den USA besuchen, um Gemüse und Obst von ihm zu kaufen, aber anstatt uns Essen zu verkaufen (weil gerade Sommer, meaning dry season, hier ist), hat er uns seine Farm gezeigt, und uns innerhalb der ersten fünf Minuten gefragt, ob wir seine Farm und Tiere (zwei Hunde und drei Hühner), house-sitten wollen. Er würde gerne ans Meer fahren und ‘ne Runde chillen. Was für ein schöner Zufall! Wir haben ziemlich Lust darauf, auf seine 50 Avocado Bäume, das selbst gebaute Haus und die süßen Tierchen aufzupassen, und ihm dadurch einen Urlaub zu ermöglichen. Cooler Fun-Fact: Er (Roger) war in den 1980ern der erste organische Farmer in Ohio und hat danach viel darüber gelehrt. Sounds like ma man!

Jetzt, nachdem wir das Wochenende bei Nadine und Pascal verbracht haben, sind wir in ein airbnb namens Islands of the sky umgezogen, und ich kann nur WOW sagen! So ein krass schönes Haus, Gelände und vor allem Ausblick! Wirklich als wäre man im Himmel und über den Wolken. Hier gibt es auch wieder Lamas, einen Esel, und zwei zuckersüße Hunde. Der Esel und der Dackel sind meine neuen besten Freunde, ich bin richtig in love mit den beiden!

Direkt um die Ecke haben wir eine “Bodega Organica”, die getrocknete Kräuter, Tees, und selbst hergestellten Kaffee verkauft. Die Besitzer sind unendlich lieb und haben uns schon ihren kompletten Garten gezeigt, mit Heil-Kräutern bekannt gemacht, und sogar Avocados und Orangen geerntet und geschenkt.

Heute Morgen sind wir runter zu einem wunderschönen Fluss gelaufen und haben uns dort abgekühlt. Die Sonne hat echt ziemlich runtergeknallt, deshalb haben wir auf dem Rückweg getrampt & zwei Motorrad-Fahrer haben uns (ohne Helm, ohje, bitte nicht nachmachen!) mitgenommen.

Kurz vor unserem neuen Zuhause sind gerade Dauer-Streiks, wo die Straße blockiert wird, und heute war er besonders groß. Das halbe Dorf (gefühlt) war da. Die Dorf-Bewohner wollen die Minen-Arbeiter nicht durchlassen, weil die Gold-Minen von einem früheren Präsidenten einfach an andere Länder und Firmen verkauft wurden. Aber ist natürlich mega unfair den Leuten, die hier wohnen, gegenüber! Das Einzige, was die Einheimischen davon haben, ist Wasser-Verschmutzung...  

Irgendwie stellt sich das Hochladen von Fotos an meinem Laptop immer als schwer da... Deshalb ist es am einfachsten (falls ihr Fotos und Videos sehen wollt), meine Ecuador-Highlights auf Instagram anzuschauen: https://www.instagram.com/valerie.wulf.holism/?hl=de

Anselm #6

Vada, Italien, am Dienstag 09. September 2021

Da hat sich die Gelassenheit mal wieder ausgezahlt. Wir haben es tatsächlich geschafft und sind offiziell im Urlaub. Die Mischung aus Wetter und Corona-Richtlinien hat dafür gesorgt, dass es uns nach Italien verschlagen hat. Das Wetter ist wirklich schön und es tut gut, die wichtigen Dinge des Lebens mal weniger wichtig sein zu lassen und sich zu entspannen. Das heißt nicht, dass ich hier nur rumliege. Im Gegenteil. Wir gehen joggen, spielen Volleyball oder Beachball und manchmal liegen wir auch einfach in der Sonne. Und wenn mein kreativer Teil gerne ein bisschen Zuwendung hätte, dann mache ich irgendwas, worauf ich gerade Lust habe. Zum Beispiel Gedichte schreiben. 😊
https://youtu.be/Z8RnPZvGQ9I

Bis zum nächsten Mal, ich bin gespannt, was ich in der Zwischenzeit produziert habe.

Johannes #6

Freiburg, am Sonntag, 5. September 2021, 9.48 Uhr

Ich lese seit gut einer Woche das Buch „Reinventing Organizations“ von Frederic Laloux (gibt es auf Englisch und Deutsch). Und um ehrlich zu sein, bin ich ziemlich aufgeregt über die Möglichkeiten und Ideen, die darin eröffnet werden. Mir flattern ständig Gedanken durch den Kopf, wie wir o4U als Organisation aufbauen können. Wie alle Leute darin aufblühen und sich selbst mitsamt ihren Schwächen, Stärken und Träumen einbringen. Wie wir uns gegenseitig aus intrinsischer Motivation unterstützen und Verantwortung übernehmen, ohne dass es einen Boss gibt oder (unnatürliche) Hierarchien. Eine Organisation, die ihren Teil dazu beiträgt, wie Welt zum Positiven zu verändern.

Es gibt bereits Beispiele dafür, aber klar ist: Es braucht mehr!
Und die letzten Tage wurde mir klar, wie noch nie (klingt doof und ist vielleicht auch nur ein sehr subjektives Gefühl in dem Moment), dass es unsere Mission ist, als ein solches Beispiel voranzugehen. Völlig egal eigentlich, was wir konkret machen. Es wird funktionieren, weil Menschen in einer kreativen Form zusammenarbeiten, die aus allen das Beste herausholt. Und das wird man – früher oder später – auch von außen sehen.

Wahrlich spannende Tage, Wochen und Monate. Man hat das Gefühl (zumindest ich), dass man gerade Mitten in etwas Großem ist, das entsteht. Etwas, das weit über den Einzelnen (bzw. sogar alle Einzelnen zusammen) hinausgeht. Etwas, auf das man in 5, 10 oder 20 Jahren mit Stolz zurückblickt und dankbar ist, dass man ein Teil davon sein durfte.
Bis jetzt ist das natürlich nur ein Gefühl und jede*r darf selbst entscheiden, ob er/sie es glaubt oder nicht. Aber dankbar bin ich schon jetzt. Für Anselm & Elias, für Valérie & Jonas und für alle anderen Menschen, die mir gerade auf dem Weg begegnen und ihren Teil zum Großen beitragen.
Let’s change the World! Together. Starting with you and me. Today.

Elias #5

Nijmegen, am Freitag, 3. September 2021

There we are. Das erste Mal hier in Nijmegen, dass ich mich einsam fühle.

Eigentlich ganz lustig, wenn man darüber nachdenkt, dass ich gerade einen Blogpost über Human Connection schreibe.
Aber vielleicht auch ganz gut. Denn eine Sache, die ich dort schreibe hat mir direkt geholfen.

Ask people for help.

Andere Menschen nach Hilfe fragen zeigt ihnen nicht nur meine Verletzlichkeit und Menschlichkeit, sondern vertieft auch die Bindung zwischen uns.
So habe ich es zumindest gerade wahrgenommen, als ich ein paar Freunde nach einem baldigem Telefonat gefragt habe, weil „ich es gerade brauche“.

Ich fühle mich schon deutlich verbundener allein durch das Abschicken dieser Nachrichten.
Weil sie mir zeigen, dass es Menschen in meinem Leben gibt, denen ich mich in meiner Ganzheit von allen Seiten zeigen kann. Das fühlt sich gut an und gibt mir gerade ein Gefühl von Connection. Manchmal braucht es scheinbar auch Schmerz, um unsere Bindungen zu vertiefen.

Ich bin dankbar für die vielen wunderbaren Menschen in meinem Leben, denen ich mich offenbaren kann. Ich realisiere gerade, wie wertvoll das ist.

Valerie #5

Cotacachi (Ecuador), am Mittwoch, 1. September 2021, 11:00

Ender letzter Woche hatten wir eine Lebensmittelvergiftung, die uns zieeeemlich ausgeknockt hat! Deshalb waren ein paar Tage lang ausruhen & Schonkost angesagt.

Aber ganz ehrlich, im Nachhinein hat das sogar gutgetan… Irgendwie mal wieder weniger Plan zu haben, lange im Bett zu chillen, morgens Transcendence (auf GAIA) zu schauen, noch mehr zu schlafen, ganz genau auf meinen Körper zu hören (gefühlt noch mehr als sonst). Es war fast wie ein „Reset“ Button, der für mich gedrückt wurde. Jetzt fühle ich mich umso fitter, clearer und inspirierter!

Ich habe im Zuge dessen auch meine Morgen Routine ein bisschen geupdated: Nach dem Aufwachen visualisiere ich, wie ein perfekter Tag für mich aussehen würde, wie ich mich fühlen würde, und wie ich das umsetzen möchte. Ich visualisiere sozusagen mein highest self. Außerdem nehme ich mir ein bisschen Zeit zum Träumen. Dadurch habe ich wieder richtig krassen Lebens-Hunger. Es gibt so vieles, das ich noch machen und erleben möchte! Eine Birth & Death Doula Ausbildung zum Beispiel, ich möchte noch einen Heilpraktiker-Schein machen, am liebsten würde ich als Conscious-Sex-Coach arbeiten, Vegane Yoga Retreats hosten, einen Permakultur Kurs machen, um dann eine eigene Permakultur-Farm oder Garten aufzubauen… Life is so daaaaamn exciting! Nach dem Visualisieren gibt’s Lemon-Water, eine kurze Runde Yoga und dann Frühstück.

Übrigens haben sich unsere Pläne geändert... Eigentlich wollten wir am vergangenen Wochenende in ein Workaway Farm-Projekt, doch das haben wir schlussendlich relativ kurzfristig abgesagt, weil uns jemand von einem sozialen Projekt an der Küste angeschrieben hat. Ein Paar aus den Staaten hat dort eine Bibliothek aufgebaut, die hauptsächlich jungen Mädchen dabei helfen soll, sich zu bilden, damit sie eine Chance haben, aus den missbräuchlichen Familienstrukturen auszubrechen & sie sich ein bisschen mehr vom Patriarchat befreien können. Das klang mega spannend, und irgendwie hat uns das in dem Moment mehr gereizt. Leider wurde uns dann sehr von der Küste abgeraten, und nach langem Hin und Her haben wir auch diesem Projekt abgesagt. Schade, aber irgendwie auch befreiend. Jetzt gehen wir einfach mit dem Flow und schauen was passiert.

Und hier noch ein Video von dem mega nicen Haus, in dem wir momentan wohnen:

https://youtu.be/vfMmUB0K1kw

Anselm #5

Freiburg, am Dienstag, 31. August 2021

„This is what we train for!“
Ein Satz, der mir tatsächlich oft weiterhilft, wenn mal wieder was schiefgeht oder einen das Schicksal herausfordert.
Ich „trainiere“ ja nicht, damit alles gut läuft, sondern damit ich mit „schlechten“ Situationen besser umzugehen weiß. Während ich hier gerade sitze und auf die letzte Woche reflektiere, merke ich wie sehr sich meine Arbeit und Entwicklung im letzten Jahr ausgezahlt hat. Es passiert immer seltener, dass ich von irgendwelchen äußeren Dingen aus der Ruhe gebracht werde.

Praktisches Beispiel: Eigentlich wollte ich gestern in den Urlaub fahren, aber das Auto ist kaputt. Das bedeutet mindestens eine Verzögerung, vielleicht sogar einen Ausfall des Urlaubs. Aber ehrlich gesagt belastet es mich nicht besonders. Nicht weil es mir egal ist, sondern weil ich immer mehr verinnerlicht habe, dass Gelassenheit mir nicht nur in dem Moment weiterhilft, sondern auch am besten ist, um das Problem zu lösen.

Die Erde wird sich (zumindest zu meiner Lebenszeit) nicht aufhören zu drehen und genauso wenig hört das Leben nie auf, uns mit neuen Situationen und Herausforderungen zu konfrontieren. Gewonnen hat, wer das akzeptiert und sich sogar darauf freuen kann.

Eine neue Herausforderung, auf die ich mich persönlich sehr freue, ist das Ergebnis unseres Strategie-Wochenendes: Den Fokus von den Trainern ein bisschen wegzunehmen und sich mehr auf die Spieler zu konzentrieren, was unter Umständen bedeutet, eine Fußballschule zu gründen. Eine Fußballschule!
Hört sich das nicht gut an? Ich freue mich darauf in das Thema mehr reinzugehen und vor allem mit den ganzen coolen, inspirierenden Leuten zusammenzuarbeiten, die da auch so motiviert sind wie ich!

 

 

Johannes #5

Freiburg, am Montag, 30. August 2021, 17.18 Uhr

Mit einem Tag Verspätung, aber diesmal beabsichtigt. 😊
Wir hatten in den letzten beiden Tagen unser Strategie-Wochenende, wofür uns Jonas (der Unbekannte in der o4U GmbH) aus Mannheim besucht hat. Aber keine Sorge: Ihr werdet Jonas noch nach und nach kennenlernen.
😉
Wer direkt mehr wissen möchte, findet
hier den heute erschienenen Podcast mit Anselm und Jonas. Habe ihn selbst noch nicht komplett angehört, aber die kurzen Ausschnitte machen schon viel Lust auf mehr. Zurück zum Thema.

Irgendwie bin ich ganz schön „durch“ gerade. Weniger körperlich, aber umso mehr mental. Das intensive Wochenende hat dann doch spuren hinterlassen.
Merke:
Was mir gut tut: Zeit für mich, alleine, in der Natur, abschalten.
Was mir nicht so gut tut: Social Media, Email, verpasste Pausen.

Eine der Hauptaufgaben für mich in den nächsten Wochen wird sein, einen Rhythmus zu kreieren, in dem ich möglichst wenig Zeit Online verbringe. Schwierige Aufgabe. 😁
Aber ich fange mal direkt damit an und beende den heutigen „Arbeitstag“. Jetzt noch Abendessen und 1-2 Runden spazieren. Traumhaft.
😊

P.S.
Noch was Kleines zum Feiern: Am Sonntag bevor es mit dem Strategie-Tag richtig losging, habe ich 60 Minuten lang meditiert. (neuer Rekord!
😊)
Make your best your new baseline?
🤔


P.P.S
Noch was Großes zum Feiern: Wir stehen kurz davor, wieder zwei neue Teammitglieder in unser o4U-Team begrüßen zu dürfen. Updates folgen.
😊

 

Elias #4

Nijmegen, am Freitag, 27. August 2021, 20:07

Die Orientierungswoche ist voll im Gange. Gerade war ich auf einem Straßenfestival mit 500 Leuten auf 100 Quadratmetern. Corona Ade.

Ich finde es lustig, wie gerade meine Mahlzeiten aussehen: Frühstück Bulletproof Coffee (Butterkaffee mit MCT Öl), mittags meist einen Salat (Staudensellerie, Sardine, Olivenöl, Gurke, Kurkuma) und abends Dampfgemüse. Ich könnte das verdammt nochmal jeden Tag essen 😊!

Mein derzeitiges Projekt ist gerade die Ja& Lösung aus Social Life und Authentizität zu finden. Ich liebe meinen gesunden Lifestyle (kein Alkohol, spezielle Diät, früh ins Bett gehen) und will gleichzeitig neue Leute kennenlernen. Ich habe lange nicht mehr so wenig Schlaf in einer Woche gehabt, wie in den letzten sieben Tagen (es sind immer noch durchschnittlich 7,5 Stunden im Bett haha).

Ich feiere Niederlande und bin gespannt, wie sich die Zukunft entwickelt.

Heute habe ich in einem Buch darüber gelesen, dass sich unser Purpose Schale für Schale vertieft. Ein Purpose/Projekt wird durchgelebt, um dann durch einen noch authentischeren ersetzt zu werden. Meist sind wir tief mit einer Sache beschäftigt, die uns challengt und an der wir wachsen (ich denke, dass war o4U letztes Jahr für mich). Und dann gibt es laut dem Autor Phasen des Nichtwissens zwischen zwei Purposen (oder Pupi?).
In dieser Phase soll man nicht Panik schieben, sondern die Unwissenheit akzeptieren und zelebrieren.

Und so geht es mir gerade. Ich bin zwischen zwei Purposen. Ich weiß, dass ich die konkrete Art und Weise der derzeitigen Projekte bei o4U so nicht mehr weitermachen will. Vielleicht mache ich trotzdem weiter, aber wird das nicht die nächste Transformation in meinem Purpose sein. So fühlt es sich nicht an.
Aber ich weiß nicht was kommt. Ich kann schwer sagen, was in sechs oder zwölf Monaten ist. Und ich feiere das. Denn es ist so schön aufregend.

Ich hoffe ich kann diese Ungewissheit halten. Und offen dafür bleiben, was mir das Universum präsentiert. Während ich authentisch und ehrlich zu meinen Werten stehe.

Wie immer noch eine Dankbarkeitsrunde am Ende for the Win:
Ich bin dankbar in dieser Zeit zu leben. Es ist eine echt ungewisse Zeit und gleichzeitig so aufregend! Es ist wie ein kollektive Heldenreise, die uns als Menschheit bevorsteht. Und ich darf ein winziger Teil davon sein. Das ist ein großes Geschenk.

Valerie #4

Cotacachi (Ecuador), am Mittwoch, 25. August 2021, 10:00

Als aller erstes will ich eines der schönsten Erlebnisse bisher (hier in Ecuador) erzählen: An unserem vorletzten Abend in Mindo saßen wir wieder einmal in unserem neuen vegan/vegetarisch-ecuadorianischem Lieblingsrestaurant, als es plötzlich einen Stromausfall gab. Wir waren die einzigen Gäste & der super sympathische venezolanische Besitzer hat uns sofort eine Kerze gebracht und angezündet. Er, seine Frau, die immer frisch & lecker kocht, Malte und ich haben nett geredet, gegessen, gelacht, und irgendwie ist eine total schöne Stimmung entstanden. Zum Schluss wurden Malte und ich von den Restaurant-Besitzern eingeladen, am darauffolgenden Tag zu ihnen zum Kochen ins Restaurant zu kommen. Natürlich haben wir zugesagt & die Koch-Session am nächsten Tag war einfach nur wunderbar! Zwei Kids des Paares waren auch da, um zu helfen, und wir haben gezeigt bekommen, wie man Patacones (frittierte grüne Banane) und eine typische Encocao (Pilze in frischer Kokossauce mit Reis) macht. Außerdem wurde uns erklärt, wie man die köstlich cremige Quinoa-Suppe und die scharfe Ahí-Soße, die es zu jedem Essen hier dazu gibt, gemacht wird. Diese menschliche Geste war einfach unbeschreiblich schön! Wir haben uns so herzlich aufgenommen gefühlt, dafür sind wir unendlich dankbar!  

Nachdem wir etwas früher als geplant aus Mindo abgereist sind (wir haben uns nachts nicht so ganz wohl & sicher in unserem Piraten-Holz-Hüttchen mitten im Dschungel gefühlt), haben wir nochmal zwei Tage in Quito verbracht, und sind dann mit dem Bus weiter nach Cotacachi gereist. Dort hatten wir über airbnb eine Unterkunft in einer indigenen Community gebucht. Verspochen wurde, dass man hier von ihnen lernen darf, wie das traditionelle Leben auf dem Land so abläuft, und dass man mehr über Heilpflanzen und andere Heilmethoden lernen kann. Klang auf jeden Fall mega spannend und vielversprechend! Vor allem für den Preis! 8 USD pro Person pro Nacht. Als wir ankamen, war aber alles ein bisschen komisch, denn irgendwie hatten wir das Gefühl, dass wir stören würden & uns war es auch ein bisschen unangenehm, als sich plötzlich herausstellte, dass wir uns die Küche mit der Familie teilen würden. Denn irgendwie hatten wir dann das Gefühl, dass wir deren “private space invaden” würden. Kurz nachdem wir ankamen, kam der “Opa” nach Hause, der uns als allererstes ein paar Videos von einer Meerschweinchen-Heil-Zeremonie zeigte. Das lag mir ziemlich schwer im Magen, denn bei dieser besagten Zeremonie wird ein lebendiges Meerschweinchen so lange an einem Menschen rumgerieben, bis es stirbt. Dann seziert man es & schaut, wo man Krankheiten in ihm finden kann. Das steht dann quasi symbolisch für die Krankheiten, die der Mensch, an dem das Meerschweinen gerieben wurde, hat. Somit hat man diesen Menschen also “diagnostiziert” und kann ihn mit Heilpflanzen behandeln. An sich schon spannend & ich möchte diese Tradition auch nicht schlecht reden oder so, aber irgendwie tat mir das ganz schön leid für das arme, süße, kleine Meerschweinchen!

Anyways, an sich war es nett dort, aber wir haben dann innerhalb der indigenen community unsere Unterkunft gewechselt, sodass wir jetzt unsere eigene Küche haben. Ich will dazu sagen, dass Malte und ich unglaublich gerne gemeinsam kochen, vor allem wenn wir die Zeit dazu haben. Für uns ist das ein wichtiger Bestandteil des Tages. Außerdem ist es manchmal schwierig, wenn man sich komplett pflanzlich ernährt, woanders zu essen und wir kümmern uns auch deshalb gerne um uns und unser Essen selbst.

Die neue Unterkunft hier in der communidad Santa Barbara in Cotacachi ist traumhaft! Rolando, der das Haus gemeinsam mit seiner Frau gebaut hat, wohnt unten & wir oben. Als wir eingezogen sind, hat er uns erklärt, dass beim Bau des Hauses alles genau mit Pendeln “ausgemessen” wurde. Da, wo negative Energien gespürt wurden, hat man Rosenquarze in die Wände, Decken & Böden eingebaut. An den Fenstern kleben Lebensblumen, sodass keine schlechte Energie ins Haus kommt, und überall sind Pflanzen (im und ums Haus herum), die auch dafür da sind, “bad vibes” einzufangen & in was Schönes zu transformieren. Außerdem sind viele Symbole wie zum Beispiel “sacred geometry symbols” eingemauert. Dazu wurden alle vier Elemente im Haus verbaut: Wasser, Feuer, Erde und Luft. Die Ziegel sind aus Wasser und Erde und wurden von Hand im Feuer gebrannt. Luft braucht man dafür natürlich auch. Alles ist aus Glas, Holz und dicken, roten Ziegeln hergestellt. Sieht wirklich toll aus! Ich sag’s euch, man spürt das auch wirklich... Ich meine, wie feinfühlig und ausgeklügelt hier gebaut wurde! Ich bin richtig happy hier, fühle mich pudelwohl, safe und “leicht” in diesem Haus. So will ich auch mal bauen & leben 😊

Hier endlich mal noch ein paar Bilder der letzten 2 Wochen (nachdem ich es finally geschafft habe, sie von heic in jpeg Formate umzuwandeln):

Beim Kochen mit unseren neuen Restaurant-Freunden in Mindo. Quinoa-Suppe. Encocao, Patacones & Reis.

Mindo-life in general! Kakao-Zeremonien, malen, cloud-forest.

& all about Cotacachi 😊 Graffitis, Malte vor unserer Wohnungstür (siehe sacred Geometry!), wir über der Lagune Cotacachis (darunter ist ein aktiver Vulkan!), Heilkräuter, nochmal die Lagune auf ca 3.100 - 3.400m Höhe, Blick auf Vulkan und Vollmond.

Anselm #4

Freiburg, am Dienstag, 24. August 2021

Geendet hatte ich letzte Woche mit dem Wunsch, dass ich mich so langsam einpendle, mein Gleichgewicht finde und die Stricke nicht reißen. Das hat eigentlich auch ganz gut geklappt – bis heute Nacht jedenfalls. Um im Modell der Hängematte zu bleiben: Ich wurde nochmal ordentlich angeschubst.

Mitten in der Nacht wache ich auf – und höre Schritte. In meiner Wohnung. Das ist mir früher häufiger passiert und gibt es mittlerweile immer noch ab und zu. Manchmal gibt es einfach irgendwelche Geräusche, die ich nicht zuordnen kann und ich male mir aus, wer oder was das sein könnte. Das kennen wahrscheinlich viele. Normalerweise bin ich dann immer wieder eingeschlafen und am nächsten Tag war alles wieder vergessen. Nicht heute Nacht.
Nach und nach bin ich immer mehr aufgewacht und je klarer ich im Kopf wurde, desto sicherer war ich mir, dass im Wohnzimmer nebenan jemand hin und her läuft. Denn wir haben in unserer neuen Wohnung ein wunderschönes Holzparkett, auf dem geräuschlose Fortbewegung ein Ding der Unmöglichkeit ist.

Während mein Puls vom Schlafzustand in Richtung neuer Höchstwert wechselte, habe ich überlegt, was ich tun soll. „Mich in den Kampf stürzen“, also rübergehen und nachschauen oder mich irgendwie bemerkbar machen. Die letztere Option gewann, also bin aus dem Bett gesprungen, habe blitzschnell die Tür abgeschlossen und laut „Hallo!“ gerufen. Die Geräusche haben allerdings nicht aufgehört und auch sonst blieb alles unverändert. Nach ein paar weiteren Rufen und Minuten habe ich die Tür schließlich geöffnet und der gefürchtete Einbrecher entpuppte sich als unser Rollladen, der wegen des Windes die gleichen Geräusche macht wie der Holzboden.

Na super…. Abenteuer neue Wohnung. Bis mein Körper wieder bereit war einzuschlafen, hat es noch ein bisschen gedauert, aber das wichtigste ist, dass ich überlebt habe. 😊
Beim nächsten Mal werde ich wieder über Angst schreiben, aber dann wird es nicht um Leben und Tod gehen, sondern den Workshop, den wir mit einer Schule machen werden.
Auf eine weitere Woche voller Alltags-Abenteuer!

 

 

Johannes #4

Freiburg, am Sonntag, 22. August 2021, 16.12 Uhr

Wieder fast verpasst, den heutigen Eintrag, aber gerade noch die Kurve gekriegt. 💪

Wichtigste Neuerung aus dieser Woche: Die neuen Mitbewohner stehen fest und werden voraussichtlich Ende September einziehen. Ich bin sehr gespannt auf die neue Konstellation und freue mich auf das gemeinsame Zusammenleben. Der Bauch hat entschieden, dass es sich so richtig anfühlt und entsprechend wird es so gemacht.
Tatsächlich bin ich aber auch froh, noch einen Monat für mich alleine zu haben. Die letzten Wochen und Monate in der alten WG waren nämlich echt intensiv, zusammen mit er GmbH-Gründung und Valéries Einstieg bei o4U.

Ansonsten freue ich mich tatsächlich sehr auf nächstes Wochenende und unser Strategie-Meeting mit unserem Vertriebs-Genie Jonas. Schon die Vorbereitung auf kommendes Wochenende und das viele Journaln macht die Idee schon wieder viel greifbarer. Innerlich beobachte ich eine positive Aufregung und Spannung, wie sich die nächsten 2-3 Monate entwickeln werden.

Kurzum: Es (das Leben) macht Spaß! Die nächste Woche kann kommen 😊

 

Elias #3

Nijmegen, am Freitag, 20. August 2021, 20:54

Es ist echt krass, wie viele Räder es hier gibt 😊. Gefühlt hat jeder Mensch hier fünf Fahrräder.
Außerdem gibt es Fahrradautobahnen, die alle rot markiert sind. Das macht das Radfahren hier sehr angenehm.

Ich habe bereits zwei Mitbewohner aus meinem Studentenwohnheim kennengelernt und mich mit meiner Cousine getroffen (die studiert nämlich lustigerweise auch hier).
Mein neues Zimmer hat in mir auch ein warmes Gefühl erzeugt.
Hier ein Bild mit meinem wunderschönen „Sitz-und-Steh-Schreibtisch“:
 

Die Gebäude hier in Nijmegen – und auch die Uni – haben eine coole Balance aus modernem, fancy Baustil und angenehmer, nachhaltiger, „nicht-spießiger“ Atmosphäre.

Ich will diesen Eintrag in Zukunft nutzen, um wöchentlich eine Sache zu teilen, für die ich dankbar bin (sozusagen als Minigewohnheit).
Diese Woche bin ich dankbar für meine Eltern, die mich bei meinem Umzug unterstützt haben. Thank You 😊!

Valerie #3

Mindo (Ecuador), am Mittwoch, 18. August 2021, 9:00

Am Montag, nach dem Frühstück (Obstsalat & 100%iger ecuadorianischer Kakao) wollten wir ins “Mariposario” laufen, wo man Schmetterlinge (= mariposas) beobachten kann. Zuerst mussten wir aber Geld abheben, weil wir kein Cash mehr hatten, und hier alles nur Bar bezahlt wird. Dazu muss man sagen, so gut wie niemand nimmt hier größere Scheine als 10$ (ja, in Ecuador sind USD die Landes-Währung) an. Wenn man mit 20$ bezahlen will, hat man meistens schon echt ein Problem, weil niemand das Wechselgeld dafür hat 😂. Also haben wir uns auf den Weg in die Ortsmitte zu den Bankautomaten gemacht... dummerweise haben beide Automaten nicht funktioniert, weder mit meinen noch mit Malte‘s Karten. So ist das halt manchmal in Südamerika 🤣. Aber ok, no problemo, mit einem Taxi ist man in 20 Minuten in der nächsten Stadt „San Miguel de los Bancos“, in der es einen Bankautomaten gibt. Hin- und Rückfahrt kosten zusammen 11$. In der Hoffnung, dass der Geldautomat dort funktioniert, haben wir uns auf den Weg gemacht. Kurz nachdem wir mit dem Taxi aus Mindo draußen waren, wurden wir von der Polizei angehalten. Unser Taxi-Fahrer hat schnell sein Handy weggelegt, mit dem er gerade noch seelenruhig während der Fahrt telefoniert hatte & hat dem Polizisten seine Ausweis-Nummer durchgegeben. Irgendwie ist das hier so ein Ding, dass man für alles immer seine Ausweis-Nummer braucht, deshalb können diese auch alle Ecuadorianer:innen auswendig. Der Polizist hat gefragt, warum wir nicht angeschnallt sind & der Taxi-Fahrer antwortete: „Weil die Gurte kaputt sind.“ Der Polizist hat genickt, und ignoriert, dass der Taxi-Fahrer seine Maske, die eigentlich überall in Ecuador Pflicht ist, nicht getragen hat & ließ uns weiterfahren. Irgendwie war das lustig, aber gleichzeitig ist mir auch echt das Herz in die Hose gerutscht, als die Polizei uns rausgewunken hat! In dem anderen Dörfchen haben die Geldautomaten zum Glück funktioniert, und somit hat sich der kleine Ausflug gelohnt. Auf der Fahrt zurück nach Mindo hat der Taxi-Fahrer noch schnell, bevor wir losgefahren sind, gesagt: „Steckt die Gurte einfach in die Sitze, damit es so aussieht, als wärt ihr angeschnallt... Nur falls die Polizei uns wieder rauswinkt.“

Schon verrückt, hier ist es wirklich angebracht, stetig anpassungsfähig und flexibel zu bleiben! Manchmal werden unsere Pläne einfach völlig über Board geschmissen, weil etwas komplett Unvorhersehbares passiert... Wie am Montag die nicht funktionierenden Geldautomaten.

Ansonsten war unsere letzte Woche aufregend. Wir hatten viele Hochs und Tiefs. Es gab hier und da Tränen, ein bisschen zu-Hause-vermissen & ab und zu Zukunfts-Sorgen, aber meistens freudige Gesichter & viel Gelächter von uns beiden. Manchmal habe ich nachts Angst in unserem Piraten-Holz-Hüttchen im Dschungel, weil es abends so unfassbar dunkel wird. Jeden Abend (das ganze Jahr über!) geht die Sonne um 18 Uhr unter, dafür aber auch um ca 6 Uhr morgens wieder auf. Das liegt daran, dass Ecuador direkt am Äquator liegt. Außerdem fällt es mir schwer, die Armut um mich herum auszuhalten. Corona hat die Wirtschaft hier wirklich einbrechen lassen. Das Land war viel auf Tourismus angewiesen, und da dieser in den letzten 1.5 Jahren weggeblieben ist, sind manche Dörfer wie ausgestorben, Restaurants verlassen und zu verkaufen & viele Häuser-Ruinen zu sehen. 

Trotzdem sind unsere Tage hauptsächlich schön & langsam. Wir machen viel Yoga, gehen spazieren, beobachten Kolibris & Schmetterlinge, baden im Fluss hinter unserem airbnb Grundstück, trinken selbstgemachte heiße Schokolade, malen, kochen viel frisches Essen & machen Maracuja oder Wassermelonen Säfte, gehen früh ins Bett & stehen früh auf. Life is good!

Bald geht’s wieder nach Quito und von dort aus ins Hochland nach Otavalo & Cotacachi. Ich bin gespannt auf das indigene Leben & die Traditionen, die wir dort hoffentlich kennenlernen werden.

Bald gibt’s übrigens auch endlich Bilder, aber da wir momentan kein Internet/WLAN haben, stellt sich das Hochladen von Bildern, Blogposts, etc. immer als ziemlich schwer und kompliziert da... Finde ich aber hauptsächlich nice! Das disconnecten von der Internet-Welt tut mir gut! 😊

Anselm #3

Freiburg, am Dienstag, 17. August 2021, 09:13

Der Kleiderschrank steht immer noch nicht, aber das macht nichts. Denn dafür ist Mia wieder da und ich spüre so richtig, warum ich die Vorstellung so toll fand, zu zweit in eine Wohnung zu ziehen. Klingt vielleicht komisch, aber ich fühle mich richtig erwachsen, was ja mit 21 auch langsam Zeit wurde. 😊

Meine Entdeckung der Woche ist die Hängematte, die ich vor Jahren geschenkt bekommen habe und die jetzt ihre Sternstunde hat. Im Schatten und leichten Lüftchen schaukeln, während es 35 Grad hat, macht Spaß und ich behaupte einfach mal, dass einem in der Hängematte bessere Ideen kommen.
Hier bin ich zu sehen, höchstwahrscheinlich kurz vor dem nächsten Geistesblitz.

Genauso wie eine schaukelnde Hängematte will ich jetzt auch versuchen, langsam wieder in einen Rhythmus zu kommen und meine Mitte zu finden. Denn all der Stress und die vielen Erlebnisse sind vergleichbar mit dem wilden Schaukeln in der Hängematte – es macht zwar Spaß, aber irgendwann will man auch wieder zur Ruhe kommen, sonst geht’s einem schlecht (genialer Vergleich oder?).
In diesem Sinne wiege ich mich ganz entspannt in die nächste Woche und hoffe, dass die Schnüre nicht reißen.

Johannes #3

Freiburg, am Montag, 16. August 2021, 13:32 Uhr

Die Routine sitzt noch nicht.
Der Plan ist, dass ich meinen Eintrag jeden Sonntag schreibe und veröffentliche. Aber wie ihr seht, ist Montag und unten brutzelt gerade das Mittagessen in der Pfanne. Daher halte ich es kurz.
😊

Dieses Wochenende habe ich zum ersten Mal seit Weihnachten 2019 meine Mutter wieder gesehen und ihr meine Freundin Julia vorgestellt (was das erste Mal ist, dass ich jemanden zuhause als Freundin vorgestellt habe).
Eine kurze Aufregung kam exakt 7 Minuten vor Ankunft (zumindest laut Navi), war aber auch mit der Ankunft sofort wieder weg.

Mal wieder wurde ich dran erinnert, wie schön das Leben auf dem Land sein kann und wie gut wir es auch hier in Freiburg haben mit der landschaftlichen Umgebung (#blessed).
Unser Highlight: Der Besuch bei den 6 Alpakas meiner Eltern (leider ohne Bild)!
😊

Und jetzt geht’s runter zum Griechischen Salat und den Falafel-Talern. Guten Appetit. 😋

Elias #2

Freiburg, am Freitag, 13. August 2021, 14:42

Morgen geht’s los gen Nijmegen. In den letzten Tagen gab es noch ein paar Abschiede von Freunden und morgen heißt es erstmal „Goodbye“ zur WG. Ich bin sehr dankbar für die gemeinsamen 1,5 Jahren mit Ansi und Johannes.

Valerie #2

Mindo (Ecuador), am Mittwoch, 11. August 2021, 15:00

Ich kann es selbst nicht glauben, aber ich wäre fast nicht geflogen!!! Ich hatte plötzlich eine riesige Schranke im Kopf und dachte, ich pack es nicht. Da war unendlich viel Angst in meinem Körper. Hauptsächlich völlig unbegründete Ängste und Sorgen! Aber sie haben mich fast davon abgehalten am Sonntagmorgen in den Flieger nach Ecuador zu steigen. Ich habe geheult und geheult... Dann habe ich alle tools ausgepackt und angewendet, die ich in meinem Repertoire zur Verfügung habe und konnte mich mit Maltes Hilfe und einem Telefonat mit meiner Schwester und Mutter so beruhigen, dass wir im Endeffekt doch fliegen konnten. Zum Glück ist Malte die ganze Zeit über seelenruhig geblieben und hat einfach nur gesagt: “Egal was passiert, und selbst wenn ich nicht nach Ecuador fliegen will, es wird alles gut werden. Im Notfall machen wir halt was anderes, zum Beispiel eine Schweden-Reise, und fliegen nicht nach Südamerika. Außerdem können wir jederzeit aus Südamerika zurückkommen, niemand zwingt uns, dort zu bleiben, falls es sich nicht richtig anfühlt.” Das hat mich extrem entlastet und mir den Druck genommen.

Irgendwie hat mir das widergespiegelt, wie schwierig es ist, die eigene, gut eingesessene “comfort zone” zu verlassen. Egal wie ungemütlich die alte “comfort zone” eigentlich war. Ich hatte selten so Angst davor, aus Deutschland zu gehen, und mein Leben dort vorerst “zurückzulassen” (höchstwahrscheinlich spielt der Pandemie-Faktor da auch mit rein). Aber wenn ich ganz ehrlich bin, war meine “comfort zone” in Freiburg eben eigentlich nicht gemütlich, sondern hat sich einfach nur sicher und normal, gewohnt angefühlt. Der Aufbruch stand auch ein bisschen dafür, genau das loszulassen und trotzdem in mein Leben und das Universum zu vertrauen. Eines meiner Tattoos trägt den Schriftzug: I AM SAFE. Und genau das ist mein Mantra. Egal wo ich bin oder was ich mache, I AM SAFE.

Der erste Tag in Quito war aufregend, ich war (positiv) überwältigt von Eindrücken, das Wetter war super angenehm (ich habe die Höhe von 2800m aber echt gemerkt), ich habe mir die Zeit für Yoga auf der Dachterrasse genommen & bin unendlich dankbar und glücklich, dass Malte und ich hier sind und gefühlt UNENDLICH VIEL ZEIT füreinander haben. Das ist ein Luxus, den ich mir lange gewünscht habe.

Nach einer weiteren Nacht in Quito ging es per Bus weiter nach Mindo in den Nebelwald. Das heißt, jetzt sind wir erstmal 10 Tage lang in der NATUR PUR! 😊 Städte können mir erstmal gestohlen bleiben! Mindo ist bekannt für die vielen Schmetterlinge und Kolibris, die es hier gibt. Wenn wir morgens auf unserer Veranda frühstücken, können wir das alles beobachten.

Irgendwie passiert viel, auch wenn die Zeit gefühlt ganz langsam vergeht. Heute Morgen, zum Beispiel, haben wir erst Yoga gemacht, im Fluss neben unserem Holz-Hüttchen gebadet, Papayas, Bananen & Granadillas mit Müsli gefrühstückt, ich habe Aquarell-Bilder gemalt und zeremoniellen Kakao für Malte und mich vorbereitet, während er unsere Wäsche gewaschen hat (was ein ziemlicher struggle war, weil die Waschmaschinen hier tausend Mal komplizierter sind als in Deutschland 😀), danach gab’s eine Rasier-Aktion im Fluss, was wirklich pretty nice war! Wir haben uns richtig Hippie-like gefühlt 😀 Zu Mittag gab es veganes ecuadorianisches Essen bei dem super sympathischen Venezolaner Jésus um die Ecke. Jetzt sitzen wir in einem Café, um Wifi zu haben (denn in unsere Hütte gibt’s keins, was ich MEGA gut finde!) und ich schreibe diesen Blog-Post hier fertig.

Was ich als letztes heute noch losewerden will: Das Obst hier ist gigantisch lecker. Wir kaufen uns ständig die tollsten und frischesten Früchte (und Gemüse) und nehmen uns viel Zeit zum Kochen. 

Hier noch ein paar Bilder & Eindrücke von unseren ersten Tagen hier in Ecuador:

*BILDER!*  & Videos einbetten!

Anselm #2

Freiburg, am Dienstag, 10. August 2021, 10:47

Das Wetter ist besser als letzte Woche, aber die Situation ist ähnlich. Ich teile mich weiterhin zwischen den verschiedensten Dingen auf und versuche alles zeitgleich zu managen. Da werden dann Sachen hintenangestellt, die ich unter normalen Umständen früher machen würde. Beispiel gefällig? Hier ein Bild von meinem Kleiderschrank, der offensichtlich noch aufgebaut werden muss und nebendran meine Klamotten, die sich freuen würden, mal in einen Schrank eingeräumt zu werden. 😊

Falls jetzt der Eindruck aufkommt, das nervt mich alles ziemlich, stimmt das allerdings nicht. Ich habe einen Riesenspaß bei der Sache und es bereitet mir große Freude, eine leere Wohnung nach meinem Geschmack zu füllen und einzurichten. Außerdem durfte ich am Wochenende wieder mal bei einem Fußballspiel mitwirken. Auch wenn es nur ein Kurzeinsatz war, spüre ich jetzt, 2 Tage später immer noch, wie es meine Laune positiv beeinflusst.

Nachdem das Alleinsein erstmal ziemlich ungewohnt war, bin ich gespannt, wie es nächste Woche aussieht, wenn meine Freundin Mia endlich wieder aus dem Urlaub zurückkommt. Denn ich wohne natürlich nicht allein hier. 😊
Bis dann!

Johannes #2

Freiburg, am Sonntag, 8. August 2021, 11.45 Uhr

Die letzte Woche in der WG! 😊
Valerie dürfte jetzt gerade im Flugzeug nach Ecuador sitzen und den Blick aus dem Fenster von oben genießen. Wenn man so drüber nachdenkt ein verrückter Zufall, dass wir uns gerade in der kurzen Zeit kennengelernt haben, als sie in Freiburg war. Ein paar Monate später und alles wäre anders gekommen… Aber so ist es vermutlich meistens.

Hier unten versuchen wir jedenfalls die letzten Tage in der WG bestmöglich auszunutzen. Viele Gespräche, gemeinsame Spaziergänge und gleichzeitige Mittagessen. Jede Möglichkeit, nochmal in Person zu connecten wird ausgenutzt 😊. Elias und Valerie sind dann natürlich nicht aus der Welt, aber über Zoom ist dann noch etwas anderes als „in echt“.

Bei mir selbst geht es nun langsam los mit der Mitbewohner-Suche. Die WG soll erhalten bleiben, wenn auch mit einer ganz anderen Dynamik und neuen Leuten. Zwei erste Gespräche haben schon stattgefunden, weitere folgen nächste Woche. Mein erster Eindruck: Alles wird genauso kommen, wie es soll. Ich habe größtes Vertrauen in mein Bauchgefühl/ meine Intuition und bin gespannt, wo es mich hinführt (bzw. welche Leute es in die WG führt 😊).

Elias #1

Freiburg, am Freitag, 6. August 2021, 10:03

Morgen in einer Woche geht es los in die Niederlande. Dort beginn ich mein Psychologie-Studium in Nijmegen (es hat echt lange gedauert, bis ich den Namen richtig aussprechen konnte 😊